Missverständnis führt zu Irrtum

Staatsanwaltschaft klärt Irrtum auf – Gesuchter Mann war kein Totschläger

+
Der Festgenommene soll an mehreren Schlägereien in Detmold beteiligt gewesen sein. 

Der Tatverdächtige, der wegen eines Haftbefehl des Amtsgerichts Detmold verhaftet wurde, war kein Totschläger. Offenbar gab es bei den Behörden eine Panne.

Detmold – Die Staatsanwaltschaft Detmold klärte den Irrtum am Freitagmittag (14. Juni) auf. In einer Pressemitteilung bestätigte die Behörde, dass nach dem 21-Jährigen, der heute in Hamm festgenommen werden konnte, gesucht wurde. Ebenfalls korrekt sei es, dass gegen den Afghanen seit dem 2. April 2019 ein Haftbefehl vorliegt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler, habe er aber niemanden umgebracht. Der in Hamm festgenommene Mann wurden wegen mehrfacher Körperverletzung gesucht. Außerdem werfen ihm die Ermittler schweren Landfriedensbruch vor. 

Detmold: Bundespolizei macht fehlerhafte Angaben 

Beamte der Bundespolizei Münster hatten zuvor berichtet, dass der Mann wegen Totschlags gesucht worden sei. Diese Angaben wurden nun von der Staatsanwaltschaft Detmold korrigiert. Offenbar lang an dieser Stelle ein Missverständnis vor. Wo sich dieser Fehler eingeschlichen hatte, ist unklar. 

Hintergründe zu der eigentlichen Tat in Detmold 

Am 27. Januar 2018 kam es am späten Nachmittag auf dem Vorplatz vor dem Bahnhof in Detmold zu einer brutalen Schlägerei zwischen mehreren jungen Männern. Die Beteiligten stammen nach bisherigen Kenntnisstand alle aus Afghanistan. Der Grund für die Auseinandersetzung war offenbar eine Beleidigung am Telefon. Daraufhin traf sich in Detmold eine größere Gruppe, um die Angelegenheit zu klären.  

Die Behörden aus Detmold gegen davon aus, dass auf der Seite des Beschuldigten insgesamt sechs Personen beteiligt waren, von denen wenigstens zwei (darunter der Beschuldigte) mit Schlagstöcken und einer mit Messern bewaffnet waren. Es sind dann aus dieser Gruppierung Gewalttätigkeiten gegen Angehörige der anderen Gruppe, verübt worden. Eine Person wurde durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. 

Welche Person dem Opfer die Verletzungen in Detmold zugefügt hat, konnte bislang nicht festgestellt werden. Die Ermittler konnten insgesamt vier Angreifer identifizieren. Drei von ihnen müssen sich ab dem 11. Juli vor dem Amtsgericht in Detmold wegen gefährlicher Körperverletzung und schwerem Landfriedensbruchs verantworten. 

Detmold: Gesuchter tauchte nach Messerattacke ab 

Bei den drei Angeklagten handelt es sich um junge Afghanen im Alter von 19, 20 und 23 Jahren, die aus Horn-Bad Meinberg, Detmold und Lemgo kommen. Der nun durch die Bundespolizei festgenommene Mann war nach der Messerattacke in Detmold abgetaucht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der oben genannte Haftbefehl durch das Amtsgericht Detmold erlassen.

Dem Beschuldigten wird einerseits die Beteiligung an der Tat vom 27. Januar 2018 vorgeworfen. Außerdem soll er an weiteren Schlägereien in der Detmolder Innenstadt beteiligt gewesen sein, bei denen auch ein Messer zum Zuge kam. Deshalb wird auch er bald wegen gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung auf der Anklagebank in Detmold sitzen. 

Bei einem Unfall in Detmold wurde eine Schülerin von einem Wagen erfasst und verletzt. Der Fahrer hatte die 13-Jährige beim Abbiegen übersehen. Er versuchte noch zu bremsen, doch es war zu spät. 

Ein Tierquäler hat in Detmold einer Katze einen Stab durch den Schädel gerammt. Das Tier starb an den Folgen der Verletzungen. Nun hat PETA eine hohe Belohnung ausgesetzt. 

Eine Frau (29) wurde Opfer eines Überfalls in Detmold, nachdem sie einem Fahrradfahrer begegnete. Der Mann zog plötzlich ein Messer. Er bedrohte dir Frau. 

Nach einem Vorfall in einer Arztpraxis in Detmold sucht die Polizei nach einer weiblichen Person. Von der Tatverdächtigen wurden nun ein Foto veröffentlicht. Der Ermittler sind dringend auf Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare