Verdi ruft zu Warnstreiks auf

Arbeitnehmer gehen auf Konfrontationskurs: „Wir wollen anständig bezahlt werden“

In ganz Deutschland hat Verdi zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst aufgerufen. Auch in Gütersloh (NRW) fordern die Angestellten mehr Lohn.

Gütersloh (NRW) – In mehreren deutschen Städten gehen die Menschen am heutigen Dienstag (22. September) auf die Straße, um zu streiken. Auch in Nordrhein-Westfalen beteiligen sich die Arbeitnehmer an der Aktion. In Gütersloh und ganz Deutschland fordern Beschäftige von Kitas, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes höhere Löhne. Die Gewerkschaft Verdi (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) hatte zu den Warnstreiks aufgerufen.

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Gütersloh (NRW): Mit Corona-Abstand – Mehrere Streikende vor Klinikum

Vor dem Gütersloher Klinikum haben sich am Morgen rund 40 Personen aus dem öffentlichen Dienst versammelt, um zu streiken. „Klatschen reicht nicht - wir wollen anständig bezahlt werden“, machte Verdi-Funktionär Volker Hoppmann seinen Standpunkt deutlich. Die Arbeitnehmer-Gewerkschaft fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat.

Das Social-Media-Team von Verdi-OWL veröffentlichte im Zuge des heutigen Warnstreiks in der nordrhein-westfälischen Stadt Gütersloh* ein Video. In dem kurzen Clip sind die Teilnehmer zu sehen, wie sie friedlich und unter Einhaltung des Corona-Mindestabstandes auf dem Rathausvorplatz demonstrieren. Die Beschäftigten des städtischen Klinikums, der Stadtverwaltung und der städtischen Kindertagesstätten wurden dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.

Warnstreik nicht nur in Gütersloh (NRW): Welche Städte machen noch mit?

Nicht nur in Gütersloh gehen die Menschen auf die Straße. Warnstreiks gibt es am heutigen Dienstag beispielsweise auch in den NRW-Städten Unna, Duisburg, und Remscheid. Die Gewerkschaft Verdi kündigte auch in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen Ausstände an. Unter anderem wollen sich auch in der Universitätsstadt Freiburg Beschäftigte der Verwaltung und von Kindergärten an der Aktion beteiligen.

Die Warnstreiks in Gütersloh und in anderen deutschen Städten sollen nur der Anfang sein. In den kommenden Tagen sollen weitere Aktionen stattfinden. So wollen sich die Beschäftigten im öffentlichen Dienst noch mehr Gehör verschaffen. In Hamburg könnte es demnach am kommenden Donnerstag zu Ausständen kommen. Bei den Tarifverhandlungen ist es bislang zu keiner Einigung gekommen. Schon seit Monaten wird nach einer Lösung gesucht. Der Streik bei der Eurobahn in OWL dauerte zu Beginn des Jahres ebenfalls mehrere Tage an, wie das Nachrichtenportal owl24.de* berichtete. (*Owl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa

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