Todesfall 

Coronavirus im Kreis Gütersloh: Mann gestorben – Landrat mit wichtiger Videobotschaft

Im Kreis Gütersloh starb ein Mann, nachdem er sich mit dem Coronavirus SARS-Co-V-2 infiziert hatte. Der Kreis gab nähere Details zu dem Fall bekannt. 

  • Im Kreis Gütersloh ist ein mit Sars-CoV-2 infizierter Mann gestorben. 
  • 254 Menschen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. 
  • Die Behörden überprüfen, ob das Kontaktverbot eingehalten wird. 

Kreis Gütersloh – Eine Person, die sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert hatte, ist tot. Das gab der Kreis Gütersloh am heutigen Dienstag (24. März) in einer Pressemitteilung bekannt. Der Mann soll unter Vorerkrankungen gelitten haben. 

Coronavirus im Kreis Gütersloh: Erster Todesfall bekannt 

Nach Angaben des Kreises handelt es sich bei dem Toten um einen 74-jährigen Mann. Der Rentner stammte aus dem Kreis Gütersloh und litt schon unter mehreren Krankheiten, bevor er sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. Somit galt er zu einer Risikogruppe. 

Wie der Kreis Gütersloh in einer Pressemitteilung erklärte, starb der Mann voraussichtlich an seinen Vorerkrankungen und nicht an Covid-19. Mit absoluter Sicherheit ließe sich dieses jedoch kaum feststellen. Die Verantwortlichen verzeichneten auch bei den bestätigten Coronavirus-Fällen einen deutlichen Anstieg. Landrat Sven-Georg Adenauer hat sich in einer Videobotschaft zu der aktuellen Situation im Kreis Gütersloh geäußert.

Kreis Gütersloh: 254 Menschen mit Coronavirus infiziert 

Der Kreis Gütersloh verzeichnete seit Beginn der Corona-Pandemie bisher erst einen Toten. Allerdings haben sich inzwischen mindestens 254 Personen mit dem Coronavirus SARS-Co-V-2 infiziert. 22 Erkrankte seien mittlerweile wieder vollständig genesen. Bei Ihnen ist das Virus im Körper nun nicht mehr nachweisbar. 

In NRW gilt wegen des Coronavirus weiterhin ein Kontaktverbot. Die Menschen halten sich weitestgehend an die Vorgaben der Bundesregierung und an die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI). Auch im Kreis Gütersloh verzeichneten die Behörden nur ganz vereinzelt Verstöße. Im Kreis Paderborn musste die Polizei hingegen bereits des Öftern ausrücken.  

Coronavirus im Kreis Gütersloh: Die Polizei überprüft, ob das Kontaktverbot eingehalten wird (Symbolbild). 

Coronavirus im Kreis Gütersloh: Landrat äußert sich zum ersten Todesfall 

Nachdem im Kreis Gütersloh im Zuge des Coronavirus ein Mann gestorben ist, hat sich Landrat Sven-Georg Adenauer in einer Videobotschaft an die Bevölkerung gerichtet. "Die Lage ist ernst meine Damen und Herren und ich möchte an Sie appellieren, sich an das zu halten, was die Landesregierung in ihrer Verordnung deutlich zum Ausdruck gebracht hat", so der Politiker. Wer sich nicht an das Kontaktverbot hält, muss mit einer Strafe von mindestens 200 Euro rechnen. Wer sein Restaurant oder seine Kneipe trotz Verbots öffnet, muss mit bis zu 4.000 Euro Strafe rechnen. 

Zu Protesten gegen die Coronavirus-Verordnungen kam es jetzt in Gütersloh. Die Situation eskalierte, als ein Demonstrant vor der Polizei flüchtete.

Im Kreis Gütersloh hat das Freibad in Verl unter strengen Corona-Regeln wieder geöffnet aber Besucher müssen mit Einschränkungen rechnen.

Die Corona-Krise hat sich verschärft: Der Kreis Gütersloh hat inzwischen die zweithöchste Coronavirus-Infektionsrate in Deutschland, nachdem sich mehrere Tönnies-Mitarbeiter mit dem Erreger infiziert hatten und die Zahl der Neuinfektionen stark angestiegen war.

Im Kreis Gütersloh spitzt sich die Lage zu: Nachdem bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück 730 Angestellte positiv auf das Coronavirus getestet wurden, stellte die Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann aus Bielefeld Strafanzeige gegen Clemens Tönnies und sein Neffe fordert sogar seinen Rücktritt.

Ein TV-Star hat, nachdem Coronavirus-Ausbruch in zwei Landkreisen in NRW, mit einer Aktion für Aufregung gesorgt: Comedian Oliver Pocher hat sich für seine RTL-Show "Pocher - gefährlich ehrlich!" in Gütersloh als Clemens Tönnies ausgegeben und den Fleischkonzern auf die Schippe genommen.

Die Coronavirus-Situation in den Krisengebieten könnte sich nun weiter verschärfen: In Gütersloh und Beckum (NRW) sind mehrere Tönnies-Arbeiter offenbar aus der Quarantäne verschwunden und nun wird eine weitere Ausbreitung des Coronavirus befürchtet.

Am vergangenen Wochenende (27./28. Juni) wurden zwei Personen aus einem Corona-Hotspot überlelst beleidigt und bedroht: Eine Mutter und ihre Tochter aus Gütersloh wurden in ihrem Wagen mit GT-Kennzeichen in Münster angefeindet und mussten von der Polizei sicher aus der Stadt gebracht werden.

Die Skandal-Aufnahmen bei Deutschlands größten Fleischkonzern werfen weiterhin fragen auf: Die Urheberin des Tönnies-Videos im Kreis Gütersloh wurde gekündigt, doch die Frau wehrt sich nun gegen ihre Entlassung und zieht vor das Arbeitsgericht in Bielefeld.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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