Eichen-Prozessionsspinner befällt Wälder

Neue Nester aufgetaucht: Gefährliche Raupe breitet sich in Gütersloh weiter aus

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Der Eichen-Prozessionsspinner treibt im Kreis Gütersloh sein Unwesen. Die Raupe ist gefährlich für Mensch und Tier.

Raupen-Alarm in Gütersloh: Nach Angaben der Stadt wurden weitere Nester des Eichen-Prozessionsspinners entdeckt. Die Meldungen im Kreis-Gebiet werden mehr.

  • Neue Nester in Gütersloh entdeckt
  • Brennhaare lösen allergische Reaktionen aus
  • Spielplätze gesperrt

Update vom 10. Juli. Die giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners sind nun auch in Enger aufgetaucht. Ein aufmerksamer Bewohner entdeckte ein Nest an einem Friedhof im Kreis Herford. Er meldete seinen Fund der Stadt.

Außerdem wurden kürzlich in Werther drei Leichen entdeckt. Die Polizei vermutet ein Familiendrama.

Update vom 3. Juli.  Nun wurde der Eichen-Prozessionsspinner auch in Bielefeld gefunden. Das Nest befindet sich auf einem Friedhof in der Stadt. Der Bereich wurde bereits abgesperrt. Experten sind vor Ort und kümmern sich um das Entfernen der giftigen Raupe.

Update vom 2. Juli.  Die giftige Raupe wurde jetzt auch auf dem Gelände der Brüder-Grimm-Schule in Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh entdeckt. Teile des Schulhofes und des Spielplatzes wurden umgehend gesperrt. Experten seien bereits vor Ort. Erst kürzlich wurden Nester des Eichen-Prozessionsspinners im Rhedaer Forst gefunden.

Update vom 26. Juni. Dem Kreis Gütersloh werden weiterhin Nester des giftigen Eichen-Prozessionsspinners gemeldet. Viele wurden bereits entfernt. Nach Angaben des Regionalforstamtes Ostwestfalen-Lippe hat es diese Raupe "schon immer" gegeben. Allerdings könne sie sich im heißen Sommer besonders gut vermehren.

So können die Tiere erkannt werden:

  • fünf Zentimeter lang
  • behaart
  • dunkle Rückenlinie

Update vom 25. Juni. Der Eichen-Prozessionsspinner sorgt nach wie vor Ärger. Nun wurde die giftige Raupe auch an der Grundschule, am Cronsbachstadion und auch auf einem Spielplatz (Hilterweg) in Steinhagen entdeckt.

Bereits in der vergangenen Woche wurden Experten alarmiert, um die Eichen im Stadion zu "reinigen". Ansonsten hätte das internationale Fußball-Jugendturnier in Steinhagen möglicherweise auf der Kippe gestanden. Auch am Hilterweg sind Fachleute vor Ort. 

Update vom 21. Juni, 9.38 Uhr. Nach der Veröffentlichung dieses Textes auf owl24.de erreichen die Redaktion immer weitere Hinweise zu möglichen Nestern des Eichen-Prozessionsspinner. Auch über den Kreis Gütersloh hinaus – beispielsweise an den Externsteinen im Kreis Lippe oder in Hamm – seien die Raupen entdeckt worden.

Update vom 19. Juni, 13.36 Uhr. Nach Informationen einer Leserin von owl24.de treibt der Eichen-Prozessionsspinner auch in Borgholzhausen sein Unwesen: Der Spielplatz am Bürgerpark wurde vor mehreren Tagen abgesperrt. Auch an der Volksbank sollen die giftigen Tierchen gesichtet worden sein.

Auch in Borgholzhausen im Kreis Gütersloh wurden die gefährlichen Raupen entdeckt.

Erstmeldung vom 19. Juni, 10.36 Uhr. Gütersloh – An mehreren Stellen in Gütersloh wurden weitere Nester gefunden. Die Brennhaare der Eichen-Prozessionsspinner sind giftig und können bei Menschen Ausschläge, allergische Reaktionen und Augenentzündungen auslösen. Die kleinen gefräßigen Tiere breiten sich wegen der anhaltenden Trockenheit in der Region immer weiter aus. Am Mittwoch (19. Juni) sind für Gütersloh schwere Gewitter und Schauer angekündigt. Möglicherweise ziehen sich die Raupen dann etwas zurück.

In Gütersloh wurde eine Leiche entdeckt: Die Polizei hat einen Verdacht, wer der tote Mann in einem See sein könnte.

Gütersloh: Raupen breiten sich weiter aus

Nachdem die Bäume an der Hans-Böckler-Straße in Gütersloh erfolgreich abgesaugt wurden, tauchten jetzt noch weitere Nester des Eichen-Prozessionsspinner auf. Betroffen ist nun der Rhedaer Forst, warnt Sonja Wolters, Leiterin des Fachbereichs Umweltschutz. In der Nähe von Gütersloh, im Münsterland, vermehrten sich die Tiere bereits 2018 explosionsartig.

Expertin aus Gütersloh ruft zur Vorsicht auf

Sie ruft die Gütersloher verstärkt zu Aufmerksamkeit und Achtsamkeit auf. Die feinen Haare können eine sogenannte Raupendermatitis auslösen. Es gibt drei verschiedene Erscheinungsbilder:

  • als Quaddeln
  • Hautenzündung
  • Papeln, die wie Insektenstiche aussehen

In einem langen Abschnitt der Ems im Kreis Gütersloh findet seit Kurzem ein massenhaftes Fischsterben statt. Noch ist die Ursache dafür unklar.

Gütersloh: Raupe bevorzugt Wälder

Der Eichen-Prozessionsspinner bevorzugt Wälder, wie etwa Eichen-Hainbuchenwälder und Kiefernwälder mit Eichenbewuchs. Besonders beliebt sind trockene und helle Orte, aber auch in Eichen-Ulmen-Auen. Sie treten allerdings auch in anderen Lebensräumen an Einzelbäumen auf, wie etwa auch in Gütersloh an Straßenrändern und Parks.

Spielplätze in Gütersloh gesperrt

Im Kreis Gütersloh wurden bereits Plätze für Kinder dicht gemacht:

  • Loxtener Grundschule in Versmold
  • Brockhagener Grundschule in Steinhagen

Die Stadt Gütersloh warnt: Die Tiere sollten nicht berührt werden. "Nacken, Hals, Unterarme und Beine sollten geschützt werden und befallene Gebiete sollten gemieden werden", heißt es. Bekämpft werden die Eichen-Prozessionsspinner von Experten.

Auch Haustiere können von der gefährlichen Raupen befallen werden. Wer Nester entdeckt, kann diese online auf der Homepage der Stadt Gütersloh melden.

Est vor Kurzem wurde ein Senior von einem Radfahrer erfasst. Dabei wurde der Mann schwer verletzt. Nun hat die Polizei Gütersloh ein Phantombild veröffentlicht.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Mittwoch (19. Juni) neue Details zu der getöteten Frau aus Borgholzhausen bekannt gegeben, demnach wird eine Nachbarin (53) verdächtigt. Sie hatte an Pfingsten noch den Notarzt gerufen. Der Fall nimmt eine drastische Wende. Am ZOB in Gütersloh eskalierte offenbar ein Streit zwischen zwei Männern. Einer von ihnen wurde von der Polizei mit einer Stichverletzung aufgefunden.

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