Lieferengpass

Coronavirus-Impfungen verzögern sich in mehreren Kliniken

1200 Impfdosen wurden im Kreis Gütersloh am Dienstag auf zwei Krankenhäuser verteilt. Die übrigen Einrichtungen gingen leer aus.

Gütersloh – Nach wie vor hängt Deutschland in Sachen Coronavirus-Impfung hinterher. Noch immer gibt es nicht genügend Impfstoff. Beim Mainzer Unternehmen Biontech gibt es Lieferengpässe. Diese sind derzeit in den Krankenhäusern im Kreis Gütersloh und ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) spürbar.

Kreis:Gütersloh
Einwohner:364.938 (31. Dezember 2019)
BundeslandNRW

NRW stoppt Corona-Impfungen in Kliniken – Verzögerungen auch in Gütersloh

Bislang konnten in der Region etwa 5.500 Impfdosen verimpft werden. Doch nun gibt es schon wieder Verzögerungen, denn eine Reihe von Krankenhäusern im Kreis Gütersloh wurden nicht mit dem Corona-Impfstoff von Biontech beliefert. Nur 1.200 Ampullen trafen am Dienstag (19. Januar) in zwei Einrichtungen ein. Die übrigen Kliniken gingen einen Tag später leer aus.

In den ersten Altenheimen erhielten die Bewohner und Mitarbeiter am Wochenende ihre zweite Impfung. Sie sollen damit nun vollständig gegen das Coronavirus* geschützt sein. Es ist ein Anfang. Doch vom großen Durchbruch ist man in Gütersloh noch weit entfernt. Der Lieferengpass von Biontech zwingt das Land NRW dazu, den Beginn der Corona-Impfungen in den Krankenhäusern zu verschieben*. Der Start wurde auf den 8. Februar verlegt.

Gütersloh: Corona-Impfstoff von Biontech lässt auf sich warten – zwei Kliniken gehen leer aus

Eigentlich sollte in den vier Gütersloher Krankenhäusern bereits in dieser Woche mit den Coronavirus-Impfungen begonnen werden. Die erwähnten 1200 Impfdosen trafen auch am Städtischen Klinikum und am Sankt Vinzenz Hospital in Rheda-Wiedenbrück ein. Doch das Elisabeth-Hospital und das LWL-Klinikum warteten vergeblich auf die bestellten 1800 Ampullen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer*.

Obwohl das NRW-Gesundheitsministerium in den Krankenhäusern einen sofortigen Stopp bei der Impfung gegen das Coronavirus veranlasst hatte, sollen die bereits angekommenen Dosen in den beiden Einrichtungen verimpft werden. Der Kreis Gütersloh hofft, dass der Wirkstoff nun schnell seinen Weg in die übrigen Kliniken findet. In Zukunft sollen Lieferengpässe vermieden werden. In Halle in Westfalen soll der Corona-Impfstoff von Biontech bald vom Pharmakonzern Baxter produziert werden*, wie kürzlich bekannt wurde.

Bisher konnten nur sehr wenige Menschen in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft werden. (Symbolbild)

NRW verschiebt den Corona-Impfstart im Impfzentrum Gütersloh

In dem Werk soll spätestens Anfang März mit der Herstellung des Serums begonnen werden. Da der Corona-Impfstoff aber vorübergehend Mangelware bleibt, können viele Impfzentren in NRW ihre Arbeit noch nicht aufnehmen. Der Starttermin musste nun ebenfalls nach hinten verlegt werden. Das Impfzentrum in Gütersloh wird voraussichtlich am 8. Februar den Betrieb aufnehmen.

Die über 80-Jährigen im Kreis Gütersloh, die demnächst gegen das Virus SARS-CoV-2 geimpft werden sollen, müssen sich auf Verzögerungen einstellen. Sorge bereiten den Virologen und den Politikern weiterhin die Coronavirus-Mutationen*. Bei einer Familie aus dem Kreis Gütersloh ist die südafrikanische Mutation des Coronavirus entdeckt worden, die laut Experten bis zu 50 Prozent ansteckender ist, als die ursprüngliche Variante. (*Msl24.de und owl24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © dpa / Robert Michael (Fotomontage: Owl24.de)

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