Brandermittlungen in Bad Salzuflen

Fischsterben nach Großbrand: Wasserproben ausgewertet

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Der Lösch-Schaum aus Bad Salzuflen verwandelt die Werre in ein Schaumbad.

Bad Salzuflen: Nach den Löscharbeiten zum Großbrand einer Lagerhalle kam es zu einem Fischsterben. Man vermutete in dem Löschschaum die Ursache.

  • Großbrand in Bad Salzuflen
  • Fischsterben durch Löschschaum?
  • Wasserproben wurden ausgewertet

Update: 15. November. Wie der Kreis Lippe nun bekannt gab, liegen endlich die Ergebnisse der Wasserproben aus der Werre und der Bega vor. Es sollte geklärt werden, ob der Schaum, den die Feuerwehr bei den massiven Löscharbeiten an der Lagerhalle in die Flüsse leitete, Grund für das anschließende Fischsterben war. Darüber hinaus musste dringend geklärt werden, ob der Bestand nachhaltig geschädigt wurde. Nun gibt es Antworten:

Es wurden am Tag der Löscharbeiten etwa 15.500 Liter Schaum in die Bega geleitet. Obwohl der Schaum biologisch abbaubar ist und keine Umweltgifte enthält, entzog er dem Gewässer massiv Sauerstoff. Dies führte zum plötzlichen Tod der Fische. Besonders die Bachforelle, die Koppe und die Äsche wurden durch den Sauerstoffmangel geschädigt. Am Tag des Brandes in Bad Salzuflen wurde das Gewässer zwar belastet, langfristig sind jedoch keine Folgen zu befürchten. 

Die Werre wurde als "ungeschädigt" eingestuft. Ohne weitere Maßnahmen kann vom LANUV eine positive Prognose gestellt werden, dass sich die Gewässer selbstständig wieder regenerieren werden.

Der Lösch-Schaum aus Bad Salzuflen verwandelt die Werre in ein Schaumbad.

Bad Salzuflen: Belohnung für Hinweise ausgesetzt

Update: 27. September, 12.26 Uhr. Für die Brandstiftung am Samstagabend, durch die eine Lagerhalle in der Langen Straße in Bad Salzuflen komplett zerstört wurde, werden weiterhin Zeugen gesucht. Nun hat die Polizei sogar eine Belohnung ausgesetzt. Wer wichtige Hinweise zu dem Fall machen kann, wird mit bis zu 5.000 Euro belohnt. Unter der Telefonnummer 05231 / 6090 können sich Zeugen mit den Ermittlern in Verbindung setzen. 

Nach Großbrand in Bad Salzuflen - Kreis Lippe warnt vor Gefahren 

Update: 25. September. Nach dem verheerenden Brand in einem Lagerkomplex in Bad Salzuflen-Schötmar, scheint es nun weitere Nachwirkungen zu geben. Wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) nach einer Untersuchung berichtet, befanden sich in den Lagerhallen unter anderem Holzplatten, Gasflaschen, Öl- und Gaserzeugnisse, sowie Kunststoffe. Bei den Arbeiten am Brandort entdeckte man Eternitplatten, die womöglich Asbest enthalten könnten. Die Ergebnisse dieser Untersuchung stehen noch aus. Fest steht jedoch, dass in der Luft kein Asbest nachgewiesen werden konnte.

Der Kreis Lippe empfiehlt den Bürgern jedoch vorsorglich folgende Maßnahmen, falls Gegenstände durch den Brand in Bad Salzuflen verschmutzt wurden oder man Spuren des Brandes entdeckt:

  • Die Partikel nicht mit bloßen Händen anfassen, sondern Handschuhe verwenden und die Partikel über die Restmülltonne entsorgen.
  • Verschmutzte Spielgeräte und Gartenmöbel ebenfalls gut reinigen und Spielsand gegebenenfalls über die Restmülltonne entsorgen.
  • Verschmutztes Wasser in Planschbecken und Swimmingpools sollte ausgetauscht werden.
  • Hundehalter sollten darauf achten, dass ihre Hunde in dem Bereich keine Partikel fressen.
  • Der Verzehr von Obst und Gemüse ist unkritisch, wenn es gut gereinigt werden kann. Dieses sollte gut abgewaschen, wenn möglich geschält, werden.

