Schwerer Fall von Kindesmisshandlung 

Sohn (10) mit Kissen fast erstickt - Prozessbeginn gegen Vater

+
In Detmold wurde ein zehnjähriges Kind offenbar von seinem eigenen Erzeuger misshandelt und eingesperrt (Symbolbild). 

In Detmold beginnt am Montag der Prozess gegen einen 34-jährigen Mann. Er soll sein eigenes Kind misshandelt haben. Eine Handlung erschüttert zutiefst.

  • In Detmold beginnt am Montag (25. November) der Prozess gegen einen 34-jährigen Mann
  • Der Vater soll seinen eigenen Sohn körperlich misshandelt haben 
  • Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten 97 Taten vor 

Detmold (NRW) - Wegen Kindesmisshandlung muss sich ab Montag (25. November) ein 34-jähriger Mann aus Leopoldshöhe (Lippe) vor dem Landgericht in Detmold verantworten. Er soll seinen damals zehnjährigen Sohn mehrfach für sein "Fehlverhalten" bestraft haben. In fast 100 Fällen soll der Vater Gewalt gegen den Jungen angewendet haben, berichtet owl24.de*.

Prozess wegen Kindesmisshandlung in Detmold gestartet 

Die Staatsanwaltschaft Detmold wirft dem Angeklagten vor, seinen Sohn völlig unverhältnismäßig bestraft zu haben. In insgesamt 56 Fällen habe er den Jungen in seinem Zimmer eingesperrt, berichtet owl24.de*. Außerdem soll er in 41 Fällen handgreiflich gegen den Zehnjährigen geworden sein. Sein Vorgehen schockiert zutiefst. 

Mit einem Kissen soll der Vater seinem Sohn für kurze Zeit die Luft zum Atmen genommen haben. Das Opfer sei dabei fast erstickt. Zwischen Ende 2017 und Dezember 2018 soll es zu den Übergriffen nahe Detmold gekommen sein. Möglicherweise war der Mann mit der Erziehung seines Kindes überfordert. 

Detmold: Sohn lebt nicht mehr bei seinem Vater 

Die Vorwürfe gegen den 34-jährigen Mann aus Leopoldshöhe stammen von der Mutter des Kindes sowie von den Großeltern, bei denen der Junge inzwischen lebt. "Der Zehnjährige hat derzeit keinen Kontakt zu seinem leiblichen Vater", bestätigte eine Sprecherin des Gerichts in Detmold gegenüber Radio Lippe

Detmold: Vater soll Sohn misshandelt haben - Kind hatte Todesangst 

Als er seinen Sohn im Kinderzimmer einsperrte, soll er die Türklinke abmontiert haben, heißt es in einer Pressemitteilung des Landgerichts Detmolds. Außerdem soll er bei einer Auseinandersetzung den Jungen auf das Bett geworfen haben. Danach setzte er sich offenbar auf den Brustkorb des Kindes. Ein Kissen drückte der Mann anschließend auf das Gesicht des Opfers. 

Bislang ist der 34-Jährige nicht straffällig in Erscheinung getreten. In einem Verfahren muss das Gericht in Detmold nun klären, ob er die schweren Taten wirklich verübt hat. Ein anderer Fall wegen Kindesmissbrauchs endete nun. Ein Erzieher aus Horn-Bad Meinberg wurde jetzt verurteilt, wie owl24.de* berichtet. 

In einem Prozess am OLG in Düsseldorf wird am Mittwoch (4. Dezember) das Urteil gegen die Frau eines IS-Kämpfers aus Herford nahe Bielefeld erwartet und die Verteidigung fordert einen Freispruch, berichtet owl24.de*.

*owl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion