Lockerungen in der Corona-Krise

Coronavirus: Schulöffnung in NRW – doch wie genau?

Die Landesregierungen haben Lockerungen beschlossen, die ab dem 20. April greifen. Auch Schulen in NRW sollen wieder öffnen. Doch wie soll das aussehen?

  • Ab dem 20. April greifen im ganzen Land erste Lockerungen in der Corona-Krise.
  • Auch die Schulen sollen schrittweise wieder öffnen.
  • Doch wie soll die Maßnahme genau aussehen?

NRW – Das Ministerium für Schule und Bildung plant ab Montag (20. April) eine schrittweise Öffnung der Schulen in NRW und ganz Deutschland. Der Entscheidung ging eine lange Diskussion voraus, welche Klassen zuerst in den Unterricht zurückkehren sollen. Zunächst war von den Grundschulen die Rede, da man davon ausging, dass ältere Schüler mit dem Online-Unterricht besser zurechtkommen als die jüngeren. Nun entschieden sich Bund und Länder jedoch für ein anderes Konzept, wie owl24.de* berichtet.

Schulöffnung in NRW: Schrittweise Öffnung der weiterführenden Schulen

Das genaue Vorgehen im Prozess der Schulöffnungen in NRW sieht aktuell wie folgt aus: 

  • Ab 20. April: Öffnung der weiterführenden Schulen vorerst nur für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulträger zur Vorbereitung auf die kommende Zeit.
  • Ab 23. April: Schülerinnen und Schüler, die in diesem Schuljahr Abschlussprüfungen ablegen müssen, können auf freiwilliger Basis zurück in die Schulen, um sich auf die Prüfungen vorzubereiten.
  • Ab 4. Mai: Schrittweise weitere Öffnung der Schulen zunächst für Schülerinnen und Schüler des 4. Jahrgangs in Grundschulen. So sollen sie auf den bevorstehenden Wechsel auf die weiterführende Schule vorbereitet werden. Voraussetzung für diese Maßnahme ist, dass die Infektionszahlen den Schritt rechtfertigen.

Bereits seit dem 16. März gibt es eine Notbetreuung für die Jahrgänge 1 bis 6. Diese bleibt bestehen und soll erweitert werden. Ab dem 23. April haben noch mehr Elternteile einen Anspruch auf diese Betreuung. Dies hängt mit den neuen Lockerungen der Landesregierungen in der Corona-Krise* in Wirtschaft und Einzelhandel zusammen. 

Voraussetzung für die Öffnung der Schulen in NRW ist ein strenger Hygieneplan, der vom Landeszentrum für Gesundheit in NRW vorgegeben wird. Wie solch ein Hygieneplan aussehen kann, sehen Sie hier.

NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer zu Schulöffnungen: "Gesundheit hat oberste Priorität"

Die Öffnungen der Schulen in NRW wird nicht an allen Stellen positiv aufgenommen. Kritikpunkte sind unter anderem, dass es zu früh sei und so eine erneute Infektionswelle über uns schwappen könnte. Andere halten es für unmöglich, die Corona-Hygienevorschriften an Schulen einzuhalten. Auch viele Schüler sind von dem Entschluss alles andere als begeistert, wie die Kritik eines Abiturienten aus OWL deutlich zeigt*. Doch NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer verteidigt den Schritt: 

"Die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte und aller in Schule Beschäftigten hat für die Landesregierung oberste Priorität. Die vorsichtige und daher gestufte Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Nordrhein-Westfalen erfolgt gleichsinnig wie in anderen Bundesländern. Sie ist behutsam darauf ausgelegt, die Schulen nicht zu überfordern. Und sie respektiert gleichzeitig die berechtigten Interessen der Schülerinnen und Schüler auf eine bestmögliche Prüfungsvorbereitung für den Abschluss ihrer jeweiligen Schullaufbahn."

*Owl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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