Kreis Gütersloh

Standort für Corona-Impfzentrum steht fest: Umbau läuft bereits

Der Kreis Gütersloh bekommt ein eigenes Impfzentrum. Dafür steht nicht nur bereits der Standort fest, auch die Umbauarbeiten sind in vollem Gange.

Update: 2. Dezember, 11.45 Uhr. Seit dem 27. November steht fest, wo das Impfzentrum im Kreis Gütersloh eingerichtet werden wird. Die Wahl des Standortes fiel auf den ehemaligen Supermarkt für die britischen Streitkräfte, den sogenannten NAAFI-Shop, an der Marienfelder Straße direkt neben dem Flughafen Gütersloh.

Der Komplex hat sich aus vielerlei Gründen gegen die anderen Standorte durchgesetzt. Wie der Kreis Gütersloh mitteilt, überzeugte das Gebäude durch die meisten Punkte in der Bewertung folgender Kriterien: „Größe der Immobilie, Erreichbarkeit, Verfügbarkeit, Sicherungsmaßnahmen, Technik, Anschlüsse, Hygiene, örtliche Lage (Einzugsgebiet)[...]“. Zusätzlich steht die Halle bereits seit vier Jahren leer und kann theoretisch zeitlich unbegrenzt als Impfzentrum genutzt werden. Am 16. Dezember treten in Deutschland schärfere Corona-Regeln in Kraft. Trotz des Lockdowns bleiben in NRW einige Geschäfte für Kunden geöffnet, die wir in einem Artikel für Sie zusammengefasst haben.

Das Impfzentrum im Kreis Gütersloh kommt in den ehemaligen NAAFI-Shop nahe dem Flughafen.

Die Umbauarbeiten zum Impfzentrum sind mittlerweile in vollem Gange, unter anderem sollen Zwischenwände herausgerissen und der Fußboden überarbeitet werden. Die Strom- und Wasseranschlüsse müssen nach vier Jahren Leerstand ebenfalls erneuert werden. Bis zum 15. Dezember sollen die Arbeiten beendet sein. Es werden mehrere Impfstraßen in dem Impfzentrum im Kreis Gütersloh für jeweils 70.000 Einwohner geplant.

Kreis Gütersloh
Einwohner364.938
BundeslandNRW

Massenimpfungen im Kreis Gütersloh ab Mitte 2021

Update: 26. November, 19.20 Uhr. Eine „Skizze zur Impforganisation in Nordrhein-Westfalen“, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt, verschafft nun Einblicke in die Impfstrategie des NRW-Gesundheitsministeriums. Demnach sollen in einer Frühphase ab Mitte Dezember „vulnerable Personengruppen und medizinisches Personal in Krankenhäusern sowie Pflegekräfte in Heimen geimpft werden, ab März auch Beschäftigte der kritischen Infrastruktur sowie ambulantes medizinisches Personal und ambulante Pflegekräfte.“

Das Gesundheitsministerium NRW geht davon aus, dass allein in der ersten Welle rund 900.000 Personen geimpft werden sollen. Davon etwa 150.000 in Krankenhäusern. Viele der vulnerablen Personen sollen an ihrem Wohnort oder in den Heimen geimpft werden. Ein Ansturm auf die Impfzentren wie dem im Kreis Gütersloh wird dann ab März erwartet. Zu der Beschaffenheit der Zentren steht in der Skizze: „Die Größe der einzurichtenden Impfzentren muss sich an der Bevölkerungszahl eines Kreises bzw. einer kreisfreien Stadt orientieren. In der Startphase - mit nur einem Impfstoff (Biontech) und einer höheren Anzahl der aufsuchenden Impfungen - müssen etwa 10.000 Impfungen/Monat/100.000 Einwohner in der Impfstelle ermöglicht werden.“

DRK will Impfzentrum im Kreis Gütersloh unterstützen

Update: 26. November, 13.30 Uhr. Das Impfzentrum im Kreis Gütersloh ist beschlossene Sache. Doch wo und wann es umgesetzt werden kann, muss sich noch zeigen. Hilfsangebote kommen aus verschiedenen Richtungen. In einem Brief an Landrat Sven-Georg Adenauer bot nun auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seine Hilfe an.

