Gründe noch unbekannt

Tausende Fische tot – Massensterben in der Ems 

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In der Ems bei Gütersloh sterben momentan tausende Fische (Symbolbild).

Warum sterben die Fische? In der Ems im Kreis Gütersloh findet seit Kurzem ein massenhaftes Fischsterben statt. Der betroffene Abschnitt ist zu einer wahren Todeszone geworden.

  • Fischsterben in der Ems in Gütersloh
  • Todeszone von acht bis zehn Kilometern
  • Ursache unklar

Gütersloh – Massenhaftes Fischsterben auf einer Länge von acht bis zehn Kilometern. Bereits Anfang der Woche meldeten mehrere Bürger, dass sie tote Fische in der Ems zwischen Rheda-Wiedenbrück und Herzebrock-Clarholz entdeckt hätten. Das Landesamt für Natur- und Umweltschutz NRW nahm umgehend Proben, die nun untersucht werden. Der Kreis Gütersloh geht davon aus, dass die Fische schon länger tot gewesen sein könnten, da einige schon stark aufgebläht waren.

Ein 27-Jähriger wurde überfallen und ausgeraubt. Die Polizei Gütersloh sucht nun Zeugen.

Fischsterben in Gütersloh: Kaum noch Lebewesen in der Ems

Gegenüber dem WDR berichtete ein Angler vom Sportfischereiverein Rheda-Gütersloh: "Auf einer Länge von acht bis zehn Kilometern gibt es kaum noch lebende Flusstiere". So etwas habe er noch nie gesehen. Insgesamt sind zehn Arten betroffen. Unter anderem Schleien, Rotaugen, Barsche und Aale, die erst vor Kurzem für 2000 Euro ausgesetzt wurden. Eine Neuansiedlung der Fische würde schätzungsweise 20000 Euro kosten. 

Am Mittwoch (26. Juni) rückten Feuerwehr, THW DLRG und der Sportfischerverein Rheda-Gütersloh aus, um die Situation zu retten. Gegen den Sauerstoffmangel wurde das Wasser abgepumpt und zurück in die Ems geleitet. So erhofft man sich, den Sauerstoffgehalt wieder anzuheben.

Ursachenforschung nach dem Fischsterben in der Ems bei Gütersloh

Die Ergebnisse der Untersuchung werden in den nächsten Tagen erwartet. Möglich ist, dass die hohen Temperaturen Auslöser für das Sterben in Gütersloh sind. Die Hitze führt zu Sauerstoffmangel. Durch den niedrigen Wasserstand herrscht nur eine schwache Strömung. Auch Algen könnten sich durch die Wärme rasant vermehrt haben. Jetzt heißt es also, gespannt auf die Ergebnisse der Untersuchungen zu warten.

"Dann erst kann man überhaupt sagen, was die wirkliche Ursache war, ob die natürlich oder von Menschen gemacht ist, ob sich das wieder ereignen kann und was für einen Zustand das Gewässer jetzt hat für die spätere Wiederbesatzmaßnahme, die ja erfolgen muss. Denn wir sind ja jetzt wahrscheinlich auf dem Stand von Null angekommen", sagt Marcus Borgmann vom Sportfischereiverein Rheda-Gütersloh gegenüber dem WDR.

Im letzten Jahr waren die Fische auch im Kreis Lippe in Gefahr. Grund war der Wassermangel, der allerdings nicht nur durch die hohen Temperaturen entstand. In Gütersloh finden zur Zeit Dreharbeiten für eine Neuverfilmung des Klassikers "Lassie" statt. Gedreht wird auch am Wasserschloss Tatenhausen. 

Auch der unbeliebte Eichen-Prozessionsspinner treibt in diesem Jahr wieder sein Unwesen. Die Stadt Gütersloh warnt, dass wieder vermehrt Nester der giftigen Raupe entdeckt wurden. Auf der Prekerstraße in Gütersloh kam es zu einem Unfall, indem eine Tochter und ihre Mutter involviert waren. Ihre Autofahrt endete desaströs. Ein Abbiegemanöver lief schief. 

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