Covid-19

Coronavirus in NRW: Alltag der Menschen wird massiv eingeschränkt

Wegen der starken Verbreitung des Coronavirus in NRW und Deutschland hat die Bundesregierung nun strenge Auflagen für das öffentliche Leben bekannt gegeben.

  • Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter unaufhaltsam aus.
  • Das Land NRW und somit auch OWL sind besonders schwer getroffen.
  • Die Bundesregierung schränkt das öffentliche Leben nun enorm ein.

NRW/OWL – Es begann damit, dass Großveranstaltungen ab 1000 Personen abgesagt wurden. Es folgten Schließungen von Schulen und Kitas. Private Veranstaltungen wurden ebenfalls untersagt. Bundesligaspiele wurden zu Geisterspielen und letztendlich ganz gestrichen. Das Coronavirus hat uns und unseren Alltag fest im Griff. Nun veröffentlichte die Bundesregierung in Absprache mit den Landesregierungen weitere Auflagen, die das öffentliche Leben bis auf Weiteres zum Erliegen bringen werden. Auch in Bielefeld werden diese Einschränkungen aufgrund des Coronavirus nun umgesetzt

Coronavirus in NRW: Selbstbeschränkung ist notwendig

In NRW sind bislang etwa 2500 Personen an dem Coronavirus Sars-CoV-2 erkrankt – Tendenz steigend. Um der Ausbreitung irgendwie Herr zu werden, sollen die sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Die Regierung appelliert an die Bürger, sich an die Warnungen zu halten und sie ernst zu nehmen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: "Unsere Selbstbeschränkung heute kann morgen Leben retten".

Die aktuellen Leitlinien sollen dieser Aufforderung nun Nachdruck verleihen. Das öffentliche Leben wird dadurch zu großen Teilen still stehen. Doch die Notwendigkeit solcher Maßnahmen ist nicht von der Hand zu weisen, wenn wir die Corona-Krise langfristig überstehen wollen.  

Corona-Krise: Leitlinien zum öffentlichen Leben in OWL, NRW und ganz Deutschland

Die Grundabsicht hinter den Leitlinien ist, dass alle Einrichtungen in OWL, NRW und ganz Deutschland geschlossen werden, die nicht der Grundversorgung dienen. Das bedeutet, dass folgende Einrichtungen geöffnet bleiben

  • Arztpraxen, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, alle Einrichtungen des Gesundheitswesens.
  • Supermärkte, Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte.
  • Banken, Sparkassen, Poststellen.
  • Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf.
  • Großhandel, Garten- und Baumärkte, Tierbedarfsmärkte.
  • Tankstellen.
  • Handwerker und Dienstleister dürfen weiterhin arbeiten.
  • Alle Öffnungen bleiben unter Einhaltung hoher Hygieneauflagen bestehen.

Geschlossen werden:

  • Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen.
  • Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen und ähnliche Einrichtungen.
  • Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen.
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen.
  • Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.
  • Alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, insbesondere Outlet-Center.
  • Spielplätze.

In einem neuen Beschluss haben Bund und Länder nun ein Kontaktverbot für NRW und ganz Deutschland entschieden. Zeitgleich wurden neue Schließungen bekannt gegeben. Aufgrund der Bestimmungen leidet auch die lokale Gastronomie. Doch ein Döner-Laden aus Bielefeld hatte eine gute Idee, um seine Kunden bei Laune zu halten.

Coronavirus in NRW: Bundesregierung verbietet Zusammenkünfte auch in Kirchen

Auch größere Zusammenkünfte im öffentlichen Leben sind ab sofort untersagt. Dazu zählen: 

  • Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Angebote in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich.
  • Reisebusreisen.
  • Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften.

Weitere Regulierungen des Alltags beinhalten:

  • Einschränkungen für Besuchsregelungen für Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Pflegeheime und besondere Wohnformen. (Vorschlag: Besuch einmal am Tag, für eine Stunde, allerdings nicht von Kindern unter 16 Jahren, nicht von Besuchern mit Atemwegsinfektionen, usw.)
  • In Universitäten, Schulen und Kindergärten, soweit deren Betrieb nicht gänzlich eingestellt wird, gilt ein generelles Betretungsverbot für Personen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in Risikogebieten im Ausland oder besonders betroffenen Regionen im Inland nach RKI-Klassifizierung aufgehalten haben.
  • Auflagen für Mensen, Restaurants, Speisegaststätten und Hotels, das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus zu minimieren, etwa durch Abstandsregelung für die Tische, Reglementierung der Besucherzahl, Hygienemaßnahmen und –hinweise.
  • Regelungen, dass Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können.
  • Regelungen, dass Restaurants und Speisegaststätten generell frühestens ab 6 Uhr zu öffnen und spätestens ab 18 Uhr zu schließen sind.
In OWL gab es indes auch eine gute Nachricht aus der Corona-Krise. Eine Frau aus dem Kreis Lippe ist nach einer Covid-19-Erkrankung wieder vollständig genesen. Dennoch steigen die Infektionen weiter an. Im Kreis Herford wird nun ein Drive-In-Schnelltest auf das Coronavirus eröffnet. Damit sollen die Arztpraxen in der aktuellen Situation entlastet werden. Indes kam es in Bielefeld zu einem schweren Unfall mit einem Rettungswagen. An Bord befand sich eine Patientin mit Verdacht auf das Coronavirus

Die wichtigsten Telefonnummern, die sie in der Corona-Krise wissen müssen, haben wir zusammengestellt. Da sich viele in Deutschland lebende Menschen noch immer nicht an die Vorgaben zur Eindämmung des Coronavirus halten, hat unser Redakteur einen Appell an eben diese gerichtet.

Rubriklistenbild: © Fotomontage: dpa/pixabay

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