Gesundheitsminister

Hat sich Jens Spahn bei privater Dinnerparty mit dem Coronavirus infiziert?

Im vergangenen Oktober infizierte sich Jens Spahn mit dem Coronavirus. Der Gesundheitsminister soll sich das Virus angeblich auf einer Spendengala eingefangen haben. Einen Tag nachdem er vor privaten Feiern gewarnt hatte.

Über 2.4 Millionen Menschen in Deutschland haben sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus* infiziert – einer von ihnen war Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Im vergangenen Oktober wurde bei ihm das Virus entdeckt. Aus der Quarantäne meldete sich der gebürtige Ahauser damals zu Wort, wie msl24.de* berichtet.

„Mir geht es soweit den Umständen entsprechend ganz gut“, sagte Jens Spahn nach seiner Corona-Infektion. Der 40-Jährige hatte nur leichte Symptome und überstand die Krankheit schadlos. Nun wurde bekannt, wo sich der Gesundheitsminister wohl angesteckt hat. Und das könnte einige Fragen aufwerfen.

PersonJens Spahn
AmtBundesgesundheitsminister
ParteiCDU

Jens Spahn wohl auf privater Feier mit Coronavirus angesteckt

Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, hatte Jens Spahn (CDU)* einen Tag vor seinem positiven Testergebnis an einer privaten Dinnerparty in Leipzig teilgenommen. Dort sammelte der Münsterländer Spenden für seinen Wahlkampf um den Vorsitz der Christdemokraten. Bei dem Dinner sollen neben Gastgeber etwa ein Dutzend weiterer Gäste geladen gewesen sein.

Unklar ist, ob bei der privaten Feier die Corona-Regeln* eingehalten worden sind. Pikant ist vor allem der Ort, an dem sich der Gesundheitsminister infiziert hat, vor allem aufgrund der Aussage, die Jens Spahn noch am Morgen vor dem Dinner im ZDF getätigt hatte. „Wir wissen vor allem, wo es die Hauptansteckungspunkte gibt. Nämlich beim Feiern, beim gesellig sein, zu Hause, privat“, sagte der Mann aus dem Münsterland*. Am Tag darauf steckte er sich selbst auf solch einer Feier an.

Beliebtheit von Jens Spahn nimmt weiter ab

Die vergangenen Wochen waren nicht leicht für den Gesundheitsminister. Das Debakel um die eigentlich für den 1. März geplanten Schnelltests setzte der Beliebtheit des Politikers zu. So sollen laut einer Umfrage über die Hälfte der Deutschen mit der Arbeit von Jens Spahn unzufrieden sein. Brisanz herrscht derzeit auch in der Nüßlein-Affäre.

Jens Spahn steht in der Kritik, weil er im Oktober nach Leipzig gefahren ist, um an einem Abendessen teilzunehmen.

Dem CSU-Politiker Georg Nüßlein wird Korruption vorgeworfen, da er über seine eigene Firma Maskenhersteller ans Gesundheitsministerium vermittelt und dafür Provisionen kassiert haben soll. Wie jetzt herauskam, soll Jens Spahn von dem Deal gewusst haben*. Es könnten noch harte Wochen auf den Minister zukommen. (*msl24.de ist ein Angebot von IPPEN MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

Auch interessant

Kommentare