Produktionsaufstockung

Coronavirus-Impfstoff von Biontech kommt bald aus NRW

Im Kampf gegen das Coronavirus setzt die Bundesregierung auf die Corona-Impfung. Das Serum ist noch Mangelware. Doch bald soll das Mittel von Biontech/Pfizer im Raum Gütersloh produziert werden.

Update: 15. Januar, 10.35 Uhr. Es gibt offenbar neue Informationen zu der geplanten Corona-Impfstoff Produktion im Kreis Gütersloh. Ursprünglich sollte die Herstellung des Serums bereits im Januar gestartet sein. Doch beim Pharmakonzern Baxter in Halle-Westfalen gab es Verzögerungen. Deshalb wurde der Start nach hinten verschoben.

Spätestens Anfang März soll es nun aber mit der Auftragsfertigung des Corona-Impfstoffs von Biontech losgehen, berichtet das Westfalen-Blatt. Für das US-Unternehmen Novavax soll später auch ein Vakzin im Kreis Gütersloh hergestellt werden. Wir berichten weiter.

Stadt Halle-Westfalen (Kreis Gütersloh)
Einwohner21.577 (31. Dezember 2019)
BundeslandNRW

Gütersloh: Baxter übernimmt Produktion des Corona-Impfstoffes von Biontech in Halle-Westfalen

Erstmeldung: 14. Januar. Die Meldungen zur Coronavirus-Pandemie* überschlagen sich beinahe täglich. Neben der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen lag auch die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Deutschland, die im Zusammenhang mit dem Virus SARS-CoV-2 stehen, konstant bei über 1000. Bei den Corona-Impfungen ging es hingegen bisher nur langsam voran. Schon sehr bald soll sich dieser Zustanden jedoch ändern.

Im nordrhein-westfälischen Halle-Westfalen bei Gütersloh* soll demnächst der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer hergestellt werden. Die Produktion des Serums soll der US-Pharmakonzern Baxter übernehmen. Bisher produzierten die rund 800 Mitarbeiter des Unternehmens vor allem Krebsmedikamente. Für die Herstellung des Vakzins sollen zusätzliche Arbeitskräfte angeheuert werden, berichte der WDR am Mittwoch (13. Januar).

Gütersloh: Corona-Impfstoff von Biontech ist Mangelware in NRW – Serum wirkt auch gegen Mutation

Seit Wochen sind die meisten Impfzentren in Deutschland bereit für den Start. Doch einige Einrichtungen konnten mit ihrer Arbeit noch nicht loslegen, da es Stand heute noch zu wenig mRNA-Corona-Impfstoff von Biontech* und den anderen Herstellern gibt. Damit sich dieser Zustand endlich ändert, soll der Wirkstoff gegen das Coronavirus nun auch in NRW hergestellt werden. Das Werk des US-Pharmakonzerns Baxter, das sich nahe der Stadt Gütersloh befindet, wurde Medienberichten zufolge bereits im Dezember 2020 als Produktionsstandort ausgewählt.

Das Unternehmen hatte sich zu den Meldungen bislang nicht geäußert. Nun bestätigte Baxter den Deal jedoch. In welchen Mengen der Corona-Impfstoff von Biontech im Kreis Gütersloh demnächst hergestellt werden wird, ist jedoch weiter unklar. Der US-Pharmakonzern machte dazu noch keine detaillierten Angaben. Auch über den Produktionsstart, der wohl schon im Januar erfolgen sollte und verschoben wurde, gibt es keine Informationen. Virologen sind sich inzwischen aber ziemlich sicher, dass der Corona-Impfstoff auch gegen die bereits bekannten Coronavirus-Mutationen* helfen wird.

Coronavirus in Gütersloh: Baxter produziert zukünftig wohl zwei Impfstoffe

Man sei in den letzten Vorbereitungen, sagte ein Unternehmenssprecher des US-Pharmakonzerns Baxter dem WDR. Im Corona-Impfzentrum in Gütersloh*, sowie in den anderen Einrichtungen in NRW könnte demnach bald deutlich mehr Menschen gegen das Virus SARS-CoV-2 geimpft werden. Neben dem Wirkstoff von Biontech und Pfizer soll noch ein weiteres Serum vom US-amerikanischen Hersteller Novavax produziert werden. Die EU prüft derweil die Zulassung eines dritten Corona-Impfstoffs, der auch nach Deutschland kommen könnte (Mehr dazu lesen Sie in unserem aktuellen Newsticker zum Coronavirus in NRW.)

In Gütersloh wurde erst vor wenigen Tagen die Ausgangssperre aufgehoben*, nachdem der Inzidenzwert etwas gesunken war. Noch immer gelten in der Region jedoch strenge Corona-Regeln*, um die Zahl der Neuinfektionen möglichst niedrig zu halten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appellierte daher erneut an die Menschen in Deutschland, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten. Wenn sich die Fallzahlen nicht signifikant verbesserten, könnte eine Verlängerung des Lockdowns bis Ostern drohen. (*Owl24.de und msl24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © dpa / Robert Michael (Fotomontage: Owl24.de)

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