Das DRK ist bereit, bei dem Aufbau und Betrieb des Impfzentrums im Kreis Gütersloh zu helfen. Doch nicht nur medizinisches Personal soll gestellt werden, auch Logistik, Verwaltung und Betreuung der Impfpatienten möchte die Gesellschaft übernehmen. Bislang hat der Kreis Gütersloh noch nicht öffentlich auf das Angebot reagiert.

EIn Impfzentrum für den Kreis Gütersloh

Gütersloh – Es war ein Lichtblick mitten in der zweiten Corona-Welle: Die Pharma-Unternehmen Pfizer aus den USA und Biontech aus Mainz haben gemeinsam einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt, der eine äußerst hohe Wirksamkeit von mindestens 95 Prozent aufweist. In einer Zeit, in der die Infektionen außer Kontrolle geraten sind und fast ungebremst ansteigen, ruhen die Hoffnungen fast aller Bürger auf der Impfstoff-Forschung. Kein Wunder, dass sowohl Politiker als auch Forscher große Erwartungen an die bald folgenden Impfungen haben.

Kreis Gütersloh: Impfzentrum bereits im Dezember

Die guten Forschungsergebnisse, die übrigens auch der zweite, ebenfalls vielversprechende Impfstoff des US-Unternehmens Moderna aufweist, führen aktuell zu einer Zulassung im Eilverfahren. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich bereits zuversichtlich, dass noch vor Weihnachten, oder kurz nach dem Jahreswechsel mit den Impfungen begonnen werden könne. Dazu werden nun bundesweit Impfzentren geplant – auch der Kreis Gütersloh wird eines bekommen.

Am Montag (23. November) sprach NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mit den Oberbürgermeistern und Landräten der Kreise in OWL über die Vorbereitungen. Dabei betonte der Minister:

„Ich will, dass jeder Kreis ein Impfzentrum bekommt.“

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU)

Geschehen solle das noch vor Weihnachten. Neben dem Kreis Gütersloh, wo einer der Impfstoffe zukünftig hergestellt werden wird, bekommen demnach auch die übrigen fünf Kreise und die kreisfreie Stadt Bielefeld jeweils ein eigenes Impfzentrum. Laumann denkt dabei an möglichst große Areale mit vielen Parkplätzen.

Corona in NRW: Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will Impfzentren in allen Landkreisen in OWL.

Corona-Impfzentrum im Kreis Gütersloh: Mehrere Kandidaten

Obwohl die Kreisverwaltung sich dazu bisher noch nicht äußerte, gibt es mehrere Orte im Kreis Gütersloh, an denen ein Impfzentrum installiert werden könnte. Dazu gehören zum Beispiel das A2-Forum in Rheda-Wiedenbrück oder die OWL-Arena in Halle. Bei den Nachbarn im Münsterland* stehen viele Locations schon fest: In Münster ist etwa die Halle Münsterland ein sehr wahrscheinlicher Kandidat für ein Impfzentrum.* Im Kreis Steinfurt wird der Flughafen Münster/Osnabrück zum Corona-Impfzentrum umfunktioniert.

Die Nachricht, dass eine erfolgreiche Corona-Impfung in so greifbare Nähe gerückt ist, sorgt nicht nur im Raum Gütersloh für große Zuversicht. Auch der Leiter des Corona-Krisenstabs in Bielefeld, Ingo Nürnberger, kann seine Freude kaum verhehlen: „Dass wir jetzt schon ein Impfzentrum planen können, ist eine der besten Nachrichten der vergangenen Monate.“ Jetzt liegt es an den Kreisen, sich um geeignete Orte zu kümmern. Zunächst sollen Pflegebedürftige, ältere Menschen und Vorerkrankte geimpft werden. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

Rubriklistenbild: © Stefan Puchner/dpa

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