Von wegen gesund

Gesunde Snacks, die es in sich haben: Wer Diät macht, sollte folgende Häppchen links liegen lassen

Frau isst Kartoffelchips
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Sie lieben Kartoffelchips? Supermarktregale sind zwar voller Alternativen – doch nicht jeder vermeintlich gesunde Snack ist besser als der Klassiker.

Abends vor dem Fernseher eine Runde snacken gehört für Sie zum abendlichen Ritual? Überflüssige Pfunde können die Folge sein – aber Vorsicht vor „gesunden" Alternativen.

  • Eine Tüte Chips hat um die 1.000 Kalorien und ist damit nicht der optimale Snack für Menschen, die abnehmen* möchten.
  • In Drogerie und Supermarkt finden sich neben den klassischen Kartoffelchips auch Chips und Snacks aus Roter Bete, Pastinaken, Süßkartoffeln, Mais, Erbsen und anderen Hülsenfrüchten.
  • Doch sind Gemüsechips eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Kartoffelchips?

Manchmal müssen es einfach Kartoffelchips sein – ob abends vor dem Fernseher oder in der Bar zum Bier. Verbieten sollte man sich derart kalorienreiche und salzige Snacks auf keinen Fall, allerdings dürfen sie nicht täglich geschlemmt werden. Neben den klassischen Snacks wie Salzbrezeln, Kartoffelchips und Erdnussflips gibt es mittlerweile auch Alternativen, die auf den ersten Blick gesünder anmuten. So prangen auf Gemüsechips-Verpackungen Rote Bete-Knollen, Maiskolben und Paprika-Schnitze, die kalorienarmen Inhalt suggerieren. Doch weit gefehlt: Snacks wie Knuspererbsen mit Paprikageschmack, Kichererbsen-Chips im Joghurt-Gurke-Style, Bean-Sticks mit Paprika oder Hirsebällchen werben zwar mit Angaben wie „bis zu 70 Prozent weniger Fett als in klassischen Kartoffelchips“, „reich an pflanzlichem Protein“, „ballaststoffhaltig“ und „ohne Zucker“, doch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mahnt zur Vorsicht.

„Verbraucher sollten auf das gesunde Gemüse-Image bei den Alternativen zu herkömmlichen Chips und Snacks nicht hereinfallen“, warnt Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Er fordert ein leicht verständliches Nährwert-Logo nicht nur bei Chips: „Hohe Fett-, Salz- und Kalorienangaben sollten auf Lebensmittelverpackungen generell deutlich sichtbar gekennzeichnet werden.“

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Verbraucherzentrale prüft 80 Alternativen zu Kartoffelchips – mit ernüchterndem Ergebnis

Ganze 80 Gemüse-Snacks aus Discountern, Supermärkten und Bioläden hat die Verbraucherzentrale NRW geprüft – mit überraschendem Ergebnis. 37 Chips-Variationen auf Basis von Hülsenfrüchten, 21 Artikel mit Gemüsechips und 22 verschiedene Puff-Snacks wurden auf Kalorien- und Nährstoffgehalt hin analysiert. Das Ergebnis: Im Schnitt haben Gemüsechips mit 500 Kilokalorien und 32 Gramm Fett pro 100 Gramm kaum einen geringeren Energiegehalt als die Kartoffelchips. Diese enthalten rund 535 Kilokalorien und 34 Gramm Fett pro 100 Gramm.

Gesund essen – gesund abnehmen

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Anders verhält es sich bei den Snackprodukten auf Basis von Linsen, Erbsen und anderen Hülsenfrüchten: Diese enthalten rund 16 Gramm Fett pro 100 Gramm und 440 Kalorien. Auch gepuffte Snacks sind besser für die Linie als Gemüse- oder Kartoffelchips: Sie enthalten – je nach Produkt – 380 Kilokalorien und 1,8 Gramm Fett bis hin zu 480 Kilokalorien und 23 Gramm Fett pro 100 Gramm.

Nicht nur beim Fett- und Kaloriengehalt, auch in Hinblick auf den Salzgehalt stehen die vermeintlich gesünderen Snack-Alternativen nicht wirklich besser da als herkömmliche Knabbereien wie Kartoffelchips und Salzstangen. Deshalb gilt auch hier: Gemüse-Snacks besser in Maßen und nicht in Massen vertilgen und besser zu echtem, nicht verarbeitetem Gemüse greifen. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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