Traditionsveranstaltung

Martinsumzüge in NRW abgesagt: „Laterne gehen“ trotz Coronavirus erlaubt?

Wegen der Coronavirus-Pandemie wurden sämtliche Martinsumzüge in NRW abgesagt. Doch wer in Gütersloh „Laterne gehen“ möchte, darf das unter Auflagen tun.

Gütersloh – „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“, schallt es am Martinstag, der traditionell am 11. November stattfindet, durch die Gassen von Gütersloh. Doch in diesem Jahr ist alles etwas anders. Die Laternenumzüge sind in NRW und ganz Deutschland wegen des Coronavirus abgesagt worden.

Zwei neue Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 stehen, meldete am Mittwoch (11. November) das Landeszentrum für Gesundheit NRW für den Kreis Gütersloh. Damit sind in der Region seit Beginn der Pandemie 28 Menschen gestorben. 113 Neuinfektionen wurden im Vergleich zum Vortag registriert. An Großveranstaltung denken die meisten Menschen schon lange nicht mehr. Doch muss auch das „Laterne gehen“ mit den Kindern grundsätzlich ausfallen?

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Gütersloh (NRW): „Laterne gehen“ und Martinssingen Corona-Zeiten

Der Martinstag hat auch in Gütersloh (NRW) schon lange Tradition. Doch aufgrund der Coronavirus-Pandemie finden die Umzüge in diesem Jahr nicht statt. Auch das „Laterne gehen“ in großen Gruppen ist nicht erlaubt, da es die aktuellen Corona-Regeln nicht zulassen. Nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei es nach wie vor oberste Priorität die hohen Infektionszahlen in Deutschland zu reduzieren.

Kontakte sollen bekanntlich vermieden werden. „Das Martinssingen müsse daher kritisch hinterfragt werden“, äußerte sich Thomas Habig, Leiter Fachbereich Ordnung, in einem Artikel der NW. Unter strikter Einhaltung der Coronaschutzmaßnahmen können Familien jedoch mit ihren Kindern einen kleinen Laternenumzug in Gütersloh (NRW) machen. Das Ordnungsamt wird die Einhaltung der Regeln überprüfen und gegebenenfalls Strafen verhängen .

Gütersloh (NRW): „Laterne gehen“ und Martinssingen – Corona-Regeln müssen eingehalten werden?

Während des Teil-Lockdowns in Deutschland gelten für alle Menschen strenge Auflagen. Im Freien dürfen sich maximal zwei Haushalte mit zusammen maximal zehn Personen treffen. Diese Regel gilt natürlich auch für einen geplanten Laternenumzug durch die Stadt Gütersloh* in NRW. Bei derartigen Veranstaltungen sollten Eltern ihre Kinder nicht aus den Augen verlieren und nicht nur auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln achten, sondern auch ihrer Aufsichtspflicht nachkommen.

Zwei befreundete Familien mit Kindern könnten demnach mit ihren Laternen durch die Gütersloher Nachbarschaft laufen. Die Overbergschule macht traditionell am Martinstag einen Umzug zum nahegelegenen Seniorenheim. Doch dieser fällt 2020 aus. Daher hat sich die Schule ein Alternativprogramm überlegt. Im Kunstunterricht wurden fleißig Laternen und Fensterbilder gebastelt. Bei Eintreten der Dunkelheit erwachen diese zum Leben und schenken jedem vorbeifahrenden und vorübergehenden Menschen ein Licht. (*Owl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini

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