Prozess vor Landgericht in Bielefeld

Kindesmissbrauch! Urteil gegen Physiotherapeuten fällt heute

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In Bielefeld wird einem pädophilen Physiotherapeuten der Prozess gemacht (Symbolbild).

Vor dem Landgericht Bielefeld wird heute das Urteil gegen einen Physiotherapeuten aus Bad Oeynhausen erwartet.

  • Prozess wegen mehrfachen Kindesmissbrauch am Landgericht in Bielefeld
  • Heilpraktiker aus Bad Oeynhausen sieht Urteil entgegen
  • Plädoyers gehen weit auseinander

Update: 4. Dezember. Der Prozess gegen den Heilpraktiker aus Bad Oeynhausen vor dem Landgericht Bielefeld neigt sich dem Ende zu. Wie Radio Bielefeld berichtet, fordert die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von vier Jahren zusammen mit einem vierjährigen Berufsverbot für weibliche Minderjährige. Die Ehefrau des 61-Jährigen, die der Beihilfe beschuldigt ist, soll freigesprochen werden.

Die Verteidigerin des angeklagten Mannes aus Bad Oeynhausen fordert einen Freispruch für die Missbrauchsvorwürfe, da ihr Mandant, wie dieser auch selbst angibt, lediglich Behandlungsmethoden angewandt habe. Für den Besitz der Kinderpornografie fordert die Verteidigung eine Bewährungsstrafe. Die Plädoyers gehen also weit auseinander. Ein Urteil wird für den Nachmittag erwartet.

Missbrauch in Bad Oeynhausen: 44 Taten vorgeworfen

Update: 7. Oktober, 16.56 Uhr. In der Praxis eines Heilpraktikers in Bad Oeynhausen hat ein 61-jähriger Heilpraktiker offenbar kinderpornografische Aufnahmen gemacht. Dies räumte der Physiotherapeut heute in dem Prozess vor dem Landgericht in Bielefeld ein. Außerdem gab der Mann an, dass er eine Neigung zur Pädophilie habe. In der Fortsetzung der Verhandlung sagte er, dass er die Fotos für sich selbst gemacht habe. Eine Weiterverbreitung soll nicht stattgefunden haben. 

Den schweren Vorwurf des sexuellen Missbrauch bestreitet der Angeklagte aus Bad Oeynhausen jedoch nach wie vor. Insgesamt wirft die Staatsanwaltschaft Bielefeld dem Mann 44 Taten vor. An mindestens acht Opfern soll er sich demnach vergangen haben. Seine Frau (62) soll von den Machenschaften gewusst haben. Ihr werfen die Ermittler Beihilfe vor. Ein weiterer Fall von sexuellem Kindesmissbrauch beschäftigt derzeit die Ermittler in OWL. Wurde eine 24-jährige Frau in Bielefeld von ihrem eigenen Onkel missbraucht? Nach vielen Jahren erhebt das mutmaßliche Opfer nun schwere Vorwürfe gegen ihren Verwandten. 

Prozess in Bielefeld: Angeklagter aus Bad Oeynhausen besaß Kinderpornos

Erstmeldung: 4. September. Zwischen Januar 2010 und Dezember 2018 sollen insgesamt acht Opfer in über 40 Fällen missbraucht worden sein. Dies wird dem Physiotherapeuten Rainer M. (61) aus Bad Oeynhausen zur Last gelegt (owl24.de berichtete über den Fall). Auch seine 62-jährige Ehefrau ist mitangeklagt.

Am 12. September beginnt vor dem Landgericht Bielefeld der Prozess gegen den Physiotherapeuten aus Bad Oeynhausen. Seine Opfer waren überwiegend zwischen sechs und zwölf Jahre alt. Zu den über 40 Fällen von - teils schwerem - sexuellem Missbrauch, soll er die Kinder in drei weiteren Fällen auch "schmerzhaft angefasst" haben, wie das Landgericht Bielefeld mitteilt. 

Zusätzlich zu seinen aktiven Taten muss sich der 61-Jährige auch wegen des Besitzes kinderpornografischer Dateien verantworten. In seinem Besitz wurden mehrere tausend Bilder und Videos dieser Art gefunden.

Staatsanwaltschaft Bielefeld erhebt gegen Ehefrau aus Bad Oeynhausen ebenfalls schwere Vorwürfe

Auch die 62-jährige Ehefrau von Rainer M. steht in Bielefeld vor Gericht. Die Frau soll in einem Fall Beihilfe zum Missbrauch geleistet haben. Während des Vergehens war sie im Behandlungsraum anwesend. Dem Opfer sagte sie, dass die Vorfälle zur Behandlung gehören würden. Da der Fall kurz nach den Missbrauchsfällen in Lügde bekannt wurde, sorgte er für großes Aufsehen. Das Urteil gegen den Mann soll in Bielefeld im Dezember fallen.

Vor dem Landgericht in Bielefeld wurde vor Kurzem auch der Fall einer Frau behandelt, die ihren Mann nach einem Scheidungsstreit versucht haben soll, zu erstechen. Sie soll mit einem Küchenmesser mehrfach zugestochen haben.

Ein Vater bedrohte in Bielefeld seine Tochter mit einem Messer. Daraufhin kam es zu einem großen SEK-Einsatz. Vor dem Landgericht Bielefeld wird zudem ein Fall von Gruppenvergewaltigung verhandelt. Neun jungen Männern wird vorgeworfen, eine damals 14-Jährige missbraucht zu haben.

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