Das versteht man nur als Einheimischer

Össelkopp! 10 Bielefelder Begriffe, die jeder kennen sollte

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Wahrzeichen: Die Sparrenburg

Wenn man nach good old Puddingtown kommt und von einem Einheimischen als "Kniepekopp" bezeichnet wird, sollte man besser die nächste Runde spendieren. Denn ein Kniepekopp ist (frei übersetzt) ein Geizhals. Um peinliches Schweigen zu vermeiden, haben wir hier 10 Begriffe aufgeführt, die man vermutlich nur als Bielefelder kennt.

Bielefeld - Unsere schöne Stadt ist immer einen Besuch wert. Hier einige Höhepunkte der lokalen Mundart.

Nuckelpinne

Das Auto quietscht bei jeder Bewegung? Der Rost wird langsam zur neuen Lackierung? Um heile anzukommen hilft nur ein Stoßgebet? Dann ist man stolzer Besitzer einer "Nuckelpinne", also einer klassischen Rostlaube.

Össelkopp

Wer aus seiner Nuckelpinne steigt und in eine Wohnung geht, die dem Auto in nichts nachsteht, würde in Bielefeld vermutlich als "Össelkopp" bezeichnet werden. Darunter versteht man hier nämlich einen recht unordentlichen Zeitgenossen.

Frostköttel

Gänsehaut, eisige Füße, ständig kalte Hände. Manchen Menschen ist einfach immer und überall furchtbar kalt. So richtige "Frostköttel" eben.

Gaffelzange

Die meisten von uns kennen Sie, viele zählen Sie zähneknirschend zur Familie: Die Schwiegermutter. Natürlich gibt es auch die liebenswerten Exemplare, alle anderen dürfen jedoch als "Gaffelzange" bezeichnet werden. Im weitesten Sinne ist der Begriff auf alle schlecht gelaunten Frauen eines bestimmten Alters anwendbar.

Pillepoppen

"Pillepoppen" sind Kaulquappen. Auch wenn man dieses Wort vielleicht nicht jeden Tag gebraucht, gehört es dennoch in diese Liste – denn es klingt einfach grandios.

Gedönsrat

Wenn jemand zu allem seinen Senf dazu geben muss und sowieso immer Recht hat, dann handelt es sich vermutlich um einen "Gedönsrat". So bezeichnet man in Bielefeld einen Besserwisser bzw. einen Lehrer - zugegebenermaßen oft ein und dasselbe.

Püffken

Entgegen der ersten Vermutung handelt es sich hierbei nicht um ein winziges Freudenhaus, sondern lediglich um ein kleines Feuer. So oder so geht es heiß her.

Niegewippe

"Uwe (unten-wirds-ekelig)", "Pfütze", "Spuckschluck" oder eben die "Niegewippe" – es gibt viele Namen dafür, gemeint ist aber immer der ziemlich unangenehme letzte Schluck Bier. 50% Speichel, 50% Bier und wohltemperiert. Einfach köstlich.

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Drämelpott

Man hat es eilig und möchte schnell von A nach B. Meistens tauchen genau dann vermehrt die Menschen auf, die einfach nicht aus dem Quark kommen. Sie stehen im Weg herum, schleichen mit Schrittgeschwindigkeit durch die 50er Zone oder brauchen 30 Minuten um einen Milchkaffee zu bestellen. Diese Gattung Mensch wird in bei uns "Drämelpott" genannt.

Hibbelkopp

Der "Hibbelkopp" ist im Grunde genommen der Gegenpol zum Drämelpott: Es handelt sich um jemanden, der einfach nicht still sitzen kann, ständig nervös ist und Hummeln im Hintern hat.

Vielleicht ist jemandem bereits der ein- oder andere Begriff aus dieser Liste untergekommen und man hat den ganzen Tag überlegt, was er wohl bedeuten könne. Wenn dem so ist: gern geschehen. 

Natürlich ist diese Liste nur ein Bruchteil der tollen, wenn auch oft vergessenen Sprache Ostwestfalens. Jede Sprache, die Wörter wie "Pillepoppen" hervorbringt, ist es wert, erhalten zu bleiben. Also ran ans Vokabelnlernen. 

Wörterbücher zu diesem Thema gibt es zum Beispiel HIER

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