Geldbußen drohen

Sommer-Urlaub: Wussten Sie es? In diese Länder darf nur einreisen, wer sich vorab anmeldet

Wer dieses Jahr noch in den Urlaub fahren möchte, muss bei der Planung einiges beachten. Viele Reiseländer verlangen mittlerweile eine Vorab-Anmeldung von Touristen.

  • Die Corona-Pandemie sorgt für viele Einschränkungen bei der Einreise in Urlaubsländer*.
  • In einigen beliebten Reiseländern braucht es nun eine Vorab-Anmeldung.
  • Bei Nichtbeachtung drohen teils hohe Bußgelder.

Sie wollen dieses Jahr noch im Ausland Urlaub machen? Die Corona-Krise hat die Planung für Reisende enorm verkompliziert. Es reicht nicht mehr nur aus, den Reisepass und Buchungsbescheinigungen dabei zu haben - viele Länder verlangen vorübergehend eine Vorab-Anmeldung und negative Corona-Tests von Touristen, um festzustellen, ob eine Ansteckungsgefahr von ihnen ausgeht. In folgenden Urlaubsländern müssen Sie genau auf die Einreisebedingungen achten.

Sommer-Urlaub 2020 in Griechenland: QR-Code unbedingt nötig

Wer in Griechenland Urlaub machen möchte, muss mindestens 24 Stunden vor der Abreise ein Online-Formular ausfüllen. Dabei werden unter anderem die Anreiseart, persönliche Daten, Dauer früherer Aufenthalte in anderen Ländern und die Adresse am Urlaubsziel abgefragt. Daraufhin wird automatisiert ein QR-Code per E-Mail an die Urlauber versandt, der bei der Einreise vorzuzeigen ist. Wer keinen QR-Code hat, muss mit einer Geldstrafe von 500 Euro rechnen, wie das Auswärtige Amt informiert. Urlauber aus Berlin wurden bereits mit der Geldstrafe bedacht, als sie bei der Einreise den Code nicht vorzeigen konnten.

Aufgrund der angegebenen Daten ist es möglich, dass einzelne Reisende einen Covid-19-Test durchführen müssen. Dieser ist für Urlauber kostenlos. Bis das Testergebnis vorliegt, müssen sich Touristen für 24 Stunden in Selbstisolation begeben. Eine Weiterreise zur Urlaubsadresse ist jedoch erlaubt.

Spanien-Urlaub trotz Corona 2020: Auch hier braucht es einen QR-Code

Spanien ist eines der in Europa am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Mittlerweile ist die Zahl der Neuinfektionen stark gesunken - damit es so bleibt, hat die Regierung strenge Einreiseregeln festgelegt. Seit dem 1. Juli muss deshalb ein Formular im Spain Travel Health-Portal ausgefüllt werden, aus dem ein QR-Code generiert wird. Die Registrierung ist erst 48 Stunden vor der Einreise möglich. Sie kann außerdem über die kostenlose SpTH-App erfolgen und bis zum 31. Juli auch noch in Papierform bei der Einreise.

Auch interessant: Mallorca macht Ballermann dicht: „Diese Urlauber wollen wir nicht, sie sollen nicht kommen“.

Urlaub in Großbritannien 2020: Das sind die Corona-Regeln

Zum 10. Juli hat die britische Regierung die Quarantänepflicht für Reisende aus bestimmten Ländern aufgehoben - darunter auch Deutschland. Wichtig ist aber, dass sich die Urlauber in den 14 Tagen vor der Einreise nur in Ländern aufgehalten haben, die von Großbritannien unter „Travel Corridors" aufgelistet wurden. Dasselbe gilt für die Einreise nach Schottland, Nordirland und Wales.

Bei der Einreise gilt zudem die Pflicht zur Anmeldung über ein Formular, bei dem unter anderem Details zur Anreiseart, Passinformationen und Urlaubsadresse abgefragt werden. Die Registrierung kann erst 48 Stunden vor Einreise vorgenommen werden. Wer sich weigert, die Kontaktdaten anzugeben, muss mit einer Geldbuße von 100 Pfund - umgerechnet rund 110 Euro - rechnen.

Die Gesundheitsminister von Bund- und Ländern beraten über neue Corona-Regeln: Kommen bald verpflichtende Tests für Urlaubsrückkehrer? *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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Alle Informationen in Sachen Urlaub finden Sie in unserem aktuellen News-Ticker.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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