Geisterfahrt

Geisterfahrer auf A2: Lkw-Fahrer wagt riskantes Manöver

Auf der A2 bei Gütersloh hatte ein Lkw-Fahrer einen Geistesblitz, der auch hätte ins Auge gehen können. Er stoppte mit seinem Truck einen Falschfahrer.

  • Auf der A2 war ein Geisterfahrer unterwegs.
  • Ein Lkw-Fahrer erfuhr aus dem Radio von der Nachricht. 
  • Er stoppte den Mann bei Gütersloh.

NRW/Gütersloh – Zu der außergewöhnlichen Situation kam es am Donnerstagabend (13. Februar) auf der A2 nahe Gütersloh. Durch den WDR erfuhr ein Lkw-Fahrer (61) von einem Geisterfahrer, der auf der Fahrbahn in Richtung Hannover in falscher Richtung fuhr. In der Meldung hieß es, dass der Lieferwagen auf dem Standstreifen in Richtung Dortmund fuhr. 

A2 bei Gütersloh: Lkw-Fahrer stoppt Geisterfahrer

Aufgrund mehrerer Meldungen über den Standort des Falschfahrers konnte ein Streifenwagen der Autobahnpolizei Bielefeld diesen auf der A2 in Höhe der Anschlussstelle Rheda-Wiedenbrück entdecken und verfolgen. Der Lkw-Fahrer fuhr, nachdem er die Meldung vernommen hatte, auf den Standstreifen. Als er die Scheinwerfer des falsch fahrenden Transporters sah, hielt er an und stoppte  den Geisterfahrer.

Falschfahrer auf A2 bei Gütersloh: Mann auf Medikamenten

Die Beamten kontrollierten den 64-jährigen Fahrer und nahmen ihn zur Polizeiwache Stukenbrock/Senne mit. Dort entnahmen sie ihm eine Blutprobe. Im Nachhinein stellte sich nämlich heraus, dass er unter dem Einfluss von Medikamenten stand, während er in falscher Richtung über die A2 bei Gütersloh fuhr.

Der ausländische Führerschein des Polen, der in Belgien wohnt, wurde eingezogen. Den Transporter stellte die Polizei sicher. Es ist bislang nicht bekannt, ob durch die fast zehn Kilometer lange Geisterfahrt auf der A2 bei Gütersloh andere Verkehrsteilnehmer zu Schaden kamen. Erst kürzlich musste die A2 im Kreis Gütersloh voll gesperrt werden. Der Grund war ein Auto, welches auf der Autobahn in Flammen aufging.

Polizei sieht Aktion des Lkw-Fahrers auf der A2 bei Gütersloh zwiegespalten

Die Polizei steht der Aktion des Lkw-Fahrers auf der A2 bei Gütersloh zwiegespalten gegenüber. Grundsätzlich handelt es sich um eine mutige Aktion, die den Falschfahrer stoppen konnte und bei der niemand zu Schaden kam. Doch so kam es nur, weil der Transporter-Fahrer anhielt. Es hätte durchaus passieren können, dass er das Steuer herumreißt und soin den fließenden Verkehr geraten wäre. Oder er hätte nicht gestoppt und den Lkw frontal gerammt. 

Solcherlei Aktionen sollten zivile Verkehrsteilnehmer der Autobahnpolizei überlassen. Dennoch hat der Fall auf der A2 bei Gütersloh durch das Einschreiten des Lkw-Fahrers aus Dortmund ein glimpfliches Ende genommen. Ebenfalls nahe Gütersloh kam es auf der A2 zudem kürzlich zu einem heftigen Unfall. Ein SUV und ein Porsche krachten ineinander, wobei zwei Personen schwer verletzt wurden. 

Rubriklistenbild: © dpa/picture alliance/Armin Weige

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare