Gemischtes Hack

"Bielefeld gibt es, du Arschf***er!" Felix Lobrecht und Tommi Schmitt begraben uralten Witz

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Felix Lobrecht (Foto) bricht gemeinsam mit seinem Podcast-Partner Tommi Schmitt eine Lanze für Bielefeld.

In ihrem Podcast "Gemischtes Hack" beteuern Felix Lobrecht und Tommi Schmitt Solidarität mit leidgeplagten Bielefeldern – und begraben einen uralten Witz. Dafür gebührt ihnen Dank. 

  • Felix Lobrecht und Tommi Schmitt brechen eine Lanze für Bielefeld.
  • "gemischtes Hack" – Im erfolgreichsten (und einflussreichsten) Podcast Deutschlands begraben sie einen uralten Witz.
  • Ihre Argumentation dürfte trotz derber Wortwahl vielen aus der Seele sprechen.

++Achtung: Dieser Artikel enthält Spoiler zur Gemischtes Hack-Folge #93 "Sagt Ja zu Bielefeld"++

NRW/Bielefeld – Felix Lobrecht und Tommi Schmitt kündigten die aktuelle Folge "Gemischtes Hack" als eher langweilig an, da sich beide nicht so richtig auf die Aufzeichnung vorbereitet hätten. Ob dies tatsächlich der Fall ist, darüber mag jeder nach dem Hören selbst entscheiden. 

Doch bei vielen Hörern, speziell aus OWL und Bielefeld, dürften besonders die letzten sieben Minuten noch immer in den Ohren klingeln. Denn etwa ab Minute 68 beginnt ein wahrer Kreuzzug gegen den ungeliebten Flachwitz "Bielefeld? Das gibt es doch gar nicht, hö hö!" 

Gemischtes Hack: Felix Lobrecht und Tommi Schmitt sprechen ein Machtwort für Bielefeld

Die Geschichte beginnt, als Tommi Schmitt berichtet, dass er in seiner Instagram-Story ein Foto vom Bielefelder Hauptbahnhof gepostet hat. Daraufhin wurde er offenbar von seinen Followern schwer enttäuscht, denn laut seiner Aussage gingen daraufhin etwa 600 Nachrichten bei ihm ein, dass es Bielefeld doch gar nicht gebe. Ein Humor-Niveau, welches weder er noch Felix Lobrecht akzeptieren können. 

Beide sind sich einig: Der Witz ist durch. Tommi Schmitt, der gebürtig aus Detmold kommt, zieht einen treffenden Vergleich: Wer über so etwas lache, fände auch über siebenminütige Schlumpf-Videos witzig, die die Eltern bei WhatsApp verschicken. Von ähnlich niedrigem Niveau seien auch Witze à la "Wir sehen uns nächstes Jahr!", am Silvesterabend. 

Felix Lobrecht und Tommi Schmitt mögen Bielefeld

Felix Lobrecht, der erst kürzlich in der Stadthalle Bielefeld aufgetreten ist, sagt, dass er in Bielefeld "immer nur richtig geile Shows" hatte und es die Stadt definitiv gibt. Tommi Schmitt geht als Ostwestfale noch mehr ins Detail. Bielefeld sei eine geile Stadt mit guten Leuten. Besonders liebt er, dass es hier noch eines der wenigen Fußballstadien mitten in der Stadt gibt, wie man es sonst nur noch in England findet. 

Felix Lobrecht bei seiner Show in der Stadthalle Bielefeld.

Doch Felix Lobrecht und Tommi Schmitt gehen im Kampf gegen den Flachwitz noch weiter. Sie begraben den Spruch ganz offiziell – ähnlich wie es Bielefeld selbst bereits in einer viel beachteten Marketing-Aktion getan hat. Außerdem rufen sie ihre Hörerschaft, die "Hackis", dazu auf –  sowohl im echten Leben, als auch in den sozialen Medien – jeden Witzbold sofort zu adressieren, damit dieses Niveau langfristig unterbunden werden kann. Die beiden fordern ein ähnliches Verhalten wie bei Rassismus.

Der Witz ist also nun laut "Gemischtes Hack" offiziell begraben. Jedem, der noch immer denkt, dieser Spruch wäre urkomisch, sei also die neue Folge wärmstens ans Herz gelegt. Felix Lobrecht beendet das Thema mit den sorgfältig gewählten Worten: "Bielefeld gibt es, du Arschf***er!" Ihm und Tommi Schmitt gebührt nun wohl der Dank eines jeden Bielefelders für diesen Befreiungsschlag.

Felix Lobrecht: Der Stand-Up Comedian auf der Überholspur

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