Rettungseinsatz

Großbrand in Gütersloh: Hotelgast flüchtet auf Dach – und ist plötzlich verschwunden

In Gütersloh (NRW) brach ein Feuer in einem Elektronikgeschäft aus. Die Flammen drohten auf ein Hotel überzugreifen. Mehrere Gäste waren plötzlich in Gefahr.

  • Ein Großbrand beschäftigte die Feuerwehr in Gütersloh (NRW) in der Nacht zu Donnerstag (5./6. August).
  • In einem Elektronikmarkt in der Innenstadt war ein Feuer ausgebrochen.
  • Die Flammen drohten auf ein angrenzendes Hotel überzugreifen.

Gütersloh (NRW) – Der massive Feuerschein war schon aus großer Entfernung zu sehen, als der Elektronikmarkt an der Kökerstraße 6-8 in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (5./6. August) Feuer gefangen hatte. Gegen 2.20 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr Gütersloh ein. Die Flammen hatten sich rasch ausgebreitet und drohten auf ein angrenzendes Hotel überzugreifen, in dem zu diesem Zeitpunkt mehrere Gäste untergebracht waren.

Stadt Gütersloh
Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW)
Fläche969,2 Quadratkilometer
Bevölkerung361.828 (Stand: 2016)


Am 6. August brannte es in einer benachbarten Großstadt ebenfalls: In Bielefeld (NRW) wurde offenbar erneut ein Feuer vorsätzlich gelegt, obwohl die Waldbrandgefahr in NRW weiter ansteigt und die Ermittler der Polizei suchen mit Hochdruck nach den mutmaßlichen Brandstiftern.  In der Stadt brannte es am späten Donnerstagabend (6. August) erneut: In Bielefeld-Senne (NRW) wurden bei einem Wohnhausbrand zwei Bewohner schwer verletzt und ihre Haustiere, darunter ein Hund, kamen in der Flammenhölle um.  

Großbrand in Gütersloh: Bei Rettungsversuch – Hotelgast verschwindet wieder in Gebäude

Das Hotel befand sich in den oberen Etagen desselben Gebäudes. Als die Einsatzkräfte den Brandort in Gütersloh (NRW) erreicht hatte, befanden sich noch mehrere Personen im Inneren des brennenden Objekts. Ein Hotelgast war zunächst auf das Dach geflohen, um sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen. Die Person sei jedoch plötzlich verschwunden, als sie per Drehleiter gerettet werden sollte. Über ihre Facebookseite informierte die Feuerwehr über das laufende Einsatzgeschehen.

Zum Zeitpunkt des Großbrandes in Gütersloh waren in dem Hotel 15 Besucher untergebracht. Vier Personen konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Mit insgesamt acht Trupps unter Atemschutz wurde das brennende Gebäude durchkämmt. Dabei stießen die Retter auf einen Gast. Wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung musste diese Person in ein Krankenhaus gebracht werden. Am frühen Mittwochmorgen (5. August) ist es in der Stadt ebenfalls zu einem Unglück gekommen: In Gütersloh (NRW) hat sich ein Auto bei einem Unfall auf der Avenwedder Straße überschlagen, eine Person wurde in dem Wagen eingeklemmt.

Bei dem Großbrand in Gütersloh musste ein Patient mit einem Rettungswagen in eine Klinik transportiert werden, weil diese möglicherweise giftige Gase eingeatmet hatte (Symbolbild).

Gütersloh (NRW): Feuerwehr löscht Flammen – Gäste verlassen Hotel

Die übrigen Hotelgäste waren offenbar außer Haus und wurden nicht in der Gütersloher Unterkunft angetroffen. Die Kräfte der Feuerwehr löschten die Flammen mit zwei Hohlstrahlrohren. Das Elektrofachgeschäft wurde jedoch stark beschädigt: Die Räumlichkeiten wurden völlig zerstört. Die Besucher des Hotels haben die Unterkunft bereits verlassen.

Der Löschzug der Berufsfeuerwehr, der Löschzug Gütersloh und der Löschzug Avenwedde wurden von einem Notarzt sowie drei RTW unterstützt. 39 Retter kamen bei dem Großbrand in Gütersloh insgesamt zum Einsatz, der gegen 5:45 Uhr abgeschlossen war. Zur Brandursache haben die Ermittler der Polizei bislang keine Angaben veröffentlicht. In Brand gestecktes Styropor könnte das Feuer an der Kökerstraße 6-8 ausgelöst haben, berichtete das Westfalen-Blatt am heutigen Donnerstag (6. August). Kurz zuvor hatte es nicht weit entfernt ebenfalls gebrannt, in diesem Fall mit tragischen Folgen: Sieben Pferde starben bei einem Großbrand in Bad Oeynhausen (NRW), die Beamten sind weiterhin dabei, den Vorfall aufzuklären.

In Verl (Kreis Gütersloh) kam es derweil jüngst zu einem schweren Verkehrsunfall. Eine Seniorin (89) fuhr einen Mann an, der schwer verletzt wurde. Kurz darauf krachte es auch in Herzebrock-Clarholz (Kreis Gütersloh): Bei dem Unfall wurde auch ein Kleinkind schwer verletzt.

In Gütersloh kam es auf einer Baustelle zu einem schweren Arbeitsunfall. Zwei Männer wurden schwerst verletzt. Tragischerweise überlebte einer den Unfall nicht. In einem anderen Fall aus dem Kreis werden dringend Zeugen gesucht: In Rietberg (Kreis Gütersloh) wurde ein Motorradfahrer angefahren und anschliessend ausgeraubt.

Jüngst brannte es auch an anderer Stelle in OWL: Durch ein schweres Gewitter über Bielefeld musste die Feuerwehr zu drei Blitzeinschlägen ausrücken.

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Gütersloh

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