Infektionsgeschehen 

Coronavirus-Alarm: Intensivbetten füllen sich rasant

In Gütersloh (NRW) sind die Coronavirus-Infektionszahlen nach wie vor hoch. Viele Intensivbetten in den Krankenhäusern sind aktuell belegt.

Gütersloh – Im Kreis Gütersloh gibt es derzeit viele Corona-Fälle. 948 Menschen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) aktuell (Stand: Freitag, 13. November) an dem Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankt. Der Inzidenzwert sank zuletzt von 208,8 auf 196,5. Dennoch ist die Lage in den Krankenhäusern ernst.

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Gütersloh (NRW): Über 70 Corona-Patienten in Krankenhäusern untergebracht

Aus einer aktuellen Pressemitteilung der Kreisverwaltung geht hervor, dass aktuell 73 Corona-Patienten in den Krankenhäusern im Raum Gütersloh* behandelt werden müssen. Mit 68 Personen befindet sich der überwiegende Teil in stationärer Behandlung. Zwölf Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben und infolgedessen an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt sind, werden derzeit intensivmedizinisch versorgt.

Zehn Covid-19-Patienten müssen aktuell auf den Intensivstationen beatmet werden. Im Sankt Vinzenz Hospital Rheda-Wiedenbrück ist die Kapazität von Intensivbetten fast erschöpft, wie Radio Gütersloh am Freitag (13. November) berichtet. Zuletzt mussten in dem Krankenhaus fünf Erkrankte beamtet werden. Der jüngste Corona-Patient soll gerade einmal 32 Jahre alt sein.

Gütersloh (NRW) – Arzt zum Coronavirus-Infektionsgeschehen: „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“

Von Donnerstag auf Freitag (12./13. November) wurden dem RKI aus dem Kreis Gütersloh 121 laborbestätigte Neuinfektionen übermittelt. Damit wächst die Angst vor weiteren Corona-Patienten, die auf den Intensivstationen behandelt werden müssen. Dr. Rainer Schnippe, Chefarzt des St.-Vinzenz, hat sich in einem Glocke-Interview zu den aktuellen Corona-Infektionen geäußert:

So etwas habe ich noch nicht erlebt.

Dr. Rainer Schnippe, Chefarzt des St.-Vinzenz-Hospitals in Rheda-Wiedenbrück

Mit Influenza kenne sich der Chefarzt bestens aus. „Sicherlich weist Covid-19 Parallelen zur Grippe auf. Aber: Der Unterschied liegt im Detail“, stellte Schnippe klar. Das Infektionsgeschehen bei Tönnies zu Beginn der Coronavirus-Pandemie bezeichnete er als Probe für den Ernstfall. Dieser sei im Kreis Gütersloh (NRW) nun eingetroffen. Obwohl sich einige Menschen fit und gesund fühlten, würden sie dennoch das Virus in sich tragen und verbreiten. (*Owl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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