Staatsanwaltschaft ermittelt 

Fall Lügde: Haupttäter erstattet Anzeige gegen Mutter - wurde er erpresst? 

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Der Hauptangeklagte im Fall Lügde erhebt schwere Vorwürfe gegen die Mutter eines Missbrauchsopfers. 

Obwohl ihre Tochter Opfer von sexuellem Missbrauch geworden sei, soll die Frau zunächst von einer Anzeige abgesehen haben. Stattdessen habe sie vom Täter Geld gefordert, behauptet der Hauptangeklagte im Missbrauchsfall von Lügde und erstattet Anzeige gegen die Frau. 

  • Mehrfacher Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde
  • Mutter eines Opfers soll Haupttäter erpresst haben 
  • Andreas V. erstattet Anzeige 

Lügde - "Das ist eine Lüge!, sagte die Mutter zu den Anschuldigungen von Andreas V. Es sind schwere Vorwürfe, die der Hauptangeklagte im Missbrauchsfall von Lügde von sich gab. Er wirft der Mutter eines Opfers vor ihn monatelang erpresst zu haben. Im Gegenzug soll sie ihm versprochen haben, von einer Anzeige abzusehen. Erst vor wenigen Tagen haben Ermittler am Tatort in Lügde weitere Datenträger entdeckt und sichergestellt. Außerdem wird gegen einen weiteren Verdächtigen ermittelt. 

Lügde: Andreas V. erstattet Anzeige gegen die Mutter 

Die Mutter eines Missbrauchsopfers soll zunächst 500 Euro von dem Haupttäter kassiert haben. Später soll sie sogar 2.000 Euro gefordert haben, schilderte der Mann aus Lügde, der wegen 298 Taten angeklagt wurde. Erst als dieser nicht mehr zahlte, ging sie zur Polizei, um ihn an den Pranger zu stellen. Andreas V. erstattete nun Anzeige gegen die Frau. 

Seit Juli 2018 soll die Mutter Kenntnis davon gehabt haben, dass ihre Tochter auf dem Campingplatz in Lügde sexuell missbraucht worden ist. Sollte sich diese Behauptung bewahrheiten könnte die Glaubwürdigkeit der Mutter als Zeugin in Zweifel gestellt werden. Sie streitet die Vorwürfe bislang vehement ab. Die Staatsanwaltschaft prüft den Fall nun. Der Prozess am Landgericht in Detmold wegen der Missbrauchsfälle in Lügde geht hingegen weiter.

Im Prozess um den hundertfachen Missbrauch soll in Detmold das erste Urteil gefällt werden. Verhandelt wird gegen Heiko V. Er soll per Webcam angestiftet haben.

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