Kultur

Lockerungen in NRW? Erster Tierpark wieder für Besucher geöffnet

Der Corona-Lockdown trifft die Kultur-Branche hart. Doch ein Tierpark ist nun wieder offen. Auf Lockerungen hoffen nun auch andere Zoos und Freizeitparks.

Schloß Holte-Stukenbrock – Das Coronavirus* schränkt die Grundrechte der Menschen in ganz Deutschland derzeit massiv ein. Viele sehnen sich daher nach Lockerungen, um beispielsweise mal wieder einen Zoo besuchen zu können. In NRW hat nun der erste Tierpark die Pforten für seine Besucher geöffnet. Andere Freizeiteinrichtungen hoffen nun, dass sie schon ganz bald folgen dürfen.

Tier- und FreizeitparkSafariland Stukenbrock
AdresseMittweg 16, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock
Eröffnet15. Juli 1969
ÖffnungszeitenFreitag bis Sonntag jeweils von 10 bis 16 Uhr
Fläche65 Hektar
BundeslandNRW

Safariland Stukenbrock in NRW öffnet Auto-Safari trotz Corona-Lockdown

Es ist ein wichtiger Schritt Richtung Normalität: Das Safariland Stukenbrock in Schloß Holte-Stukenbrock ist der erste Tier- und Freizeitpark in NRW, der ab Freitag (26. Februar) wieder Besucher empfängt. In der Kultureinrichtung, in der beispielsweise wie Tiger und Löwen für die Gäste zum Greifen nah sind, wurde die Auto-Safari wieder in Betrieb genommen. Auch Tierfütterungen sind laut eines Berichts von wa.de wieder möglich.

Schon im vergangenen Jahr zählte der Tierpark im Kreis Gütersloh in Sachen Öffnungsstrategie zu den Vorreitern. Auch im April 2020 öffnete das Safariland Stukenbrock zunächst nur die Auto-Safari, um die Mindestabstände auf dem Gelände gewährleisten zu können. Das Konzept der Betreiber ist also keineswegs neu. Die Drive-In-Variante wurde schon im vergangenen Jahr gut von den Besuchern angenommen. Die Gäste dürfen sich unter anderem auf frei laufende Giraffen, Zebras und Antilopen freuen.

Corona in NRW: Safariland Stukenbrock als Vorbild? Zoos hoffen auf Lockerungen

Der Tier- und Freizeitpark in Schloß Holte-Stukenbrock machte im vergangenen Jahr auch mit einer tollen Aktion auf sich aufmerksam. Die Parkbetreiber vom Safariland Stukenbrock bedankten sich bei den vielen Corona-Helfern in Deutschland und schenkte ihnen freien Eintritt. Der Leiter des Zoos, Markus Köchling, erinnert sich noch gut an die Öffnung nach dem ersten Lockdown. „Das war ein tolles Erlebnis für die Familien, die endlich wieder raus konnten. Kinder haben Plakate aus dem Auto gehalten, auf denen sie uns dafür gedankt haben“, berichtete er dem Westfalen-Blatt.

Für andere Freizeiteinrichtungen könnte die Öffnung der Auto-Safari im Safariland Stukenbrock ein gutes Beispiel dafür sein, wie Öffnungen trotz strenger Corona-Regeln* umsetzbar sind. Schon einen Monat vor Saisonbeginn können die Tierparkgäste den exotischen Tieren wieder einen Besuch abstatten. Der Zoo hat von freitags bis sonntags zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet. In einigen Parks, wie beispielsweise dem Tierpark Olderdissen in Bielefeld, ist das Konzept wohl eher keine Option, da hier Passanten den wesentlichen Kern der Park-Besucher ausmachen. Auch der Grugapark in Essen hofft auf Lockerungen aus der Politik, um seinen Besuchern wieder alle Attraktionen anbieten zu können. Virologe Christian Drosten sprach neulich bei den ARD-Tagesthemen über Lockerungen* und gab einen Zeitraum an, wann Feiern wieder „normals stattfinden“ könnten.

Im Safariland Stukenbrock im Kreis Gütersloh in NRW ist eine Auto-Safari wieder möglich.

Lockdown: Wann dürfen Zoos unter Corona-Auflagen wieder öffnen?

Der Termin für den nächsten Corona-Gipfel* mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder ist auf den 3. März terminiert. Dort soll dann auch über mögliche Öffnungsstrategien gesprochen werden, an denen nicht bloß die Betreiber von Zoos interessiert sein dürften. Die Schnelltests sollen bei den Lockerungsschritten helfen. Doch für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wurde das Thema Corona-Schnelltests zuletzt zum Debakel, weshalb er sich nun im Deutschen Bundestag den kritischen Fragen der Abgeordneten stellen musste.

Die gesamte Kulturbranche hofft auf Lockerungen. Noch sind die Zoos und Tierparks, wie beispielsweise der Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen oder der Zoo Neuwied in Rheinland-Pfalz, der nahe der Grenze zu NRW liegt für Besucher geschlossen. Im März würden die Betreiber, wenn möglich aber gern öffnen. Aktuell brächten die Verantwortlichen jedoch ausgefallene Konzepte, die ohne viele Gäste auskommen. Menschenansammlungen sollen möglichst vermieden werden, um sich vor den Coronavirus-Mutationen zu schützen. Beim Thema Lockerungen hielten sich die Politiker daher zurück. Seit dem 22. Februar sind in NRW Kitas und Schulen wieder offen*, Lehrerverbände kritisierten diesen Schritt jedoch. (*Msl24.de und wa.de sind Teil des Ippen-DIgital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa

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