Brandstiftung in Bad Salzuflen? Polizei sucht Zeugen

Update: 24. September, 11.40 Uhr. Nach dem Großbrand in Bad Salzuflen, der am Samstagabend gegen 18.50 Uhr ausgebrochen war, sucht die Polizei jetzt dringend Zeugen. Die Ermittler haben den Verdacht, dass das Feuer an einer Lagerhalle in der Ladestraße vorsätzlich gelegt wurde. Auch ein Wohnhaus wurde durch die Flammen beschädigt. Wer etwas verdächtiges beobachtet hat, möge sich bitte bei den Beamten melden. Hinweise werden unter 05231 / 6090. entgegengenommen. Nach einem Großbrand an der Danzelstätte in Lübbecke, suchen die Ermittler ebenfalls Zeugen. Hier war ein Haus komplett abgebrannt. Die Polizei geht auch hier von Brandstiftung aus.

Fischsterben nach Großbrand in Bad Salzuflen 

Update: 9.20 Uhr. Über die Warn-Appp NINA wird nach dem Großbrand in Bad Salzuflen nun erneut vor "Geruchsbelästigung durch Rauchniederschlag" gewarnt. Es wird darum gebeten, Türen und Fenster zu schließen, sowie Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten. 

Offenbar kam es über dem Einsatzort erneut zu einer Rauchentwicklung, wie die Feuerwehr Bad Salzuflen twitterte.

Der Lösch-Schaum aus Bad Salzuflen verwandelt die Werre in ein Schaumbad.

Update: 24. September. Wie bereits berichtet, wurden große Mengen des Löschschaums aus Bad Salzuflen in die Bega und so auch in die Werre geleitet. Nun ist seit gestern in der Bega ein umfangreiches Fischsterben zu beobachten. Laut dem Gewässerwart des örtlichen Sportfischervereins, Volker Koch, könnte auch verunreinigtes Wasser mit in die Flüsse gelangt sein.

Koch geht zudem davon aus, dass die Fische zu viel Sauerstoff verzehrt haben und daran verendet seien. Er fürchtet um einen Totalausfall der Fischfauna, so Koch gegenüber dem WDR. Bis Mittwoch sollen umfangreiche Wasserproben aus Werre, Bega und Weser entnommen werden.

Bad Salzuflen: Großbrand in Lagerhalle

Update: 14.30 Uhr. Die Feuerwehr Herford zeigt nun Bilder von der Werre, auf denen der Fluss einer großen Badewanne gleicht. Der Grund: Die enormen Mengen an Löschschaum, die in Bad Salzuflen benötigt wurden. Dieser wurde über die Bega in die Werre geleitet. 

Update: 12.30 Uhr. Die Aufräumarbeiten am Brandort in Bad Salzuflen gehen zu Ende. Nun übernimmt die Polizei, um gemeinsam mit Experten die Brandursache zu untersuchen. Wann es Ergebnisse dazu geben wird, ist noch nicht abzusehen.

Update: 10.30 Uhr. Die Arbeiten auf dem Gelände in Bad Salzuflen-Schötmar sind noch immer nicht beendet. Momentan laufen die Aufräumarbeiten. Alle Trümmer der Halle werden mit einem Bagger abgetragen. Ob und wann die Brandursache festgestellt werden kann, ist noch unklar. Die Feuerwehrleute wurden mittlerweile komplett abgelöst.

