Mordkommission ermittelt

Mann durch Messerstiche schwer verletzt – Verdächtiger festgenommen

Einen brutalen Messerangriff in Gütersloh überlebte ein Mann nur knapp. Seine Freundin alarmierte die Rettungskräfte. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest.

Gütersloh – Mit einem Rettungshubschrauber musste ein 36-jähriger Mann, der in einer städtischen Unterkunft im nordrhein-westfälischen Gütersloh mit einem Messer attackiert worden war, in ein Krankenhaus geflogen werden. Seine Freundin hatte ihn blutüberströmt in seinem Zimmer aufgefunden und umgehend den Notruf gewählt.

Erst am Freitag (12. März) war es im Kreis Gütersloh zu einem tödlichen Messerangriff gekommen. Beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück soll ein Mitarbeiter (35) seinen 34-jährigen Kollegen mit einem Messer getötet haben, nachdem es zu einem Streit gekommen war. In beiden fällen ermittelt eine Mordkommission. Einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorkommnissen besteht aber nicht.

StadtGütersloh
Einwohner100.861 (31. Dez. 2019)
BundeslandNRW

Gütersloh: Mann überlebt Messerangriff in Unterkunft

Am Samstagmittag (20. März) kam es in der städtischen Unterkunft an der Brockhagener Straße zu dem Messerangriff. Der 36-Jährige erlitt bei der Attacke schwere Verletzungen. Lebensgefahr besteht jedoch nicht. Gegen 11.39 Uhr erhielten die Beamten der Polizei in Gütersloh Kenntnis von dem Sachverhalt. Die schwangere Freundin des Mannes hatte den Notruf abgesetzt, berichtet der Soester Anzeiger.

Auf dem Nachbargrundstück befanden sich zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt einige Mitglieder des dort ansässigen Schützenvereins Niehorst. Sie arbeiteten an ihrer neuen Schießanlage. Doch von dem Messerangriff nebenan bekamen sie nach eigenen Angaben nichts mit. Die Unterkunft liegt außerhalb der Stadt und weit entfernt von Geschäften oder Wohnhäusern.

Gütersloh: Nach Messerangriff in Unterkunft – Polizei sucht Tatwaffe

Nachdem das Opfer in ein Krankenhaus transportiert worden war, traf die Spurensicherung des Polizeipräsidiums Bielefeld am mutmaßlichen Tatort in Gütersloh ein. Um selber keine Spuren zu hinterlassen, zogen die Ermittler weiße Schutzanzüge an. Sie nahmen das Gelände genaustens unter die Lupe. Auch ein Spürhund kam zum Einsatz, um nach der Tatwaffe zu suchen.

Doch nach dem Angriff in Gütersloh fehlt von dem Messer bisher jede Spur. Die schwangere Freundin des Opfers soll das Zimmer ihres Partners kurz vor der Tat verlassen haben, weil ihr schlecht gewesen sei. Auf dem Flur soll sie dann einem anderen Bewohner der Unterkunft begegnet sein. Dieser habe sie dann nach dem Aufenthaltsort des 36-Jährigen gefragt. Nachdem sie zurückgekommen war, fand sie ihren Freund schwer verletzt vor.

In Gütersloh wurde ein Mann bei einem Messerangriff schwer verletzt.

Messerangriff in Gütersloh: Verdächtiger in U-Haft – Mordkommission ermittelt

Die Mordkommission „Ebbe“ des Polizeipräsidiums Bielefeld nahm unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Tobias Beuscher und mit Unterstützung der Polizei Gütersloh die Ermittlungen auf. „Ein versuchtes Tötungsdelikt kann derzeit nicht ausgeschlossen werden“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag (21. März) in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Der dringend tatverdächtige Bewohner wurde festgenommen.

Der Verdächtige wurde am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt. Das Amtsgericht Bielefeld erließ einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Nähere Einzelheiten zu dem Mann machten die Ermittler bisher nicht. Die polizeilichen Ermittlungen zu dem Messerangriff in Gütersloh dauern an. (*Soester Anzeiger ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Marc Tirl/Oliver Berg/dpa (Fotomontage: owl24.de)

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