8-Jährige aus dem Kreis Gütersloh klagt

Ärztefehler: Schwerbehindertes Kind bekommt Schmerzensgeld zugesprochen

Im Falle eines schwerbehinderten Kindes aus dem Kreis Guetersloh wurde dem Opfer nun ein Schmerzensgeld zugesprochen (Symbolbild).
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Im Falle eines schwerbehinderten Kindes aus dem Kreis Gütersloh wurde dem Opfer nun ein Schmerzensgeld zugesprochen (Symbolbild).

Ein 8-jähriges Mädchen aus dem Kreis Gütersloh hat nach einem Ärztefehler bei ihrer Geburt vor Gericht 500.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen bekommen.

  • Ein Prozess gegen eine Klinik vor dem OLG Oldenburg ging nun zu Ende
  • Mädchen aus dem Kreis Gütersloh bekam ein hohes Schmerzensgeld zugesprochen
  • Grund für ihre Behinderung waren mehrere Ärztefehler bei der Geburt

Kreis Gütersloh – Das Urteil vor dem Oberlandesgericht Oldenburg fiel am 13. November. In dem Prozess ging es um den Fall eines heute achtjährigen Mädchens. Bei ihrer Geburt in einer Klinik im Landkreis Osnabrück war der behandelnden Ärztin ein schwerer Fehler unterlaufen, der dazu führte, dass das Mädchen heute schwerbehindert ist. 

Dem Mädchen wurden 500.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Darüber hinaus wurden die Ärztin und die Klinik dazu verpflichtet, dem Mädchen jegliche Ausgaben zu erstatten, die ihr durch die Behinderung bislang entstanden sind und ihr noch entstehen werden. In Bielefeld kam es zu einem ähnlichen Fall, bei dem ein Frühchen durch einen Ärztefehler auf einem Auge blind geworden war. Die Klinik wurde verklagt und räumte ihre Fehler ein.  

Behandlungsfehler: Was geschah bei der Geburt des Mädchens aus dem Kreis Gütersloh?

Bei der Geburt vor acht Jahren kam es zu einer Sauerstoffunterversorgung, wodurch das Mädchen einen schweren Hirnschlag erlitt. Aufgrund dessen wird sie zeitlebens schwerbehindert und auf fremde Hilfe angewiesen sein. Etwa 45 Minuten vor der Geburt fielen sowohl der Herzschlag des Kindes, als auch der Mutter aus dem Kreis Gütersloh stark ab. Der sogenannte Wehenschreiber zeichnete keinen Herzschlag auf. Erst nach 10 Minuten konnte wieder eine Frequenz aufgezeichnet werden.

Nun unterlief den Ärzten der folgenschwere Fehler: Sie nahmen an, die aufgezeichnete Herzfrequenz sei die des Kindes. Es handelte sich jedoch um den Herzschlag der Mutter. Als der Fehler erkannt wurde, hatte die Sauerstoffunterversorgung bereits schwere Schäden im Hirn des Kindes aus dem Kreis Gütersloh angerichtet. Gestützt auf die Aussagen eines Sachverständigen spricht das Gericht hier von einem großen Behandlungsfehler.

Die Ärzte hätten sich demnach auf andere Weise vom Wohlergehen des Kindes überzeugen müssen und sich über einen so langen Zeitraum nicht auf die Angaben des Wehenschreibers verlassen dürfen. Eine alternative Methode wäre zum Beispiel eine sogenannte Kopfschwartenelektrode gewesen. Durch ihr Handeln können sie für die Schwerbehinderung des Kindes aus dem Kreis Gütersloh gemacht werden.

Weitere Fehler der Klinik bei der Behandlung des Mädchens aus dem Kreis Gütersloh

Der oben beschriebene Behandlungsfehler reichte bereits aus, um Klinik und Ärzte haftbar zu machen. Weitere Fehler, die bei der Geburt des Mädchens aus dem Kreis Gütersloh passierten, waren nicht mehr Gegenstand der Verhandlung. Diese waren dennoch zahlreich:

  • Die Reanimation nach der Geburt wurde nicht sofort begonnen
  • Es stand kein Beatmungsbeutel zur Verfügung
  • Die Maskenbeatmung erfolgte nach der Geburt versehentlich ohne Druck
  • Der alarmierte Notarzt traf 10 Minuten zu spät ein

Das Schmerzensgeld, welches der achtjährigen aus dem Kreis Gütersloh zugestanden wurde, erachtete sowohl das Gericht, als auch die Klägerin als angemessen. Die Angeklagten haben Berufung eingelegt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, jedoch bezieht sich das Gericht auf ein ganz ähnliches Urteil des Landgerichts Osnabrück. Auch in Bielefeld fiel jüngst ein wichtiges Urteil: In diesem Fall ging es um einen Onkel, der seine Nichte jahrelang missbrauchte. Erst als erwachsene Frau entschied sich das Opfer dazu, den Mann anzuklagen.

Nun, da die Winterzeit hereinbricht, wird es wieder glatt. Deshalb ereigneten sich im Kreis Gütersloh gleich mehrere Unfälle wegen Glätte.

Die Polizei vermutete, dass es in Gütersloh zu einer Entführung gekommen sei. Eine Zeugin meldete, dass mehrere Männer eine Frau mit ihrem Kind bedrängten, mit ihnen zu kommen. Zuvor war es offenbar bereits zu einem Angriff mit einem Messer gekommen.

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