Pandemie

Coronavirus-Lage in Gütersloh: Kommen Regel-Verschärfungen nach Weihnachten?

Das Coronavirus hat den Kreis Gütersloh weiterhin fest im Griff. Die Zahl der Neuinfektionen sowie die Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Erreger stehen, sind weiterhin hoch. Es drohen weitere scharfe Regeln.

Gütersloh – Die Zahl der gemeldeten Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen, hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Dem Robert Koch-Institutes (RKI) wurden in den vergangenen 24 Stunden 962 Todesopfer übermittelt. Bundesweit stieg die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf 24.740.

Der Kreis Gütersloh zählt aktuell rund 1.218 Coronavirus-Fälle (Stand: 21. Dezember). Außerdem wurden hier sieben weitere Todesfälle, die mit dem Virus Sars-CoV-2 in Verbindung stehen, registriert. Aus den derzeitigen Fallzahlen ergibt sich ein Inzidenzwert, der weit über der kritischen 200er-Marke liegt. Um die Zahlen senken zu können, drohen den Einwohnern nun eine erneute Verschärfung der bereits geltenden Corona-Regeln.

KreisGütersloh
Einwohner364.938 (31. Dez. 2019)
BundeslandNRW

Coronavirus in Gütersloh: Kreis appelliert an Einwohner – strengere Regeln nach Weihnachten?

Wie Radio Gütersloh am Mittwoch (23. Dezember) berichtet, möchte der Kreis die hohen Coronavirus-Infektionszahlen in der Region senken. Um dies zu schaffen, seien noch schärfere Schutzmaßnahmen vonnöten. Wie genau diese aussehen sollen, ist bisher nicht bekannt. Die Allgemeinverfügung mit neuen Einschränkungen soll jedoch erst nach Weihnachten verkündet werden.

Im Zuge des bevorstehenden Familienfests bliebe es zunächst bei den aktuellen Corona-Regeln. Der Kreis Gütersloh appellierte jedoch an alle Einwohner, sich an diese auch zu halten. Parallel zum Infektionsgeschehen bereite man sich auf die bevorstehende Impfung gegen das Coronavirus in NRW* vor. (In dem Newsticker erfahren Sie alle neusten Entwicklungen rund um die Corona-Impfstoffe.)

Gütersloh: Wegen Coronavirus – sämtliche Gottesdienste zu Weihnachten abgesagt

Im Kreis Gütersloh ist das Corona-Impfzentrum startklar und kann die Arbeit so bald wie möglich aufnehmen. Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus‘* über die Weihnachtsfeiertage möglichst zu verhindern, wurden alle Religionsgemeinschaften dazu aufgerufen, ihre Präsenzgottesdienste bis Januar abzusagen. In der Region ständen jetzt in einigen Gemeinden eigentlich bis zu zehn Gottesdienste auf dem Programm. Doch nachdem in Versmold, Rietberg und Verl entsprechende Corona-Ausbrüche festgestellt wurden, hatten die katholische und die evangelische Kirche bereits umgehend gehandelt.

In Verl mussten sich 160 Personen aus der Gemeinde in Quarantäne begeben. Der Inzidenzwert in der Stadt schnellte in die Höhe und liegt nun bei über 400. Sorge bereitet den Virologen auch weiterhin Mutationen des Coronavirus‘*, die zuletzt in Großbritannien und Südafrika verstärkt festgestellt worden waren. Der veränderte Virus soll bis zu 70 Prozent ansteckender sein. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © dpa / Bodo Schackow

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare