Ermittlungen erfolgreich

Coronavirus-Attacke? Radfahrerin bespuckt 10-Jährigen – Täterin gefasst

Eine Frau im Kreis Gütersloh bespuckte absichtlich einen 10-jährigen Jungen. Nun wurde die Radfahrerin aufgespürt.

  • In Halle im Kreis Gütersloh ermittelt aktuell die Polizei.
  • Eine fremde Frau bespuckte ein Kind (10).
  • Nun wurde sie gefasst.

Update: 21. April. Wie die Polizei Gütersloh berichtet, konnte die Frau, die in Halle (NRW) einen 10-Jährigen angespuckt hat, gefunden werden. Mehrere Zeugenhinweise führten zu einer 53-Jährigen aus Steinhagen. Nun erwartet sie ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Körperverletzung.

Die Corona-Krise hat sich im Juni verschärft: Der Kreis Gütersloh hat inzwischen die zweithöchste Coronavirus-Infektionsrate in Deutschland, nachdem sich mehrere Tönnies-Mitarbeiter mit dem Erreger infiziert hatten und die Zahl der Neuinfektionen stark angestiegen war.

Erstmeldung: Halle – Generell, aber vor allem jetzt in Zeiten der Coronavirus-Pandemie ist Vorsicht im alltäglichen Leben geboten: Die Menschen sollen Abstand voneinander halten, mehr denn je auf Hygiene achten und aufeinander Rücksicht nehmen. Umso unglaublicher ist die Meldung, die die Polizei aus dem Kreis Gütersloh veröffentlichte.

Coronavirus im Kreis Gütersloh: Frau spuckt 10-Jährigen an

Laut Polizeimeldung waren am Dienstag (6. April) zwei Brüder (8 und 10 Jahre) in Halle-Künsebeck nahe Gütersloh gegen 16.40 Uhr draußen unterwegs. Sie liefen zu Fuß die Flurstraße entlang. Wie die Kinder später den Beamten berichteten, seien sie kurz vor der Einmündung zum Hilterweg auf eine ihnen unbekannte Frau getroffen. Sie sei mit dem Fahrrad unterwegs gewesen und habe einen Mundschutz getragen – wie ihn momentan viele Menschen wegen des Coronavirus verwenden

Die Frau habe sich dem Brüderpaar auf ihrem Fahrrad genähert. Sie habe dann ihren Mundschutz vom Gesicht gezogen und den 10-jährigen Jungen angespuckt. Danach sei sie in Richtung des Schnatweges davongefahren, wie die Polizei Gütersloh berichtet.

Die Tat ereignete sich an der Kreuzung Hilterweg/Flurstraße in Halle (Kreis Gütersloh).

Coronavirus im Kreis Gütersloh (NRW): Polizei ermittelt wegen Körperverletzung

Nun ermittelt die Polizei wegen vorsätzlicher Körperverletzung gegen die unbekannte Frau. Die Ermittler bitten zur Identifizierung der Person um Hinweise von Zeugen. "Wer hat rund um den angegebenen Tatzeitraum im Bereich des Tatortes oder in dessen Umgebung verdächtige Beobachtungen gemacht?", fragen die Beamten. "Wer kann Angaben zu der beschriebenen Radfahrerin machen?" Hinweise nimmt die Polizei Gütersloh entgegen: 05241/86 90. Die Kinder konnten eine Beschreibung der Frau abgeben:

  • Sie ist etwa 45 Jahre alt.
  • Sie hatte braun-blonde Haare.
  • Die Frau trug einen pink-/lilafarbenen Pullover, eine Jeans und schwarze Schuhe.
  • Zudem trug sie einen Mundschutz.
  • Sie fuhr ein rotes Fahrrad, an dem ein Einkaufskorb befestigt war.

Erst vor Kurzem war es zu einem Zwischenfall in einem Supermarkt gekommen: In einer Lidl-Filiale im Kreis Minden-Lübbecke beschmierte ein Kunde den Kassenbereich mit Speichel. Wegen der Gefahr durch das Coronavirus musste der Lebensmittelladen evakuiert werden.

Auf owl24.de erfahren Sie, wie die aktuelle Lage rund um das Coronavirus im Kreis Gütersloh aussieht. Zudem informieren wir Sie über die Coronavirus-Fallzahlen aus ganz OWL.

Im Kreis Gütersloh hat das Freibad in Verl unter strengen Corona-Regeln wieder geöffnet aber Besucher müssen mit Einschränkungen rechnen. 

Im Kreis Gütersloh spitzt sich die Lage zu: Nachdem bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück 730 Angestellte positiv auf das Coronavirus getestet wurden, stellte die Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann aus Bielefeld Strafanzeige gegen Clemens Tönnies und sein Neffe fordert sogar seinen Rücktritt.

Ein TV-Star hat, nachdem Coronavirus-Ausbruch in zwei Landkreisen in NRW, mit einer Aktion für Aufregung gesorgt: Comedian Oliver Pocher hat sich für seine RTL-Show "Pocher - gefährlich ehrlich!" in Gütersloh als Clemens Tönnies ausgegeben und den Fleischkonzern auf die Schippe genommen.

Die Coronavirus-Situation in den Krisengebieten könnte sich nun weiter verschärfen: In Gütersloh und Beckum (NRW) sind mehrere Tönnies-Arbeiter offenbar aus der Quarantäne verschwunden und nun wird eine weitere Ausbreitung des Coronavirus befürchtet.

Rubriklistenbild: © Fotomontage: pixabay

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