Quarantäne

Über 70 Personen mit Coronavirus infiziert – Fallzahlen im Kreis Gütersloh steigen weiter

Im Kreis Gütersloh in NRW sind aktuell über 70 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die Fallzahlen in der Region steigen weiter an.

Update: 1. Oktober, 14 Uhr. Die Infektionszahlen steigen weiter. Nachdem gestern noch 62 Krankheitsfälle gezählt wurden, sind nun aktuell 71 Personen im Kreis Gütersloh in NRW mit dem Coronavirus infiziert. Neun weitere Labortests waren demnach positiv. „Die COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage/100.000 Einwohner betragen für den Kreis Gütersloh laut RKI am 1. Oktober 11,8“, teilte die Kreisverwaltung am heutigen Donnerstag in einer Pressemitteilung mit. Ein Covid-19-Patient muss derzeit in einem Gütersloher Krankenhaus stationär behandelt, jedoch nicht beatmet werden.

Gütersloh (NRW): Über 60 Personen mit Coronavirus infiziert – sie gelten als akut krank

Erstmeldung: 30 . September. Die Zahl der Corona-Infizierten klettert weiter nach oben. 62 Personen sind aktuell im Kreis Gütersloh in NRW mit dem Coronavirus infiziert. Sie befinden sich in Quarantäne. Im Vergleich zum Vortag gibt es in der Region demzufolge acht Neuinfektionen. Zwei Covid-19-Patienten werden derzeit im Krankenhaus behandelt. Ein Erkrankter muss intensivmedizinisch betreut werden.

StadtGütersloh
Einwohner96.404
BundeslandNRW

Coronavirus in Gütersloh (NRW): Wie sehen die aktuellen Fallzahlen aus?

Am heutigen Mittwoch (30. September) zählt der Kreis Gütersloh aktuell 62 Corona-Infizierte, die als akut krank gelten, wie Radio Gütersloh berichtete. Der Inzidenzwert – er gibt die Zahl der Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner an – ist auf 14,8 gestiegen. Bis heute wurden in der Region etwa 3.000 Personen positiv auf das Coronavirus* getestet. Seit Beginn der Pandemie sind hier 20 Bewohner an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Zuletzt hatten sich am Städtischen Gymnasium Gütersloh vier Personen mit dem Coronavirus infiziert, sodass einige Jahrgänge in Quarantäne mussten und der Schulunterricht nur noch von Zuhause stattfinden konnte. Der Schulleiter Axel Rotthaus vermutete, dass sich die Schülerinnen und Schüler bei einer privaten Feier angesteckt haben könnten. Über 160 Mädchen und Jungen waren betroffen. Ab kommenden Freitag (2. Oktober) soll mit dem Distanz-Unterricht voraussichtlich Schluss sein. Dann soll in der Lehranstalt wieder der gewohnte Alltag zurückkehren. Die Infektionszahlen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Komunen:

KommuneAktuell bestätigte FälleBestätigte Fälle vom VortagTodesfälle
Borgholzhausen38390
Gütersloh8098032
Halle (Westfalen)76765
Harsewinkel1321291
Herzebrock-Clarholz1461450
Langenberg1011010
Rheda-Wiedenbrück109110900
Rietberg1661650
Schloß Holte-Stukenbrock86861
Steinhagen88868
Verl1731730
Versmold60590
Werther30303
Summe2996298220
Davon genesen29142908

Gütersloh (NRW): Bundesregierung verkündet neue Corona-Regeln

Nachdem sich in Bielefeld und Hamm in NRW bei privaten Feiern mehrere Personen mit dem Coronavirus infiziert hatten, verkündete die Bundesregierung nun neue Corona-Regeln. Aufgrund der aktuellen Fallzahlen in Gütersloh und ganz Deutschland gab es keine Lockerungen. Stattdessen gab es einen Beschluss, der sich genau auf eben solche Veranstaltungen bezieht:

  • Öffentliche Feiern, zum Beispiel in gemieteten Räumen, sollen auf 50 Teilnehmer begrenzt werden. Diese Regel soll in Kraft treten, sobald es in einem Gebiet innerhalb einer Woche mehr als 35 Neuinfektionen, auf 100.000 Einwohner bezogen, auftreten.
  • Bei privaten Feierlichkeiten gibt es keine vorgeschriebene Teilnehmeranzahl. Die Bundesregierung rät jedoch von Treffen in geschlossenen Räumen mit mehr als 25 Personen ab.
  • Ab einer Infektionsrate von mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern sollen Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf 25 begrenzt werden. Für private Räume wird in diesem Fall erneut dringend empfohlen, keine Feiern mit mehr als zehn Teilnehmern zu veranstalten.
  • Wer in Restaurants oder Cafés falsche Angaben bezüglich seiner Person macht, muss zukünftig mit einer Geldstrafe rechnen. Das Land NRW verhängt in so einem Fall ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. In der Pressekonferenz äußerte sich Angela Merkel (CDU) besorgt. „Ein solches Verhalten sei kein Kavaliersdelikt“, so die Bundeskanzlerin.

Zur Kasse gebeten wird in dem Fall der Gast und nicht der Wirt, stellte die Regierung klar. Die endgültigen Entscheidungen über die Corona-Maßnahmen in Gütersloh liegen weiterhin beim Land Nordrhein-Westfalen.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa/dpa-Bildfunk

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