Bad Salzuflen – Der Alarm ging am Samstagabend (21. September) bei der Feuerwehr ein. Zunächst brannten mehrere Holzpaletten vor einer Lagerhalle am Bahnhof in Schötmar. Vor Ort wurde klar, dass die Flammen bereits auf die Halle übergegriffen hatten und auch ein angrenzendes Wohnhaus in Gefahr war. Die riesige Rauchsäule war bis Leopoldshöhe und Herford sichtbar. Die Brandursache ist bislang noch nicht bekannt. Die Feuerwehr ist zur Stunde immer noch vor Ort.

Großbrand in Bad Salzuflen: Feuerwehr im Dauereinsatz

Großeinsatz der Feuerwehr in Bad Salzuflen
 © Feuerwehr Bad Salzuflen / Daniel Hobein
Großeinsatz der Feuerwehr in Bad Salzuflen
 © Feuerwehr Bad Salzuflen / Daniel Hobein
Großeinsatz der Feuerwehr in Bad Salzuflen
 © Feuerwehr Bad Salzuflen / Daniel Hobein
Großeinsatz der Feuerwehr in Bad Salzuflen
 © Feuerwehr Bad Salzuflen / Daniel Hobein
Großeinsatz der Feuerwehr in Bad Salzuflen
 © Feuerwehr Bad Salzuflen / Daniel Hobein
Großeinsatz der Feuerwehr in Bad Salzuflen
 © Feuerwehr Bad Salzuflen / Daniel Hobein
Großeinsatz der Feuerwehr in Bad Salzuflen
 © Feuerwehr Bad Salzuflen / Daniel Hobein

Bad Salzuflen: Feuerwehr im Dauereinsatz

Laut Angaben der Feuerwehr handelte es sich um einen der größten Brände in Bad Salzuflen seit 18 Jahren. Die Retter wurden von Kräften aus Lemgo, Detmold, Lage, Minden und Bielefeld unterstützt. Der Verkehr auf der angrenzenden Bahnstrecke wurde unterbrochen, das Areal evakuiert. Das Kiliansfest, welches in unmittelbarer Näher stattfand, konnte in leicht eingeschränkter Form fortgesetzt werden.

Die Rettungskräfte waren von Samstagabend bis Sonntagnacht im Einsatz. Anwohner versorgten die Truppen mit Verpflegung, wofür die Feuerwehr ihnen großen Dank aussprach. 

Halle und Wohnhaus in Bad Salzuflen nicht mehr zu retten

In der Lagerhalle befanden sich mehrere Gasflaschen, die immer wieder explodierten. Dadurch und durch die extreme Hitze konnten die Löschkräfte den Brand zunächst nur aus großem Abstand bekämpfen. Trotz aller Bemühungen konnten die Halle und das Wohnhaus nicht gerettet werden. Die Bewohner des Hauses in Bad Salzuflen, ein Ehepaar mittleren Alters, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Da das Paar jedoch einen Großteil seines Besitzes verloren hat, wurden unter den Gästen des Kiliansfestes Spenden gesammelt. 

Kleinere Glutnester unter den Trümmern sorgten immer wieder für starke Rauchentwicklung über dem Brandort in Bad Salzuflen. Die Feuerwehr bat Anwohner, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Während des Einsatzes konnten jedoch keine giftigen Gase in der Luft festgestellt werden. Eine Untersuchung der Brandursache kann vermutlich erst am heutigen Montag (23. September) durchgeführt. Der Sachschaden kann noch nicht genau beziffert werden, wird jedoch im Millionen-Bereich vermutet. 

In Bad Salzuflen wird seit fast drei Wichen Frank H. vermisst. Laut Polizei kann es sein, dass der Vermisste sich in einer medizinischen Notlage befindet. Eine andere Suchaktion in Bad Salzuflen ging gut aus: Eine vermisste Frau wurde wohlbehalten wieder aufgefunden.

Die Polizei Lippesucht nach einer vermissten Frau (48) aus Detmold. Sie verschwand am Montagmorgen (23. September spurlos. Jetzt wurde ein Fahndungsfoto von ihr veröffentlicht. Ein Detail bereitet den Ermittlern Kopfschmerzen.

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