Unwetter

Newsticker: Orkantief "Sabine" und die Nachwirkungen – Verspätungen und volle Züge

Orkantief "Sabine" hat NRW durchgeschüttelt. Ein Jugendlicher wurde schwer verletzt und es kommt zu Zugausfällen im Bahnverkehr. 

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  • Sturmtief "Sabine" zieht über NRW hinweg.
  • Der Zugverkehr in OWL und ganz NRW musste stillgelegt werden.
  • Viele Schulen blieben geschlossen.

Update: 11. Februar, 07.00 Uhr. Die Region kämpft noch immer mit den Ausläufern von Orkantief "Sabine". Hauptsächlich stürmt es nun zwar in Süddeutschland – dort gilt für einige Randgebiete noch eine Unwetterwarnung der Stufe 3 – doch auch in OWL und ganz NRW kommt es noch zu Unwettern.

Der DWD spricht auch für den heutigen Dienstag eine "Warnung vor Sturmböen" aus. Das bedeutet, dass Windgeschwindigkeiten zwischen 65 und 100 km/h auftreten. Feuerwehr und Polizei warnen ebenfalls davor, sich im Wald oder in der Nähe von Bäumen aufzuhalten. Es können abgebrochene Äste herabfallen. Auch auf den Bahnverkehr wirkt sich Sabine noch immer aus. 

Gestern Abend (10. Februar) lief der Schienenverkehr zwar wieder an, jedoch kann es wegen Schäden an Leitungen und Ästen auf den Schienen noch immer zu Verzögerungen im Regionalverkehr kommen, wie die Eurobahn mitteilt. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn wurde ebenfalls zu großen Teilen wieder aufgenommen. Jedoch warnt das Unternehmen, dass es noch immer zu vereinzelten Ausfällen und vollen Zügen kommen kann.

Orkan "Sabine" in NRW: Hauptsächlich Sachschäden

Update: 11.30 Uhr. Mittlerweile gibt es einige Zusammenfassungen aus den Kreisen in OWL. So berichtet die Polizei Bielefeld von nur 14 Einsätzen im Zusammenhang mit Orkantief Sabine. Im Kreis Gütersloh musste die Polizei 62 mal ausrücken, in Minden-Lübbecke wurden die Ordnungshüter insgesamt 60 mal alarmiert. Hauptsächlich handelte es sich um umgestürzte Bäume, die teilweise geparkte Autos beschädigt hatten. Auch umgestürzte Verkehrsschilder und herabfallende Dachziegel hielten die Einsatzkräfte in Atem. Verletzte Personen waren, außer in Paderborn, nicht zu beklagen. Hier sprach die Polizei von insgesamt 49 Einsätzen in der Sturmnacht.

Update: 11 Uhr. Der Zugverkehr der Deutschen Bahn rollt langsam wieder an. Da das Orkantief mittlerweile hauptsächlich in Süddeutschland wütet, sind in NRW bereits wieder Züge aus den Depots gefahren. Jedoch fahren sie vorerst mit verminderter Geschwindigkeit über die Gleise. Laut der Bahn kann es noch den ganzen Tag zu Verzögerungen kommen.

Update: 10.35 Uhr. Die Deutsche Bahn gibt an, dass zwar geplant ist, den Zugverkehr bald wieder aufzunehmen, es jedoch noch den ganzen Tag zu starken Behinderungen kommen kann. Die Ausfälle sollen noch mindesten bis in den späten Nachmittag hinein andauern. Auch die wichtige Verbindung zwischen Hamm und Bielefeld bleibt vorerst noch gesperrt.

Update: 10.25 Uhr. Viele Schulen in NRW bleiben heute geschlossen. Die gaben die Verantwortlichen bereits am vergangenen Freitag (7. Februar) bekannt. Einige Einrichtungen stellen aber dennoch eine Notbetreuung zur Verfügung. Wieder andere stellen es den Eltern frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Die Schulen handeln auf Empfehlung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hin, das Haus während des Sturms nicht zu verlassen. 

