Prozess in Detmold 

Maden, Schimmel, Dreck: Urteil gegen Betreiber von Ekel-Restaurant rechtskräftig

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Detmold: Diese Tierchen hatte ein Gast in seiner Suppe, als er in dem Restaurant zu Besuch war. (Symbolbild)

Weil er gesundheitsschädliches Essen verkauft hat, wurde ein Restaurant-Besitzer vom Amtsgericht Detmold verurteilt. Der Mann legte Berufung ein - hatte nun aber das Nachsehen.

  • Eklatante Hygienemängel in Restaurant in Detmold
  • Betreiber in erster Instanz verurteilt
  • Entscheidung über Berufung

Update: 11. September 2019. Es waren schockierende Zustände, die in dem Restaurant in Detmold herrschten: rund 200 Kilogramm verdorbene Lebensmittel, verschimmeltes Fleisch, dreckige Küchengeräte, verschmutzte Oberflächen. Der Betreiber musste sich wegen der eklatanten hygienischen Mängel vor Gericht verantworten - und wurde in erster Instanz zu einer Geldstrafe verurteilt.

10.400 Euro sollte der 55-Jährige bezahlen. Ein zu mildes Urteil, so die Staatsanwaltschaft Detmold. Sie legte Berufung ein - und hielt eine Freiheitsstrafe noch immer für gerechtfertigt. Der Verurteilte legte ebenfalls Berufung gegen das Urteil ein: Die Summe könnte er nicht aufbringen, so der Rechtsanwalt des 55-Jährigen. Doch dies wird er nun wohl müssen.

Beim vergangenen Prozesstermin in Detmold einigten sich nun der ehemalige Restaurant-Betreiber und die Staatsanwaltschaft: Die Berufung wurde zurückgezogen, wie das Westfalen Blatt berichtet. Somit ist das Urteil rechtskräftig.

Ekel-Restaurant in Detmold: Betreiber verurteilt

Update: 22. Januar 2019

. Weil er gegen das Lebensmittelgesetz verstoßen hatte, sollte ein Restaurant-Besitzer aus Detmold neun Monate ins Gefängnis. Diese Strafe forderte zumindest die Staatsanwaltschaft. Der Richter entschied aber anders. 

Das Amtsgericht Detmold verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe in Höhe von 10.400 Euro. Der Inhaber will sein Restaurant nun renovieren. Anschließend will er das Lokal neu eröffnen. 

Detmold: Prozess wegen eklatanter Hygienemängel in Restaurant

Erstmeldung: 5. Dezember 2018. Detmold – Ein Gastronom aus Detmold muss sich in einem Gerichtsprozess verantworten. Dem Restaurant-Inhaber wird vorgeworfen, gesundheitsschädliche Lebensmittel verkauft zu haben. In der Verhandlung wird es unter anderem um kleine eklige Tierchen gehen.

Detmold: Gerichtsverhandlung startet

Ein Mann aus Detmold muss sich ab Morgen (14. Dezember) vor dem Amtsgericht verantworten. Dem Restaurant-Inhaber wird vorgeworfen seinen Gästen immer wieder verdorbenes Essen serviert zu haben. Ein Kunde fand Maden in der Suppe. 

Erst diese eklige Feststellung lösten weitere Untersuchungen in Detmold aus. Die Ermittler entdeckten zahlreiche abgelaufene und verschimmelte Lebensmittel. Dem Angeklagten droht im Falle einer Verurteilung eine einjährige Haftstrafe sowie eine Geldstrafe. 

Detmold: Restaurant geschlossen

In Detmold wurde nach den Vorkommnissen nun das betroffene Restaurant dicht gemacht. Die Zustände waren nicht mehr tragbar. Seit dem 6. Dezember hat ein Gericht die Schließung angeordnet. 

Der Besitzer des Toro Blanco muss sich nun in einem Prozess verantworten. Zuvor hatte im Juni 2018 ein Kunde Maden in seiner Suppe entdeckt. Diesen Fund meldete er. 

Detmold: Maden im Essen lösten Kontrollen aus

Laut Anklageschrift fanden Kunden des Detmolder Restaurants im Juni 2018 Maden in ihrer Suppe. Im Zuge dessen wurde der Betrieb untersucht. Bei den Kontrollen stellten die Ermittler gravierende hygienische Mängel fest: 

  • Rund 200 Kilogramm Lebensmittel vergammelt
  • Verdorbenes Essen in der Kühltruhe 
  • Verschimmeltes Fleisch 
  • Abgelaufenes Essen 
  • Stark verschmutzte Arbeitsflächen 
  • Verunreinigte Küchengeräte 

Berge an Nahrung landeten in der Tonne. Auch bauliche Mängel im Restaurant wurden festgestellt, heißt es in einer Pressemitteilung des Detmolder Amtsgerichts. Trotzdem läuft der Betrieb des Lokals noch immer weiter. 

Detmold: Diese Tierchen hatte ein Gast in seiner Suppe, als er in dem Restaurant zu Besuch war. (Symbolbild)

Prozess am Amtsgericht Detmold startet 

Ab dem kommenden Freitag (14. Dezember) sitzt der Detmolder auf der Anklagebank. Er soll immer wieder verdorbenes Essen an seine Kundschaft verteilt haben. Im Falle einer Verurteilung droht dem Mann aus Detmold eine einjährige Haftstrafe sowie eine Geldstrafe (ab 350 Euro). 

Über eine Schließung des Lokals darf das Gericht nicht entscheiden. Darum müsse sich der Kreis kümmern, heißt es. Welches Restaurant betroffen ist, ist bislang nicht bekannt. 

Lebensmittelkontrollen sind oft nicht öffentlich einsehbar. Aber wenn größere Verstöße vorliegen werden die Ergebnisse auf der Homepage des Landesamts für Natur- Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen veröffentlicht.

Welches Detmolder Restaurant betroffen ist, wurde bislang nicht bekannt gegeben. 

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