Dreikönigssingen

Coronavirus bremst Sternsinger aus – doch es gibt Alternativen zum Hausbesuch

Die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland wirkt sich nun auch auf die Sternsinger aus. Das Dreikönigssingen findet nicht wie geplant statt. Es gibt jedoch ein Alternativprogramm.

Aachen/OWL – Seit Mittwoch (16. Dezember) befindet sich ganz Deutschland in einem harten Lockdown. Um die Coronavirus-Pandemie in der Bundesrepublik wieder in den Griff zu bekommen, sollen nun auch Sternsinger zum Neujahrsbeginn keine Hausbesuche machen. Bund und Länder haben strengere Corona-Regeln erlassen, die besonders den Einzelhandel schwer treffen.

Die beschlossenen Schutzmaßnahmen sollen bis mindestens 10. Januar gelten. Trotz des Lockdowns bleiben in NRW einige Geschäfte für Kunden geöffnet, die wir in einer Übersicht für Sie zusammengefasst haben. Das traditionelle Dreikönigssingen fällt hingegen in ganz Deutschland aus, wie das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" aus Aachen und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mitteilten. Der Segen soll nun auf anderem Wege zu den Christen nach Hause gelangen.

InstitutionKindermissionswerk ,Die Sternsinger' e.V.
Veranstaltung Dreikönigssingen
NeuheitKontaktloses Sternsingen und virtuelle Besuche

Coronavirus macht Hausbesuche für Sternsinger unmöglich – Kindermissionswerk setzt auf Alternative

Aus NRW und Niedersachsen hatte es vor wenigen Tagen noch geheißen, dass das Dreikönigssingen zwar unter Corona-Auflagen, aber wie geplant über die Bühne gehen kann. Doch die aktuelle Corona-Lage hat alles verändert (Hier mehr News zum Coronavirus in NRW lesen). Zum Jahreswechsel soll es in ganz Deutschland keine Hausbesuche der Sternsinger geben. Unter der Überschrift „Die Welt braucht eine frohe Botschaft“ möchten die Träger der Traditionsveranstaltung – das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – ein Alternativprogramm auf die Beine stellen.

"Die Menschen sehnen sich nach dem Segen der Sternsinger. Deshalb findet die Aktion Dreikönigssingen auf neuem Wegen statt: kontaktlos und kreativ, solidarisch mit den Kindern in der Welt", berichtete der Präsident des Kindermissionswerks, Dirk Bingener, in Aachen. Auf virtuelle Art und Weise soll der Segen zu den Christen kommen. In Online-Formaten im Internet soll es digitale Sternsingerbesuche geben. Per Post sollen auch die Aufkleber mit dem Segenswunsch "C + M + B" (Christus segne dieses Haus) zu den Christen gelangen. Diese sollen zudem in allen Gottesdiensten in Deutschland ausgelegt werden.

Ein Sternsinger beschriftet eine Tür und überbringt den Segen Gottes. Doch wegen des Coronavirus wird es dies 2021 nicht geben.

Coronavirus: Virtuelles Dreikönigssingen – Sternsinger erarbeiten Formate für Krankenhäuser

Das Kindermissionswerk und der BDKJ möchten die Sternsingergruppen in ganz Deutschland bitten, auch Formate für Krankenhäuser und Pflegeheime zu erstellen. Besonders diese Einrichtungen dürfe man jetzt während der Coronavirus-Pandemie nicht im Stich lassen, forderte der BDKJ-Bundespräses Stefan Ottersbach. Damit alle gläubigen Christen den Segen erhalten können, soll das virtuelle Dreikönigssingen bis zum 2. Februar verlängert werden.

In den Gottesdiensten und online soll auch das Einsammeln der Spendengelder erfolgen. Zuletzt hatten die rund 300.000 Sternsingergruppen in Deutschland, die aus Mädchen und Jungen bestanden, rund 52,4 Millionen Euro gesammelt. Wegen der anhaltenden Corona-Krise könnten die Spenden in diesem Jahr etwas zurückgehen. Das Kindermissionswerk war 2019 an mehr als 1.600 Projekten für Kinder in 108 Ländern beteiligt.

Beim Dreikönigssingen 2020 reiste eine Sternsingergruppe aus Paderborn nach Berlin, um die Kanzlerin zu treffen. Ob auch die traditionellen Besuche der Sternsinger bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ausfallen, ist noch nicht abschließend geklärt. Klar ist hingegen seit Donnerstag (17. Dezember), wann es mit den Corona-Impfungen losgehen soll. Der Impfstart gegen das Coronavirus wurde in NRW auf den 27. Dezember terminiert und Armin Laschet richtete sich in einer ernsten Video-Botschaft an die Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Rubriklistenbild: © dpa / Arno Burgi / Jörg Carstensen (Fotomontage: Owl24.de)

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