Arbeitsreicher Tag für die Polizei NRW

Mitarbeiter wird vermisst: Er soll mit Mord gedroht haben – dann unterläuft SEK grober Fehler

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Vermisster Mann soll Morddrohung geäußert haben, Sondereinsatzkommando unterläuft ein Fehler. 

Erst gilt ein Mitarbeiter einer Firma im Kreis Lippe nur als vermisst. Dann gibt es Hinweise darauf, dass der Mann aus Hagen möglicherweise jemanden töten will. Bei einem Polizeieinsatz geht es drunter und drüber. 

Lippe/Soest/Hagen – Ein Arbeitgeber hat am Montagmittag (20. August) einen Mitarbeiter bei der Polizei Lippe als vermisst gemeldet. Wenig später erhielten die Beamten jedoch Informationen darüber, dass der 21-Jährige aus Hagen möglicherweise jemanden töten wolle. 

Dazu habe es mehrere Hinweise aus dem näheren Umfeld des Mannes gegeben, so die Polizei. Außerdem konnten die Beamten nicht ausschließen, dass der Gesuchte eine Waffe bei sich trug.  

Polizei entscheidet sich für SEK-Einsatz, um verdächtigen Mann zu schnappen 

Da der Aufenthaltsort des 21-Jährigen und auch die Identität des möglichen Opfers zunächst unbekannt waren, wurden umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Die Beamten gingen davon aus, dass der Mann sich eine Faustfeuerwaffe besorgt haben könnte und sich in seiner Heimatstadt Hagen aufhielt. Nach einem konkreten Hinweis stoppte die Polizei gegen 17.40 Uhr einen Zug, der aus Hagen in Richtung Paderborn fuhr. Ein Sondereinsatzkommando nahm den Mann vorläufig fest. Aber damit war der Einsatz noch nicht vorbei.  

Polizei nimmt den falschen Mann fest

Als die Beamten den festgenommenen Mann überprüften, stellte sich heraus, dass sie die falsche Person hatten. Nach gut zwei Stunden konnte der Zug weiterfahren. Für die Unannehmlichkeiten, die den Fahrgästen und insbesondere dem kurzfristig Festgehaltenen entstanden sind, konnte sich das SEK nur entschuldigen

Zweiter Versuch: Polizei findet vermissten Mann, der Morddrohung geäußert haben soll

Der 21-jährige Mann aus Hagen hatte der Polizei schon jetzt einen arbeitsreichen Tag beschert. Für das SEK sollte sich der Einsatz aber noch zum Guten wenden. Gegen 20.30 Uhr kam es am Bahnhof in Hagen zum erfolgreichen Zugriff: Polizisten aus Hagen erkannten den Gesuchten und nahmen ihn fest. Bei einer Durchsuchung fanden Sie eine Schreckschusspistole. Die Polizei ermittelt nun. Mehr zu den Hintergründen des Geschehens gibt es hier

Im Kreis Lippe gab es schwere Überschwemmungen: Tief „Alex“ sorgte für Starkregen und Gewitter.

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