Beamte und Angestellte

Das verdienen Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland

Wie viel verdienen deutsche Lehrer?
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Wie viel verdienen deutsche Lehrer?

In ganz Deutschland werden mehr Lehrer an Schulen benötigt. Aber können Lehrer von ihrem Gehalt überhaupt gut leben? Wie viel verdienen sie wirklich?

Zunächst einmal gilt: Augen auf bei der Schulartwahl! Während Grundschul-, Haupt-, Realschul- und Berufsschullehrer sehr gefragt sind, gibt es derzeit ein Überangebot an Gymnasiallehrern, das womöglich auch noch länger anhält.

Gehalt: Was verdienen deutsche Lehrer und Lehrerinnen im internationalen Vergleich?

Im internationalen Vergleich sollen deutsche Lehrer laut dem Unicum Karrierezentrum mit einem jährlichen Durchschnittsgehalt von 55.252 Euro am zweitbesten verdienen. Nur Luxemburg liegt etwas weiter vorne, denn hier erhalten die Beamten circa 98.000 Euro brutto im Jahr (Stand: 2019).

Europaweit soll es Lehrer in Polen allerdings am härtesten treffen: Mit einem Durchschnittsgehalt von 15.569 Euro schneiden Deutschlands Nachbarn am schlechtesten ab. Lehrer in Tschechien bekommen nur um die 6.000 Euro mehr im Jahr als polnische Lehrer, während in Frankreich ein durchschnittliches Gehalt von 31.481 Euro üblich ist.

Teilweise große Unterschiede zwischen Schularten und Bundesländern

Grundschullehrer kritisieren, dass sie in der Regel schlechter bezahlt werden, als die Kollegen von den Gymnasien und den Berufsschulen. Außerdem handhaben die Bundesländer die Verbeamtung sehr unterschiedlich. In Berlin wird beispielsweise gar nicht mehr verbeamtet. Da Angestellte in der Regel ein niedrigeres Nettogehalt als Beamte haben, bei denen ja unter anderem die Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge entfallen, ist der Frust darüber natürlich groß.

Zudem kann die Bezahlung in einzelnen Bundesländern generell unterschiedlich ausfallen. Je nachdem, wo Sie als Lehrer arbeiten möchten, lohnt es sich, regionale Unterschiede in Bezug auf die Besoldungsgruppen rechtzeitig zu recherchieren.

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Wie viel Geld macht das tatsächlich aus?

Bildung ist Ländersache und deshalb sind die Unterschiede teilweise deutlich. Zwei Beispiele:

  • Ein verbeamteter Grundschullehrer, Besoldungsgruppe A12, verdient in Bayern als Einstiegsgehalt je nach Eingruppierung und Dienstalter circa 3.929 Euro brutto, in Baden-Württemberg um die 3.841 Euro, in NRW circa 3.750 Euro sowie in Sachsen-Anhalt ungefähr 3590 Euro im Monat. Zu beachten ist hier, dass manche Lehrer Kosten für Unterrichtsmaterialen beispielsweise selbst tragen müssen. Diese haben natürlich einen großen Einfluss auf den letztendlichen Lohn. (Quelle: Unicum Karrierezentrum, Stand: 2019)
  • Ein verbeamteter Gymnasiallehrer, Besoldungsgruppe A13, bezieht in Bayern schon beim Berufseinstieg ein Grundgehalt von 4.579,86 Euro. In Mecklenburg-Vorpommern müssen Gymnasiallehrer hingegen mit einem Brutto-Gehalt von 3.893,50 Euro rechnen. (Quelle: Unicum Karrierezentrum, Stand: 2020)

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Auf der anderen Seite gibt es Lehrer, die deutlich weniger verdienen. Das betrifft zum Beispiel solche, die einen Hochschulabschluss als Magister haben, aber keine zwei Lehrerexamen oder aber ein Fach studiert haben, das nicht Schulfach ist, zum Beispiel Kunstgeschichte.

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Viele Länder sind inzwischen zwar auf solche Quereinsteiger angewiesen, weil sie nicht genügend ausgebildete Grundschullehrer finden. Solche Lehrkräfte werden aber trotzdem häufig schlechter bezahlt - je nach Bildungsweg eines Quereinsteigers. Wer beispielsweise einen höheren Studienabschluss hat und bereits mehrere Jahre Berufserfahrung mitbringt, kann als Berufsschullehrer bereits so viel verdienen, wie Kollegen mit einem Lehramtsstudium.

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