Covid-19-Pandemie

Coronavirus in NRW: Werden Kitas und Schulen bald wieder geöffnet? 

Wegen des Coronavirus stehen in NRW viele Eltern am Rande der Verzweiflung. Kitas und Schulen sind geschlossen. Doch das könnte sich jetzt ändern.

  • Wegen des Coronavirus sind in NRW Schulen und Kitas geschlossen. 
  • In ganz Deutschland gilt ein Kontaktverbot. 
  • NRW-Familienminister Stamp (FDP) möchte den Betrieb in den Einrichtungen langsam wieder aufnehmen. 

Update: 29. April, 8.35 Uhr. Die Kindertagesbetreuung in NRW und ganz Deutschland sollen trotz des Coronavirus schrittweise wieder geöffnet werden. Die Familienminister der Bundesländer haben sich offenbar auf ein mögliches Konzept geeinigt, berichtet der WDR am Mittwochmorgen. Der Plan soll demnach in vier Phasen gegliedert sein. 

In dem Konzept geht es zunächst um eine erweiterte Kindernotbetreuung. Danach soll ein eingeschränkter Regelbetrieb in Kraft treten bevor man die Einrichtungen wieder komplett öffnet. NRW-Familienminister Joachim Stamp und die anderen Minister der Länder sprechen am morgigen Donnerstag (30. April) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über den Kurs, der eine bessere Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf vorsieht. Zuerst sollen Kinder aus schwierigen Verhältnissen wieder Kitas und Schulen besuchen können. 

Coronavirus in NRW: Wann werden Kitas und Schulen für alle Kinder geöffnet? 

Erstmeldung: 28. April. Kontaktverbot und strenge Hygienevorschriften haben das Land seit Wochen fest im Griff. Lange Zeit waren Schulen und Kitas geschlossen, das Leben im öffentlichen Raum auf ein Minimum reduziert. Besonders für die Kinder ist es eine schwere Zeit. Sie dürfen nicht auf dem Spielplatz toben, dürfen nicht in den Kindergarten, wo sie ihre Freunde und Betreuer sehen. 

Gerade im Zuge der jüngst umgesetzten Lockerungen der Corona-Auflagen fordern nun viele Eltern eine Öffnung der Kitas in NRW. Auch eine schrittweise Wiederbelebung der Spielplätze unter angemessenen Hygienevorschriften halten viele nicht nur für sinnvoll, sondern für dringend notwendig. Nun gibt es für sie einen Hoffnungsschimmer, wie owl24.de* berichtet.

Coronavirus: Öffnung der Kitas bis zum Sommer? NRW-Familienminister Stamp mit Verständnis für Eltern

Laut Joachim Stamp müsse man in der Coronavirus-Krise die Situation von Familien mit Kindern ernst nehmen. In den letzten Wochen sei den Familien Unglaubliches zugemutet worden, sagte er gegenüber dem WDR. Deshalb befände man sich aktuell in Gesprächen mit den zuständigen Ministern der Länder. Zwar wolle man die Diskussionen nicht öffentlich machen, bevor es konkrete Ergebnisse gibt, dennoch ließ er sich zu einer Prognose hinreißen.

Zwar gebe es kein einheitliches Öffnungsdatum für Kitas in Deutschland, da sich in jedem Bundesland die lokale Situation anders darstelle, jedoch rechne er damit, dass in NRW bis zum Sommer jedem Kind eine Betreuung zuteil wird. Wie genau diese aussehen wird, ist noch unklar. Einen Regelbetrieb werde es bis dahin noch nicht geben. Mehrere Faktoren seien zu beachten. Etwa, dass viele Betreuer selbst zu Risikogruppen zählen. Bis dahin versuche man, die Eltern, so gut es geht, zu entlasten. So ist die Notbetreuung bereits für Alleinerziehende ausgeweitet worden.

Coronavirus: Familienminister Stamp befürwortet Öffnungen der Spielplätze in NRW 

Nicht nur eine Unterbringung der Kinder in der Kita ist in der Diskussion. Auch die Spielplätze sind momentan noch Sperrgebiet für die Kleinen. Dabei würde es Eltern und Kinder bereits merklich entlasten, wenn wenigstens ein Ausflug zum Spielplatz nebenan möglich wäre. Auch hier gibt sich NRW-Familienminister Stamp optimistisch: „Dort, wo es verantwortliche Aufsicht geben kann, befürworte ich, eine Öffnung von Spielplätzen in absehbarer Zeit wieder zu ermöglichen“, sagte er am Dienstag gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger". 

Die Aufsichten auf den Spielplätzen könnten laut Stamp "Verwaltungsmitarbeiter aus Bereichen sein, wo vorübergehend weniger Arbeit anfällt, oder auch Ehrenamtliche. Das diskutieren wir mit unseren Ansprechpartnern aus der Kinder- und Jugendarbeit sowie den Kommunen." Die Möglichkeiten zu einer Öffnung der Spielplätze in NRW wird aktuell geprüft.

Auch in andere Bereiche des öffentlichen Lebens soll in Zeiten des Coronavirus neues Leben einkehren: Ab dem 1. Mai werden in NRW wieder Gottesdienste stattfinden*. Die strengen Hygienevorschriften müssen jedoch von den Religionsgemeinschaften selbst durchgeführt und überwacht werden. 

*Owl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © dpa 

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