Mehrere Stellen in Gütersloh gestrichen

Sparprogramm bei Miele: Tausend Stellen fallen weg

Der Hersteller Miele baut Stellen ab – unter anderem auch in Guetersloh.
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Der Hersteller Miele baut Stellen ab – unter anderem auch in Gütersloh.

Nach einer Beratung durch McKinsey: Der Hersteller Miele baut weltweit Stellen ab. Insbesondere am Standort Gütersloh fallen bis 2025 Arbeitsplätze weg.

  • Miele baut weltweit über 1000 Stellen ab
  • Unter anderem Waschmaschinenwerk in Gütersloh betroffen
  • Neue Strukturen und Standorte im Ausland

Gütersloh – Bis Ende 2012 soll der Abbau sozialverträglich vollzogen sein: Der Hausgeräte-Hersteller Miele baut weltweit über 1000 Stellen ab. Von der Maßnahme sind allein in Deutschland rund 240 Stellen betroffen. Mit der Maßnahme erhofft das Unternehmen, jährlich bis zu 190 Millionen Euro einzusparen.  

Zuvor hat das Beratungsunternehmen McKinsey zu dem Sparprogramm namens "Design2Excellence" geraten. In einer zweiten Etappe ist besonders das Waschmaschinenwerk in Gütersloh betroffen: Bis zum Jahr 2025 werden hier weitere 650 der 5530 Arbeitsplätze wegfallen. Insgesamt beschäftigt Miele in Deutschland über 11.000 Beschäftigte. Weltweit zählt das Unternehmen 20.200 Mitarbeiter und genießt einen guten Ruf – auch bei einer Prüfung der Stiftung Warentest schnitt eine Spülmaschine des Herstellers gut ab.

Miele verlagert Stellen von Gütersloh nach Kaserów

Während das Unternehmen aus Gütersloh Stellen abbaut, errichtet Miele simultan ein neues Werk in Kaserów: Im Jahr 2025 soll dort die Produktion in Polen eröffnet werden. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Stellen im digitalen Bereich aus, denn um den Konkurrenzdruck stand zu halten plant das Unternehmen in Amsterdam 470 neue Stellen ein.

Durch die Umstrukturierungen wird mit alteingesessenen Traditionen gebrochen:"120 Jahre nach seiner Gründung stellt sichMiele grundlegend neu auf", heißt es in der Pressemitteilung des Herstellers.

Neben dem Waschmaschinenwerkin Gütersloh spart Miele auch in einer anderen Stadt in OWL bis zu 180 Arbeitsplätze ein: Das Miele-Werk in Bielefeld für Staubsauger und Geschirrspüler baut ebenfalls bis Ende 2020 Stellen ab. Jedoch werden bei dieser Maßnahme Kündigungen vermieden. Stattdessen sollen Stellen nicht neu besetzt werden.

Gütersloh: Asien erhöht Druck auf Miele

Da der Hausgeräte-Hersteller Miele aus Gütersloh bereits 70 Prozent seines Umsatzes außerhalb von Deutschland erwirtschaftet, kommt die Nachricht des Stellenabbaus bei Miele nicht allzu überraschend. Insbesondere der Markt in Asien hat einen Einfluss auf das Unternehmen. So führten Restriktionen in China und Unruhen in Hongkong zu Behinderungen im Handel. Dafür erhöhte die Kooperation mit der koreanischen Tochterfirma Yujin Robot den Umsatz um 1,5 Prozent.

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