Rettungsmaßnahmen

Notarzteinsatz im Corona-Impfzentrum – Kreis Gütersloh nennt Hintergründe

Im Impfzentrum Gütersloh löste ein medizinischer Notfall einen Rettungseinsatz aus. Eine Person musste wiederbelebt werden.

Gütersloh – Zu einem Notarzteinsatz ist es am Donnerstag (20. Mai) im Impfzentrum Gütersloh gekommen. Das teilte die Kreisverwaltung am heutigen Freitag (21. Mai) in einer Pressemitteilung mit. Aus der Meldung geht hervor, dass noch vor Eintreffen der Rettungskräfte eine Person wiederbelebt werden konnte. Die Reanimationsmaßnahmen wurden vor Ort von medizinischen Fachkräften durchgeführt.

StadtGütersloh
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Medizinischer Notfall im Impfzentrum Gütersloh

Durch den Einsatz eines Defibrillator konnte der Patient reanimiert werden, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung des Kreises Gütersloh. Das medizinische Fachpersonal vor Ort habe schnell und richtig reagiert, sodass die Wiederbelebungsmaßnahmen am Ende belohnt wurden. Die Person überlebte.

Der Kreis und die Leitung des Impfzentrums in Gütersloh haben sich dazu entschlossen diesen Zwischenfall zu veröffentlichen, um auf die Hintergründe hinzuweisen. Der Patient soll nicht aufgrund einer Corona-Impfung zusammengebrochen sein und wurde auch nicht aus diesem Grunde reanimiert. „Es handelte sich um einen medizinischen Notfall, der sich auch an jedem anderen Ort hätte ereignen können“, teilten die Verantwortlichen mit.

Gütersloh: So leisten Sie Erste Hilfe in Corona-Zeiten

Viele Menschen sind aufgrund der Coronavirus-Pandemie* verunsichert, wenn es um Erste Hilfe geht. Nicht selten stehen sie vor der Frage: „Wie kann in Zeiten von Corona Erste Hilfe ausgeführt werden?“ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat daher einige Tipps, die wir hier zusammengefasst haben:

  • Jede und jeder kann und muss im Maße der Zumutbarkeit und ohne sich selbst zu gefährden, in Deutschland Erste Hilfe leisten, wenn sie/er sich nicht strafbar machen möchte.
  • Die eigene Sicherheit steht auch in Corona-Zeiten an erster Stelle. Bei den Erste-Hilfe-Maßnahmen sollte daher nach Möglichkeit der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden.
  • Wenn näherer Kontakt bei der Ersten Hilfe notwendig ist, zum Beispiel bei Verletzungen, sollte ein Mund- und Nasenschutz getragen werden. Auch der Verletzte sollte nach Möglichkeit eine Schutzmaske bekommen.
  • Sind Sie als Helfer in Sicherheit sollte der Notruf 112 zeitnah abgesetzt werden. Außerdem sollte mit dem betroffenen Opfer kommuniziert werden. Dazu gehören folgende Punkte: Beruhigen, darüber informieren, dass Hilfe unterwegs ist, und so lange beim Verletzten bleiben, bis der Rettungsdienst vor Ort ist.
  • Tritt ein Herz-Kreislaufstillstand ein, sollte in der aktuellen Situation der Corona-Pandemie auf die Mund-zu-Mund-Beatmung verzichtet werden. Stattdessen kommt die Herzdruckmassage zum Einsatz (100- 120 Mal pro Minute) – und zwar so lange, bis der Rettungsdienst übernimmt.
  • Die Helferin oder der Helfer sollte den Einsatzkräften die eigenen Kontaktdaten geben, um erreichbar zu sein, für den Fall, dass bei der betroffenen Person nachträglich eine infektiöse Erkrankung mit dem Coronavirus festgestellt wird.
  • Ein Risikopatient mit Symptomen einer Corona-Infektion sollte an einem Patienten keine direkte Erste Hilfe leisten, sondern sich auf die Organisation der Hilfe beschränken und den Notruf 112 wählen.

DIe Inzidenz in Gütersloh ist zuletzt immer weiter gesunken. Seit Mittwoch (19. Mai) ist im Kreis Gütersloh wieder „Click & Meet“ möglich, weil der Wert unter der kritischen Marke von 150 liegt. (*msl24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa

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