Richtige Kleidung und Kaffeepulver

Wespen und Mücken im Sommer fernhalten: Mit diesen Tricks entgeht man einem Stich

Der Sommer ist da, wie schön! Nicht so schön sind hingegen die Plagegeister, die der Sommer mitbringt: Mücken, Bremsen und Wespen treiben nun ihr Unwesen.

  • Endlich Sommer! Schwimmen, Grillen und laue Sommerabende genießen, wenn da nicht die fliegenden Plagegeister wären.
  • Mücken, Bremsen und Wespen machen uns jeden Sommer aufs neue das Leben schwer.
  • Aber das muss nicht sein, mit diesen Tipps gegen Insekten und ihre Stiche.

Dortmund - Es könnte so schön sein: Die Temperaturen steigen allmählich und lauen Sommerabenden steht eigentlich nichts im Wege. Wenn da nicht diese fiesen Biester wären, die entweder scharf auf unser Blut oder auf unser Essen sind. Ohne Einladung tauchen Mücken und Wespen auf und sorgen teilweise für ziemlich viel Aufregung. Aber es gibt Tipps gegen die ungebetenen Gäste, wie RUHR24.de* berichtet.

Insekt

Mücken

Wissenschaftlicher Name

Nematocera

Lebenserwartung

7 Tage (Gemeine Stechmücke)

Stamm

Gliederfüßer (Arthropoda)

Tipps gegen Stiche: Mücken lieben dunkle Farben und stehende Gewässer

Die lästigen Blutsauger summen uns besonders am Abend um die Ohren. Mücken können extrem lästig sein, aber es gibt Maßnahmen, die gegen die Plagegeister getroffen werden können. 

Ganz ohne Chemie und mit wenig Aufwand: duschen und helle Kleidung tragen. Denn Mücken fühlen sich besonders von Schweißgeruch und dunklen Farben angelockt. Bevor man sich also zum gemeinsamen Grillabend verabredet, am besten noch einmal unter die Dusche hüpfen.

Außerdem kann es hilfreich sein, Gießkannen und Vogeltränken im Garten oder auf Balkonen regelmäßig auszuschütten und Regentonnen gut abzudecken. Denn Mücken lieben stehende Gewässer!

Mücken sind scharf auf unser Blut und treiben uns mit ihrem Summen in den Wahnsinn.

Schutz vor Mücken kann die Haut reizen - vorsichtig testen!

Gegen stechende Mücken können auch einige Präparate helfen, die es in der Apotheke und in der Drogerie zu kaufen gibt. Doch besonders Menschen mit empfindlicher Haut sollten sich langsam an diese Mittel herantasten.

Denn die Mücken-Präparate die laut Stiftung Warentest am wirksamsten sind, enthalten eben auch Stoffe, die die Haut reizen können. Mückenschutz sollte nach Möglichkeit zunächst an einer Stelle getestet werden, bevor es großflächig aufgetragen wird (mehr Service-Artikel bei RUHR24.de*).

Mücken mit Netzen fernhalten und fiese Stiche verhindern

Ohne Chemiekeule sollen Gartenfackeln oder Kerzen mit ätherischen Ölen auskommen. Doch die könne man sich laut einem WDR-Bericht gleich sparen, Mücken werden davon nicht abgeschreckt. 

Wer in heißen Nächten gerne bei offenen Fenster schläft, kann sich gut mit feinmaschigen Netzen am Fenster oder einem Moskitonetz schützen. So kommen die fiesen Blutsauger erst gar nicht zum Stich.

Mittel gegen Mückenstiche: Kälte und Hitze

Kommen die Tipps zur Vorbeugung zu spät und hat die Mücke bereits zugestochen, gilt es das Schlimmste zu verhindern. Behandelt man den Stich nicht, kann das ziemlich unangenehm werden - der Stich wird dick und beginnt zu jucken

Es gibt einige Mittel gegen Mückenstiche, die Linderung versprechen. Gels sollen kühlen und elektrische Geräte sollen genau das Gegenteil tun. Sie erhitzen den Stich, sodass die Proteine aus dem Mückenspeichel zerstört werden - unangenehme Reaktionen sollen so verhindert werden.

