Covid-19-Krise

Coronavirus im Kreis Lippe: 204 Personen infiziert – Bundeswehr kommt zum Einsatz

Im Kampf gegen das Coronavirus im Kreis Lippe werden neue Geschütze aufgefahren. Die Bundeswehr soll nun unterstützen, weil einige Arztpraxen zu sind.

  • Im Kreis Lippe gibt es aktuell 188 bestätigte Coronavirus-Fälle (Stand: 25. März). 
  • Die Kreisverwaltung verzeichnete bislang einen Todesfall. 
  • Die Bundeswehr soll jetzt bei der Bewältigung der Covid-19-Krise helfen. 

Kreis Lippe – 204 Personen im Kreis Lippe haben sich bislang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert und erkrankten an Covid-19. Ein Mensch aus der Region verstarb an der Lungenkrankheit. Nun soll die Bundeswehr das medizinische Personal während der Pandemie unterstützen. 

Coronavirus im Kreis Lippe – Bundeswehr kommt zum Einsatz 

Bereits am 22. März hat sich die Kreisverwaltung mit einem Hilfeleistungsantrag an die Bundeswehr gewandt. Da die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle immer weiter steigt, befürchten die Verantwortlichen im Kreis Lippe einen Engpass bei der medizinischen Grundversorgung. 

Einige Ärzte hätten ihre Praxen geschlossen. Deshalb sei die medizinische Grundversorgung im Kreis Lippe nicht mehr im vollen Umfang gewährleistet. Deshalb wurde der Antrag nun auch genehmigt. Die Bundeswehr wird ab sofort bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie helfen. 

Coronavirus im Kreis Lippe: Wie sieht die Hilfe der Bundeswehr aus? 

Der Kreis Lippe bekommt von der Bundeswehr vor allem materielle Unterstützung. Schutzkleidung, die bei der Behandlung von Coronavirus-Patienten zwingend notwendig ist, wird hier in Detmold und in den Nachbarstädten benötigt. Auch andere Städte in Ostwestfalen-Lippe sind inzwischen auf Spenden angewiesen. 

Ein Arzt in Bielefeld hat wegen des Coronavirus beispielsweise die Bevölkerung und Firmen darum gebeten, Atemmasken, Schutzkittel und Einweghandschuhe zu spenden, damit die Mediziner in den Krankenhäusern weiterhin ihrer Arbeit nachgehen können. Im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 wird der Kreis Lippe nun von der Bundeswehr unterstützt. Das Hilfspaket ist jedoch nur eine Überbrückungsmaßnahme, die für zwei Wochen gelten soll.  

Kreis Lippe: Wegen Coronavirus – mobile Rettungsstation aus Beständen der Bundeswehr entsteht 

Eine mobile Rettungsstation aus Beständen der Bundeswehr soll nun für die Coronavirus-Patienten im Kreis Lippe entstehen. Das Militär wird diese aufbauen und dann an die Kassenärztliche Vereinigung übergeben. Aus folgenden Komponenten wird diese Einrichtung bestehen: 

  • Luftgestütztes Zelt
  • Container, der als Rettungsstation fungiert
  • Eine Versorgungspalette

Die Bundeswehr kam wegen des Coronavirus nicht nur im Kreis Lippe, sondern auch in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens zum Einsatz, wie beispielsweise im Kreis Heinsberg. In ganz NRW gibt es inzwischen 9.420 bestätigte Fälle. 61 Menschen starben im Westen bislang an Covid-19, berichtete das Robert Koch-Institut (RKI) am heutigen Mittwoch (25. März). 

Lothar Heinz Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, informiert über die aktuelle Lage in der Coronavirus-Epidemie und kann für den Kreis Lippe und ganz Deutschland noch keine Entwarnung geben.

Alle Informationen zu den Entwicklungen des Coronavirus im Kreis Lippe lesen Sie auch in unserem Newsticker. Nun wurde bekannt, dass in einer klinischen Einrichtung das Virus nachgewiesen wurde: Mehrere Mitarbeiter und Patienten in einer Reha-Klinik in Horn-Bad Meinberg bei Detmold haben sich mit dem Coronavirus infiziert und die Lage ist angesprannt. 

Rubriklistenbild: © Fotomontage: dpa

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