Gütersloh

Großbrand im Mehrfamilienhaus – Polizei nennt neue Details

Nach einem Großbrand in Gütersloh ist ein Mehrfamilienhaus an der Paul-Lakämper Straße derzeit unbewohnbar. Die Polizei nannte nun neue Einzelheiten.

Update: 23. April, 13.58 Uhr. Ermittler der Kriminalpolizei haben, nachdem es Donnerstagnacht (22. April) zu dem Großbrand eines Einfamilienhauses an der Paul-Lakämper Straße gekommen war, den Brandort am Freitagvormittag gemeinsam mit einem Sachverständigen in Augenschein genommen. Nach ersten Untersuchungen konnte kein technischer Defekt festgestellt werden. Auch Hinweise auf eine Brandstiftung gibt es bislang nicht.

Laut Polizei Gütersloh beträgt der entstandene Sachschaden rund 500.000 Euro. Das Gebäude ist aktuell nicht bewohnbar. Am Freitag (23. April) löste ein Feuer im Kreis Lippe Alarm aus: Ein Großbrand in Bad Salzuflen hatte eine Straßensperre zufolge und die Feuerwehr riet Anwohnern Fenster und Türen geschlossen zu halten.

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Gütersloh: Zwei Personen nach Großbrand im Krankenhaus

Erstmeldung: 22. April. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (21./22. April) sorgte ein Feuer in einem Wohnhaus an der Paul-Lakämper-Straße für einen Großeinsatz der Feuerwehr Gütersloh. Gegen 4 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle ein. „Den ersten Meldungen zur Folge hieß es, dass sich noch Personen im Gebäude befinden“, schrieben die Retter auf ihrer Facebookseite. Dieser Verdacht bestätigte sich nicht. Als die ersten Kräfte den Einsatzort erreicht hatten, stand das Gebäude jedoch bereits in Vollbrand.

Durch laute Geräusche wurden die Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Paul-Lakämper-Straße in Gütersloh mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen. Als sie nach dem Rechten schauen wollten, entdeckten sie das Feuer. Drei Personen konnten sich ins Freie retten. Sie blieben unverletzt. Im Einsatzverlauf wurden durch den Rettungsdienst insgesamt sechs Personen untersucht, wovon zwei Patienten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus transportiert wurden.

Die Bewohner kamen bei hilfsbereiten Nachbarn unter. Das Feuer entwickelte sich zu einem Großbrand. Die Flammen breiteten sich immer weiter aus und schlugen meterhoch aus dem Dachstuhl des Wohnhauses. Während mehrere Trupps unter Atemschutz von innen und außen das Feuer bekämpften, wurde der Dachstuhl über zwei Drehleitern gelöscht. Aufgrund der intensiven Lösch- und Nachlöscharbeiten wurde der Löschzug Spexard sowie Löschzug Friedrichsdorf mit Atemschutzgeräteträgern nachalarmiert.

Großbrand in Gütersloh: Feuerwehr verhindert Schlimmeres – Ursache wird untersucht

Bei den Löscharbeiten konnten die Feuerwehrleute ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Wohnhäuser in der engen Bebauung verhindern. Trotz der enormen Hitzeentwicklung wurden die Gebäude in der Umgebung nicht beschädigt. Während der Brandbekämpfung wurden die Nachbarhäuser dennoch sicherheitshalber evakuiert. Zahlreiche Kräfte der Berufsfeuerwehr, des Löschzuges Gütersloh, des Löschzug Spexard und des Löschzuges Friedrichsdorf kamen bei dem Großbrand zum Einsatz.

Angestellte der Stadtwerke trennten nach den Löscharbeiten das Mehrfamilienhaus von der Energiezufuhr. Warum das Feuer in dem Gebäude ausbrach, ist bisher noch nicht bekannt. Die Ermittlungen der Polizei Gütersloh dauern diesbezüglich noch an. Auch die Schadenshöhe konnte bisher noch nicht beziffert werden.

Die Feuerwehr Gütersloh rückte zu dem Großbrand eines Mehrfamilienhauses an der Paul-Lakämper-Straße aus.

In einer benachbarten Großstadt von Gütersloh kam es am Samstag (17. April) ebenfalls zu einem Feuer: Ein ehemaliges Hotel in Bielefeld ist nach einem Großbrand einsturzgefährdet und die Ermittler der Polizei arbeiten auch hier mit Hochdruck daran, die Brandursache aufzuklären.

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Gütersloh

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