Zahlreiche Gegenstände sichergestellt

Missbrauchsfall Lügde: Ermittler entdecken weitere Datenträger – neuer Verdächtiger

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Missbrauchsfall Lügde: Eine dritte Parzelle ist in den Fokus der Ermittler geraten. (Symbolbild)

Razzia im Missbrauchsfall Lügde: Ermittler durchsuchen eine weitere Parzelle auf dem Campingplatz. Nun wurden weitere Datenträger sichergestellt.

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  • Überraschende Entwicklung im Missbrauchsfall Lügde
  • Durchsuchungen auf dem Campingplatz
  • Datenträger sichergestellt

Update: 19. August, 12.30 Uhr. Vor dem Landgericht in Detmold läuft noch immer der Lügde-Prozess. Die Verhandlung befindet sich in der Schlussphase. Nun wurde bekannt, wann das Urteil im Lügde-Prozess gegen die Hauptangeklagten fallen soll. Ein weitere Fall von sexuellem Kindesmissbrauch beschäftigt derzeit die Ermittler in Bielefeld. Dort soll eine 24-jährige Frau von ihrem eigenen Onkel missbraucht worden sein. 

Update vom 10. Juli: Im Missbrauchsfall Lügde soll eine Mutter den Haupttäter Andreas V. erpresst haben. Angeblich hat sie Geld von ihm gefordert. Im Gegenzug soll sie auf eine Anzeige verzichtet haben. Nun hat Andreas V. die Frau angezeigt.

Update vom 5. Juli, 10.06 Uhr: Die Durchsuchungen auf dem Campingplatz im Missbrauchsfall Lügde wurden am Donnerstagnachmittag abgeschlossen. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. In der Parzelle des neuen 57-jährigen Verdächtigen wurden zahlreiche Gegenstände – unter anderem mehrere Datenträger – sichergestellt. 

Die Beweismittel könnten möglicherweise Gegenstand einer gerichtlichen Beweisaufnahme sein. "Eine detaillierte Erörterung der Beweise vor einer möglichen Hauptverhandlung in den Medien verbietet sich daher", heißt es in der Mitteilung. Der 57-jährige Mann aus Steinheim ist auf freiem Fuß.

Update vom 5. Juli: Der Prozess im Missbrauchsfall Lügde geht weiter. Weitere Zeugen, vor allem Opfer, sollen am vierten Verhandlungstag vor dem Landgericht gehört werden. Erst gestern wurde bekannt, dass es einen neuen Tatverdächtigen gibt. Der 57-Jährige stammt aus dem Kreis Höxter. 

Update: 14.40 Uhr. Bei dem Mann aus Steinheim soll es sich um einen Verwandten mehrerer Opfer handeln. 2018 hatte eine 15-Jährige den 57-Jährigen beschuldigt, sie nach einer Feier auf dem Campingplatz vergewaltigt zu haben. 

Die Ermittlungen wurden damals wegen Mangel an Beweisen von der Staatsanwaltschaft Detmold eingestellt. Angeklagter Mario S. und der neue Verdächtige seien in Steinheim unter derselben Adresse gemeldet. Sie sollen eng befreundet sein.

Razzia im Missbrauchsfall Lügde: Neuer Täter aus dem Kreis Höxter?

Update: 11.34 Uhr. Der 57-Jährige soll seine Freizeit bereits seit vielen Jahren auf dem Campingplatz verbracht haben. Nach WB-Informationen soll er sich zunächst eine Parzelle mit dem Angeklagten Mario S. geteilt haben, bevor er schließlich seine eigene bekam. Der Steinheimer geriet durch eine Vernehmung eines Kindes im Missbrauchsfall Lügde in den Fokus der Polizeibeamten.

Update: 11.19 Uhr. Die neuen Erkenntnisse im Missbrauchsfall Lügde sorgen weiterhin für Entsetzen. "Das war erst die Spitze des Eisbergs, könnte ich mir vorstellen... zu vieles verschwunden, zu viel ungereimtes... das dicke Ende kommt bestimmt noch...", schreibt ein Nutzer bei Facebeook. Die Ermittlungskommission ist derzeit vor Ort und durchsucht die Parzelle eines 57-Jährigen aus Steinheim nach möglichen Beweisstücken.

Update: 10.31 Uhr. Polizei und die Staatsanwaltschaften haben die Durchsuchungen im Missbrauchsfall Lügde nun in einer gemeinsamen Presseerklärung bestätigt. Demnach soll es sich um die Parzelle eines 57-Jährigen aus Steinheim im Kreis Höxter handeln. Ermittler suchen den Bereich derzeit nach Beweismitteln ab.

Der Mann geriet durch eine Vernehmung eines minderjährigen Opfers ins Visier der Beamten. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen schweren sexuellen Missbrauchs eingeleitet. Die Durchsuchungen müssen "aufgrund der Größe" am Donnerstag fortgesetzt werden. 

Update: 9.35 Uhr. Nach aktuellen Informationen wird der Bereich aktuell von Beamten überwacht. Ein Streifenwagen ist vor Ort. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen heute weitere Informationen zu den möglicherweise neuen Erkenntnissen im Missbrauchsfall Lügde bekannt geben.

Erstmeldung vom 4. Juli. Lügde – Im Missbrauchsfall Lügde ist offenbar eine weitere Parzelle auf dem Campingplatz in den Fokus der Ermittlungskommission geraten. Nach WB-Informationen durchsuchten Beamte am Mittwoch (3. Juli) den Bereich, auf dem ein Wohnwagen und ein Anbau stehen.

Missbrauchsfall Lügde: Bereich auf Campingplatz abgesperrt

Die Parzelle wurde abgesperrt. Die Polizei werde sich in Absprache mit der Staatsanwaltschaft am Donnerstag zu den Durchsuchungen im Missbrauchsfall Lügde äußern. Erst vor wenigen Wochen wurden die Behausungen der beiden Hauptangeklagten Andreas V. und Mario S. abgerissen. Im Missbrauchsfall Lügde müssen sich die beiden Männer derzeit vor dem Landgericht verantworten.

Prozess im Missbrauchsfall Lügde wird fortgesetzt

Der Prozess im Missbrauchsfall Lügde wird am Donnerstag (4. Juli) in Detmold fortgesetzt. Zehn weitere Zeugen sollen gehört werden. Das Verfahren gegen den 49-jährigen Heiko V. wurde abgetrennt. Gegen ihn will das Gericht am 17. Juli ein Urteil sprechen. Er hatte sämtliche Taten gestanden.

Das Jugendamt war im Missbrauchsfall Lügde massiv kritisiert worden. Mitarbeiter sollen eine 6-Jährige trotz Hinweise auf Pädophilie bei dem Dauercamper untergebracht haben.

Bei den Feierlichkeiten einer türkischen Hochzeit in Steinheim, nahe Höxter, fielen mehrere Schüsse. Anwohner riefen schließlich die Polizei. Auch im Ruhrgebiet kam es am Wochenende (14./15. September) zu ähnlichen Fällen.

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