Pandemiebekämpfung

Dramatische Coronavirus-Lage: Kreis Herford verhängt Ausgangssperre – was jetzt gilt

Im Kreis Herford ist der Inzidenzwert weiterhin hoch. Für die Region in NRW wurden nun eine Ausgangssperre erlassen, um dem Coronavirus Herr zu werden.

Herford – Einen Tag vor Heiligabend ist der Inzidenzwert im Kreis Herford noch einmal gestiegen. Dieser liegt nun mittlerweile bei 233,1. Am Mittwoch (23. Dezember) wurden kreisweit 100 Neuinfektionen sowie fünf Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet. Nun hat die Region weitere Maßnahmen gegen das Coronavirus angekündigt.

Im Einvernehmen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat der Kreis Herford eine Ausgangssperre beschlossen, die ab Heiligabend in Kraft tritt und bis einschließlich 10. Januar gelten soll. Die Ausgangssperre wird zusätzlich zu den bis zum Stichtag bundesweit geltenden Corona-Regeln verfügt. Für die Region in Ostwestfalen* gelten somit bald erweiterte Regeln. Bei owl24.de erfahren Sie, in welchen Kreisen in OWL Ausgangssperren gelten.

KreisHerford
Einwohner253.000
BundeslandNRW

Ausgangssperre im Kreis Herford: Diese Regeln gelten

Ab dem 24. Dezember gilt die Ausgangssperre in der Zeit von 21 bis 4 Uhr des Folgetages. Der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung im Kreis Herford ist dann untersagt – Ausnahmen gelten beim Aufenthalt von Außenbereichen des eigenen Grundstücks. Auch bei gewichtigen Gründen, das eigene Haus zu verlassen, kann die Ausgangssperre umgangen werden. Diese Gründe sind:

  • Ausübung einer beruflicher Tätigkeit, die zwingend in diesem Zeitraum erfolgen muss.
  • Unterstützung Hilfsbedürftiger.
  • Dringend erforderliche Inanspruchnahme medizinischer oder veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen.
  • Handlungen zur dringend erforderlichen Versorgung von Tieren.
  • Die Begleitung Sterbender.
  • Das Verlassen der Wohnung zum Schutz von Leib und Leben ist zwingend erforderlich (zum Beispiel: Hausbrand)

Hohe Coronavirus-Zahlen: Ausgangssperre im Kreis Herford wird kontrolliert

Polizei und Ordnungsamt im Kreis Herford werden in dieser Zeit Kontrollen durchführen, teilt die Kreisverwaltung mit. Sollten zwischen 21 und 4 Uhr draußen Personen angetroffen werden, müssen diese den Beamten die gewichtigen Gründe glaubhaft darlegen. Für die Weihnachtstage und Silvester gibt es zudem Sonderregelungen der Ausgangssperre, die die Ausbreitung des Coronavirus, das mittlerweile mutiert ist*, verhindern soll. Vom 24. bis zum 26. Dezember gilt die Ausgangssperre jeweils von 0 bis 4 Uhr des Folgetages – also bis zum Morgen des 27. Dezember. Auch im Kreis Gütersloh wurden nun eine Ausgangssperre erlassen.

An Neujahr (1. Januar) darf die eigene Wohnung von 1 bis 6 Uhr nicht mehr ohne triftigen Grund verlassen werden. Kirchen und Gemeinden müssen ihre Besucherzahl im Kreis Herford ebenfalls reduzieren und dürfen nur noch maximal 175 Personen in die Gotteshäuser lassen. Des Weiteren darf aufgrund der steigenden Infektionen mit dem Coronavirus* in Geschäften nur noch ein Kunde pro 20 Ladenfläche anwesend sein. Zudem gilt am Arbeitsplatz eine Maskenpflicht so fern mehr als eine Person im selben Raum anwesend ist.

  • Ausgangssperre im Kreis Herford beschlossen.
  • Vom 24. Dezember bis 10. Januar in der Zeit von 21 bis 4 Uhr.
  • Ausnahme: 24. bis 26. Dezember (0 bis 4 Uhr)
  • Ausnahme: Nacht von Silvester auf Neujahr (1 bis 6 Uhr)
Im Kreis Herford gilt ab Weihnachten eine Ausgangssperre (Symbolbild).

Auch in weiteren Städten und Landkreisen in NRW wurden Ausgangssperren beschlossen. Derweil beginnen ab dem 2. Weihnachtstag landesweit die ersten Impfungen. Für Pflegebedürftige in NRW wird es jedoch wohl keine Impfungen gegen das Coronavirus in den eigenen vier Wänden geben. Das teilte NRW-Gesundheitsminister Karl Josef Laumann (CDU) mit. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Óscar J.Barroso/dpa

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