Wetter-Warnung

Sturmtief „Eugen“ fegt über OWL hinweg – Corona-Testzentren schließen

Tief „Eugen“ hat Bielefeld und ganz Ostwestfalen weiter fest im Griff. Das stürmische Wetter hat ein Corona-Testzelt in Minden-Lübbecke zerstört.

Bielefeld/Minden-Lübbecke – Seit dem frühen Dienstagmorgen (4. Mai) warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor schweren Sturmböen. Tief „Eugen“ fegt aktuell über NRW hinweg und sorgt für zahlreiche Schäden. Immer wieder rücken in OWL die Kräfte der Feuerwehr aus, weil Bäume entwurzelt oder Häuser abgedeckt wurden. Das stürmische Wetter hat dazu geführt, dass einige Corona-Testzentren in der Region schließen mussten.

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Windgeschwindigkeiten90 bis 120 km/h
MonatMai

Wetter: Sturmtief „Eugen“ wütet in OWL – Böe erfasst Corona-Testzelt in Bad Oeynhausen

Mit Windgeschwindigkeiten um die 100 km/h zieht das Tief „Eugen“ aktuell über Ostwestfalen* hinweg. Die schweren Sturmböen haben in Bad Oeynhausen bereits Schäden hinterlassen. „Die Zelte des Corona Drive-In Testzentrum wurden sprichwörtlich aus den Ankern gerissen“, berichtet die Polizei Minden-Lübbecke am Mittag. Mit Gurten sicherte die Feuerwehr die Zelte ab.

Im Kreis Minden-Lübbecke lösten außerdem umgestürzte Bäume mehrere Feuerwehreinsätze aus. Eine große Kastanie fiel beispielsweise in Minden auf ein geparktes. Des Weiteren blockierte ein umgestürztes Dixie-Klo die Fahrbahn der Gustav-Heinemann-Brücke und herabgefallene Äste sorgten für Verkehrsbehinderungen an der Luisenstraße und der Kuhlenstraße. Verletzte gab es hier aber bislang nicht.

Wegen Sturm „Eugen“: Einige Testzentren in OWL geschlossen

Auch im Kreis Gütersloh bekam es die Feuerwehr mit umgewehten Bäumen zu tun. Für den Monat Mai sei Tief „Eugen“ ein ungewöhnlich heftiger Sturm, berichtet der DWD. Die Wetter-Warnung in Ostwestfalen dauert noch bis 21 Uhr an. Aufgrund der starken Böen wird weiterhin vor herabstürzenden Ästen, umstürzenden Bäumen und herabfallenden Dachziegeln gewarnt. Wer sein Haus oder seine Wohnung nicht unbedingt verlassen muss, sollte zu Hause bleiben.

Das stürmische Wetter sorgt im Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen vereinzelt zu Störungen. Auch in den kommenden Stunden sind Verspätungen und Zugausfälle aufgrund von blockierten Gleisen nicht ausgeschlossen. Pendler sollten sowohl auf den Autobahnen und im öffentlichen Nahverkehr mehr Zeit einplanen. Die Mühlenkreiskliniken haben wegen des Sturms die Corona-Schnelltestzentren auf Kanzlers Weide in Minden, dem Blasheimer Markt in Lübbecke, dem Alten Güterbahnhof in Herford und auf dem Festplatz in Löhne vorsorglich geschlossen.

Sturmtief „Eugen“ wütet in Ostwestfalen und hat in Minden-Lübbecke ein Corona-Schnelltestzelt auseinander genommen.

Wetter: Folgt nach dem Sturm der Sommer in OWL?

Während Tief „Eugen“ am Dienstag noch für ungemütliches Schmuddelwetter sorgt, soll es zum Wochenende hin deutlich milder und sonniger werden. Laut DWD schwächt der Wind zum Dienstagabend hin deutlich ab. Im Osten und Norden von NRW sind in der Nacht nur noch vereinzelt Böen möglich. Die Temperaturen in Bielefeld liegen um die zehn Grad. Am Mittwoch (5. Mai) rechnen die Meteorologen tagsüber erneut mit Regen- und Graupelschauern.

Sturmtief „Eugen“ wütet auch im Münsterland. Hier können ebenfalls Sturmböen bis 110 km/h auftreten. Gegen 18 Uhr soll sich die Wetterlage hier aber weitestgehend entspannt haben. Ab Freitag wird es dann in ganz NRW deutlich freundlicher. Der DWD erwartet am Sonntag (9. Mai) sogar Temperaturen um die 20 Grad. (*msl24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Polizei Minden-Lübbecke

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