Mückenstich erhitzen und Juckreiz bekämpfen

Gegenüber der Süddeutschen Zeitung hat ein Experte die Wirkung solcher Geräte bestätigt. Demnach haben Studien den Erfolg des Erhitzens gezeigt. Um sich diesen Effekt zunutze zu machen, könne man auch ein Geldstück auf ungefähr 50 Grad erhitzen und auf den Stich legen. Das Geldstück sollte so heiß sein, dass man es gerade so noch anfassen kann.

Wichtig bei dieser Methode ist Zeit. Gestochene sollten den Stich so schnell wie möglich erhitzen, noch bevor es juckt. Und: Bitte nicht zu heiß, sonst drohen Verbrennungen.

Laut WDR wirkt auch die eigene Spucke gegen den Juckreiz. Nach einem Mückenstich helfen aber auch einige Hausmittel*. Wie auch immer der Stich letztendlich behandelt wird, in jedem Fall gilt: Nicht kratzen! Das führt nur zu Entzündungen, die genauso unangenehm sind wie der Mückenstich selbst.

Bremsen: Hier hilft nur lange Kleidung oder die Flucht

Noch ein bisschen unangenehmer als die Gemeine Stechmücke, sind wahrscheinlich Bremsen. Wenn die Bremse zusticht, kann das ganz schön wehtun. Hinzu kommt, dass Mückenabwehrmittel bei der Pferdefliege, wie die Bremse auch genannt wird, nicht wirken. 

Nichteinmal dünner Stoff wehrt die Bremse ab. Wer also eine unangenehme Begegnung mit ihr vermeiden will, sollte auf lange Kleidung und festen Stoff setzen - im Hochsommer wahrscheinlich nicht immer die erste Wahl. Außerdem sollten Naturliebhaber sich von Pferdekoppeln und Kuhweiden fernhalten oder dort zumindest keine Pausen einlegen. Dort sind Bremsen zu Hause. 

Wespen: Ungern gesehene Gäste auf Gartenpartys

Der Endgegner für viele Menschen ist wahrscheinlich die Wespe. Ihr Stich ist gefürchtet und wenn sie auf einer Gartenparty auftaucht, um sich am Buffet zu bedienen, ist die Panik groß. Doch das wirksamste Mittel beim Besuch der Wespe ist Ruhe bewahren.

Menschlicher Angstschweiß, wegpusten und wildes umherfuchteln sind Warnsignale, die die Wespe nur aggressiv machen. Wird eine Wespe aufdringlich und sucht Körperkontakt, hilft nur sanftes Wegschieben der schwarz-gelben Insekten

Für viele ist sie der Schrecken jeden Sommers: Die Wespe.

Wespen sanft vertreiben oder sie einfach füttern

Wollen die Wespen aber partout nicht abschwirren, kann es helfen, den hungrigen Plagegeistern in sicherer Entfernung etwas zu Essen anzubieten. Angeschnittene Weintrauben sind bei Wespen besonders beliebt.

Ein weiterer und ziemlich simpler Trick: Kaffeepulver anzünden. Dazu häuft man ein wenig Kaffeepulver in einer feuerfesten Schale, wie einem Aschenbecher, und zündet es an. Der dabei entstehende Rauch hält die Wespen fern. 

Vorsicht beim Wespenstich: Es droht Erstickungsgefahr

Ist es dann doch mal zu einem fiesen Stich gekommen, hilft sofortiges kühlen. Sollte die Wespe allerdings im Mund- oder Rachenraum zugestochen haben, sollte ein Notarzt informiert werden - es droht Erstickungsgefahr!

In jedem Fall sollte vermieden werden, die nützlichen Tieren zu fangen oder zu töten. Ein kleiner Wespenstaat vertilgt laut WDR jeden Tag Tausende, Fliegen, Mücken, Motten und Spinnen. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Andreas Lander/dpa

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