Versmold

20.000 Enten müssen sterben: Geflügelpestausbruch im Kreis Gütersloh

Die Vogelgrippe ist in einem Entenmastbetrieb im Kreis Gütersloh ausgebrochen. 20.000 Tiere müssen dort geschlachtet werden – obwohl das Testergebnis noch nicht eindeutig ist.

Gütersloh – Auf einem Hof im Kreisgebiet gibt es einen folgenschweren Verdacht: Dort soll die Geflügelpest ausgebrochen sein. Der Befund für Influenza A vom Typ H5 wurde vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen*-Lippe bestätigt. Das hat für den Betrieb in Versmold tragische Konsequenzen.

KreisGütersloh
Bevölkerung361.828
BundeslandNRW

20.000 Enten aus dem Kreis Gütersloh müssen wegen Vogelgrippe geschlachtet werden

Die Folge: Alle 20.000 Tiere des Entenmastbetriebs müssen umgehend geschlachtet werden, wie der Kreis Gütersloh am Dienstag (2. März) mitteilte. Der Verdacht war zuerst von einer Tierärztin geäußert worden, die den Hof betreut, woraufhin die genauere Untersuchung veranlasst wurde.

Die Proben werden nun erneut untersucht, dieses Mal vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Wenn das Ergebnis dabei ebenfalls positiv für die Geflügelpest ausfällt, treten weitere Sicherheitsmaßnahmen in Kraft. So würde rund um den betroffenen Hof in Versmold ein Sperrbezirk von drei Kilometern Durchmesser errichtet.

Geflügelpest im Kreis Gütersloh: Vogelgrippe für Hühner meist tödlich

Darüber hinaus müsste ebenfalls ein Beobachtungsgebiet eingerichtet werden, das einen Durchmesser von mindestens zehn Kilometern Durchmesser beträgt. Innerhalb dieses Bereichs im Kreis Gütersloh dürfte Geflügel auch von umliegenden Höfen nicht mehr transportiert werden.

Da die Geflügelpest eine sehr hohe Ansteckungsgefahr birgt, ist sie meldepflichtig und wird staatlich bekämpft – so auch im Kreis Gütersloh. Auch Menschen können sich mit der sogenannten Vogelgrippe anstecken, wenn sie intensiven Kontakt zu dem befallenen Geflügel hatten. Insbesondere bei Hühnern und Puten ist der Krankheitsverlauf ernst: Nahezu 100 Prozent von ihnen sterben durch die Infektion. Sollte das zweite Ergebnis aus dem Kreis Gütersloh negativ sein, ist es für die 20.000 Enten bereits zu spät: Sie müssen umgehend geschlachtet werden.

Wenn der Verdacht auf die Geflügelpest in Versmold bestätigt wird, muss ein Sperrbezirk eingerichtet werden. (Symbolbild)

Derweil müssen sich nicht nur Bewohner im Kreis Gütersloh vor der Geflügelpest wappnen. Auch in Hamburg, wo die Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers mit ihrem Hühnern auf einem Bauernhof lebt, besteht die Gefahr der Ansteckung. Die 45-Jährige, die gebürtig aus Paderborn stammt, hält seit ihrem Einzug auf dem Hof zahlreiche Hennen, über die sie ihre Follower bei Instagram auf dem Laufenden hält. (*msl24.de ist ein Angebot von IPPEN MEDIA)

Rubriklistenbild: © Arno Burgi/dpa/Archiv

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