Update: 09.50 Uhr. Laut der Polizei Paderborn bleiben viele Straßen weiterhin gesperrt. Die Ausläufer von Orkan "Sabine" sind noch zu kräftig. 

Update: 09.30 Uhr. Die Zahl der Verletzten durch Sturmtief "Sabine" hält sich zum Glück in Grenzen. Lediglich in Paderborn wurde ein 16-Jähriger schwer verletzt. Ihm fiel ein Ast auf den Kopf, als er draußen unterwegs war. Viele Straßen im Raum Paderborn mussten wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Betroffen sind:

  • K23 zwischen Blankenrode und Hardehausen
  • Kreuzricke in Borchen
  • L754 zwischen Haaren und Büren
  • L956 zwischen Bad Wünnenberg und Bleiwäsche
  • L763 zwischen Kleinenberg und Willebadessen
  • K26 zwischen Lichtenau und Willebadessen
  • Der komplette Haarener Wald mit sämtlichen Zuwegungen
  • K69 zwischen Blankenrode und Meerhof
  • K50 bei Steinhausen
  • K21 zwischen Wewelsburg und Niederntudorf
  • L828 zwischen Neuenheerse und Buke

Erstmeldung. NRW – Sturmtief "Sabine" ist in der Nacht über Deutschland hinweggefegt. Zwar fielen die Schäden in der Region nicht so verheerend aus, wie zunächst erwartet, jedoch müssen sich Reisende und Pendler auf große Probleme im Bahnverkehr einstellen. Sowohl die Deutsche Bahn als auch Keolis/Eurobahn gaben an, den Regional- und Fernverkehr komplett einstellen zu wollen. 

Zugausfälle: Schienennetz in OWL muss überprüft werden

Der Grund für die drastische Maßnahme ist zum einen die Sicherheit des Personals und der Fahrgäste. Bereits am Sonntagabend (9. Februar)  entschloss sich Keolis zur Einstellung des Verkehrs. Nicole Pizzuti, Unternehmenssprecherin, sagt dazu: "Die Sicherheit für unsere Fahrgäste und Kollegen/-innen haben höchste Priorität (sic!)." Zum anderen muss das Schienennetz zunächst auf Schäden geprüft werden, etwa auf beschädigte Oberleitungen oder umgestürzte Bäume, bevor die Züge in NRW und OWL wieder rollen. Auch die Deutsche Bahn stellt den Verkehr bundesweit ein. Es wird empfohlen, Zugreisen auf einen anderen Tag zu verschieben.

Zugausfälle in OWL und NRW noch bis mindestens 10 Uhr

Wie die Bahn angibt, werden die Ausfälle noch bis mindestens 10 Uhr andauern. Keolis äußert sich etwas vorsichtiger und teilte mit, dass man noch nicht punktgenau mitteilen könne, wann die Züge in OWL und NRW wieder rollen. Bis dahin liegen die Regionalzüge still. Von der Bahn kam um 7 Uhr die Meldung, dass die ersten Kontroll-Züge bereits losgeschickt wurden, um zu überprüfen, ob die Gleise für den Personenverkehr befahrbar sind. Bahngäste können sich unter einer extra eingerichteten Hotline informieren, ob und wie fern sich Sturmtief "Sabine" auf ihre Reise auswirkt: 08000/99 66 33.

Eurobahn-Kunden sind Kummer gewohnt. Anfang Januar führten umfangreiche Streiks seitens der Mitarbeiter regelmäßig zu Ausfällen der Regionalzüge in OWL. Ein Notfall auf den Schienen sorgte erst jüngst für einen Totalausfall auf der Bahnstrecke zwischen Hannover und Bielefeld.

Möglicherweise aufgrund des Sturms "Sabine" kam es im niedersächsischen Bückeburg zu einem schlimmen Unglück. Eine Frau aus Bünde bei Herford überschlug sich mit ihrem Wagen und verletzte sich schwer.

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Herford

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