Coronavirus-Pandemie

Winterferien in NRW verlängert – Kritik kommt aus Gütersloh

In NRW fangen die Winterferien früher an, um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus in den Schulen zu senken. Doch aus Gütersloh gibt es dafür Kritik.

Gütersloh – Zwei Tage früher als zunächst geplant werden die Schülerinnen und Schüler in Deutschlands bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen in die Winterferien entlassen. Bereits am 18. Dezember soll der letzte Schultag im Jahr 2020 sein, um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus vor Weihnachten einzudämmen, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gemeinsam mit der NRW-Landesregierung beschlossen hat. Doch die Meinungen zu dieser Entscheidung gehen in der Stadt Gütersloh weit auseinander.

StadtGütersloh
Einwohnerüber 334.000
BundeslandNRW

Gütersloh: NRW-Winterferien wegen Coronavirus verlängert – Kritik vom Schuldezernent

Mit der Verlängerung der Winterferien in NRW* soll den Familien die Möglichkeit gegeben werden, ihre Kontakte vor Weihnachten auf ein Minimum zu reduzieren. Durch die Vorverlegung können sich die Menschen nun auch in Gütersloh freiwillig fünf Tage vorher isolieren. So sollen die Familienfeiern zu Weihnachten möglichst ohne Coronavirus-Infektion über die Bühne gehen.

Doch Güterslohs Schuldezernent Henning Matthes ist von der Entscheidung der NRW-Landesregierung offenbar nicht so ganz überzeugt. Er äußerte Zweifel daran, dass die „Vorquarantäne“ wirklich etwas bringe. Außerdem ging ihm dieser Beschluss nicht weit genug. Man müsse auch darüber nachdenken, wie man die Schüler nach Weihnachten vor einer Coronavirus-Infektion besser schützen könne. In Bielefeld (NRW) überlegt man derzeit die Schulanfangszeiten zu ändern, um volle Schulbusse zu vermeiden.

Gütersloh: Schulen sehen Vor- und Nachteile bei der Verlängerung der NRW-Winterferien

Die Verantwortlichen der Schulen im Kreis Gütersloh haben unterschiedliche Meinungen zu der Vorverlegung der Winterferien in NRW. In Verl kann man mit dem Beschluss der Landesregierung offenbar leben. „Wenn es helfe, werde man natürlich mitziehen“, hieß es dazu in einem Bericht der NW am Donnerstag (12. November).

Doch in Gütersloh stehen die Schulen vor einem Problem. Das neue Konzept zu den verfrühten NRW-Winterferien bringt ihren Unterrichtsplan gewaltig durcheinander. Besonders in den Abschlussjahrgängen seien noch Klausuren geplant. Hier müsse nun umdisponiert werden. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © picture alliance / Felix Kästle/dpa

Kommentare