Neue Tragepflicht

Coronavirus: FFP2, KN95 und OP-Maske – wo liegen die Unterschiede?

Bis zum 14. Februar wurde der Lockdown in Deutschland verlängert. Zudem gelten verschärfte Regeln bei der Maskenpflicht. Wir erklären, worin sich die verschiedenen Modelle unterscheiden.

Es war ein zähes Ringen um die notwendigen Maßnahmen, die Kanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit den 16 Ministerpräsidenten beim Corona-Gipfel schließlich am späten Dienstagabend (19. Januar) durchgesetzt hat. Die wohl wichtigste Änderung im Alltag der Menschen ist dabei die verschärfte Maskenpflicht, die ab sofort herrscht. Beim Einkaufen sowie im öffentlichen Nahverkehr müssen medizinische oder FFP2-Masken getragen werden. Wir erklären die Unterschiede.

FFP2-Masken schützen Träger vor Coronavirus

FFP2-Masken* werden normalerweise als Staubmasken verwendet. Ihre mehreren Lagen aus Stoff und Papier haben eine filternde Wirkung und können bis zu einem gewissen Grad auch den Träger der Maske vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus* schützen. Da die Fasern elektrostatisch aufgeladen sind, bleiben Bakterien und Viren an ihnen hängen.

FFP steht für „filtering face piece“ (filternder Gesichtsschutz). Dabei wird zwischen den Schutzklassen 1 bis 3 unterschieden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt das Tragen von FFP2-Masken, die einen 95-prozentigen Schutz gegen Viren, Bakterien und Aerosole bieten. Masken der Klasse FFP3 bieten gar eine Sicherheit von knapp 99,5 Prozent gegen das Coronavirus. Insbesondere im Hinblick auf die in Großbritannien und Südafrika entstandenen Coronavirus-Mutationen* wurde die FFP2-Maskenpflicht in Deutschland eingeführt. Erfahren Sie hier, wo FFP2-Masken in OWL gekauft werden können.

Funktioniert das Wiederverwenden der FFP2-Maske?

FFP2-Masken gelten ursprünglich zwar als Einweg-Masken, können unter bestimmten Voraussetzungen jedoch mehrmals verwendet werden. Dafür müssen mindestens sieben Stück gekauft werden – jeweils eine für einen Tag. Bei den Kollegen von msl24.de erfahren Sie, wie sie ihre FFP2-Maske wiederverwenden können*.

Wie wird die FFP2-Maske korrekt getragen?

Neben der korrekten Reinigung ist auch das richtige Tragen der FFP2-Masken wichtig für den Schutz vor dem Coronavirus. Die Maske muss eng am Gesicht anliegen und dicht sein, damit die Luft gefiltert werden kann. Die Filterleistung wird gefährdet, sobald eine Lücke beim Tragen entsteht. Besonders für Männer stellt die Maske ein Problem dar.

Denn bei zu starkem Bartwuchs kann die FFP2-Maske nicht korrekt aufgesetzt werden, wodurch der Schutz vor einer Corona-Infektion nicht mehr zu 95 Prozent gegeben ist. Im Handel kann diese Form des Mundschutzes bis zu fünf Euro pro Stück kosten. Daher wurden im Dezember FFP2-Masken in Apotheken vergünstigt angeboten.

Nicht nur FFP2: Auch medizinische und OP-Masken sind erlaubt

Beim Beschluss der neuen Corona-Regeln wurde auch das Tragen von medizinischen beziehungsweise OP-Masken im ÖPNV sowie in Geschäften erlaubt. Diese haben, ähnlich wie bei FFP2-Masken, ebenfalls eine Filterwirkung. Das Äußere des OP-Mundschutzes weist Flüssigkeit ab, wodurch ein Teil der Aerosole abgehalten werden kann. Diese Form von Masken schützt jedoch eher die Mitmenschen, als den Träger selber.

Bei den medizinischen Masken gibt es ebenfalls Unterschiede: Es gibt sie vom Typ II und IIR – beide Filtern Bakterien mit einer Effizienz von über 98 Prozent. Der Mundschutz sollte jedoch nicht gewaschen werden, da ansonsten der Schutz vor dem Coronavirus verloren geht. Sie können jedoch, wie auch FFP2-Masken, mehrmals verwendet werden.

Für den Kauf der FFP2-Masken müssen die Bürger selber aufkommen. (Symbolbild)

KN95 Masken: Ähnlicher Schutz wie FFP2

Auch das Tragen von KN95-Masken ist laut Verordnung von Bund und Ländern gestattet. Sie sind das asiatische Äquivalent der europäischen FFP2-Masken und filtern Aerosole, Viren und Bakterien mit einer Effizienz von mindestens 94 Prozent. Bei der Wiederverwendung gilt dasselbe wie beim FFP2-Mundschutz: Bei korrekter Reinigung kann sie mehrmals getragen werden.

Die KN95-Maske sollte wie auch die FFP2-Maske jedoch nur maximal acht Stunden pro Tag getragen werden. Trotz aller Effizienz der Masken warnen Experten vor einem falschen Sicherheitsgefühl. Es gelte weiterhin: Abstand halten und Kontakte möglichst vermeiden. (*msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Andreas Arnold

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