Kreis Lippe

60 Meter langes Hallendach kracht unter Schneelast zusammen

In Bad Salzuflen (Kreis Lippe) musste die Feuerwehr zu gleich zwei Großeinsätzen ausrücken. Zum einen stürzte ein Hallendach unter der Schneelast ein. Zusätzlich wurde ein Eisangler vermisst.

Bad Salzuflen – Am Mittwochabend (10. Februar) ging gegen 17.30 Uhr der Alarm einer Brandmeldeanlage in einem Industriebetrieb in der Daimlerstraße in Schötmar bei der Feuerwehr ein. Ein Feuer gab es an der Halle jedoch nicht. Wie auch weitere Anrufer meldeten, war an der Halle ein sogenanntes Schleppdach eingestürzt und hatte dabei die Sprinkleranlage zerstört. Dadurch löste der Alarm aus.

Das 60 x 5 Meter große Dach war an der Außenwand der Halle in Bad Salzuflen angebracht und war offenbar unter der enormen Schneelast, die der plötzliche Wintereinbruch in OWL nach sich zog, zusammengebrochen. Dabei landete es auf zwei Sattelaufliegern, die dort untergestellt waren. Ob sich noch Menschen unter den Trümmern befanden, war zunächst unklar.

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Kreis Lippe: Feuerwehr bei zwei Großeinsätzen in Bad Salzuflen

Als die Einsatzkräfte an der Halle ankamen, konnten sie glücklicherweise schnell feststellen, dass sich keine Menschen unter den Trümmern des eingestürzten Daches befanden. Eine Begehung der übrigen Halle erwies sich jedoch schnell als zu gefährlich und musste abgebrochen werden, da die Feuerwehr Bad Salzuflen feststellen musste, dass auch der Rest der Halle in Ostwestfalen* einsturzgefährdet ist.

Das Technische Hilfswerk (THW) wurde ebenfalls zu der Halle in Bad Salzuflen-Schötmar gerufen, um die Statik des Gebäudes zu prüfen. Der Einsatz ging für die Feuerwehr noch bis in den späten Mittwochabend hinein. Doch währenddessen ging ein weiterer Alarm ein. Anwohner hatten am Werler See eine verlassene Angelausrüstung und einen umgekippten Stuhl gesehen. Die Einsatzkräfte wurden von der Leitstelle unter dem Stichwort „Menschenleben in Gefahr. Person in Wasser/Eis“ alarmiert.

Bad Salzuflen im Kreis Lippe: Ein 60 Meter langes Dach krachte unter der Schneelast zusammen.

Vermisster Angler: Suchaktion am Werler See in Bad Salzuflen

Da so viele Feuerwehrleute aus Bad Salzuflen bei dem Einsatz an der Halle in der Daimlerstraße vor Ort waren, mussten die Kollegen aus dem benachbarten Leopoldshöhe einspringen. Zusätzlich wurden Taucher aus Lemgo angefordert. Diese konnten anhand der Größe des Lochs schnell feststellen, dass der vermisste Angler nicht in den See gefallen sein konnte.

Die Einsatzkräfte suchten das Ufer und das Umfeld des Werler Sees in Bad Salzuflen ab, konnten aber weder Personen noch ein abgestelltes Auto oder andere Spuren entdecken. Der Einsatz wurde deshalb rund anderthalb Stunden nach dem Alarm abgebrochen. Nun übernimmt die Polizei Lippe die Ermittlungen. Auch an anderer Stelle hat der plötzliche Wintereinbruch in OWL für Probleme gesorgt. In Bielefeld stehen die Stadtbahnen noch die ganze Woche still. Einzig einige Buslinien können hier bedient werden. Auf den Autobahnen A2 und A30 sorgte das Schneechaos für Mega-Staus und viele Unfälle. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.)

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Bad Salzuflen

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