Covid-19-Krise 

Coronavirus in Bielefeld: 120 Personen infiziert – Ärzte mit dringender Bitte 

Wegen des Coronavirus herrscht in den Krankenhäusern in Bielefeld ein Mangel an Schutzkleidung. Ein Arzt bittet Firmen daher jetzt um Spenden. 

  • In Bielefeld gibt es 120 bestätigte Coronavirus-Fälle (Stand 25. März). 
  • Schutzkleidung in Praxen und Krankenhäusern wird knapp. 
  • Die Ärzte bitten dringend um Spenden. 

Update: 25. März, 15.39 Uhr. Der Hilferuf der Ärzte in Bielefeld wurde offenbar erhört. Innerhalb kürzester Zeit erhielt Dr. Hans-Ulrich Weller unter der Hotline 0521/2608614 rund 30 Anrufe. Viele Firmen aber auch Privatleute meldeten sich, um den Medizinern in der Coronavirus-Krise zu helfen. 

Die Hausärzte in Bielefeld dürfen sich über gespendete Schutzkleidung freuen. Die meiste Ware war sogar noch original verpackt. Auch in anderen Teilen von Ostwestfalen-Lippe gibt es inzwischen Engpässe bei der medizinischen Versorgung. Deshalb erhält der Kreis Lippe im Kampf gegen das Coronavirus nun Unterstützung von der Bundeswehr und in Detmold soll für Covid-19-Patienten eine mobile Rettungsstation aufgebaut werden. 

Bielefeld: Ärzte im Kampf gegen das Coronavirus dringend auf Spenden angewiesen 

Erstmeldung: 23. März. Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatten bereits befürchtet, dass es wegen der Coronavirus-Pandemie zu Engpässen bei der Schutzkleidung in Krankenhäusern kommen könnte. Nun ist es offenbar so weit. Ein Arzt aus Bielefeld bittet daher dringend um Spenden. 

Coronavirus in Bielefeld: Schutzausrüstung in Krankenhäusern wird knapp 

Ab dem morgigen Dienstag (24. März) wird es in vielen Krankenhäusern in Bielefeld in Sachen Schutzkleidung eng. Besonders Atemschutzmasken, Schutzkittel und Einweghandschuhe werden dringend gebraucht. Wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 ist die Nachfrage diesbezüglich stark angestiegen. 

In der Stadt sind sich inzwischen 98 Menschen an Covid-19 erkrankt. Dr. Hans-Ulrich Weller ist Vorsitzender des Ärztenetzes Bielefeld e.V. und kennt die aktuelle Situation. Er setzt sich derzeit für Spenden ein, damit die Krankenhäuser weiterhin Coronavirus-Patienten behandeln können. 

Coronavirus: Arzt aus Bielefeld ruft zu Spenden auf

Damit die Ärzte in Bielefeld nicht schon ab Morgen ohne Atemschutzmasken, Schutzkittel und Einweghandschuhe dastehen, hat Dr. Hans-Ulrich Weller die Bevölkerung um Spenden gebeten. Die Schutzkleidung wird wegen des Coronavirus dringend in den Kliniken gebraucht. Aber nicht nur die Bürgerinnen und Bürgern können helfen. 

Vor allem von Firmen erhofft sich der Mediziner aus Bielefeld Hilfe. Unter der Rufnummer 0521/2608614 wird die Spendenaktion organisiert. Wer im Kampf gegen das Coronavirus etwas Gutes tun möchte, meldet sich bitte unter der angegebenen Telefonnummer. 

Coronavirus in Bielefeld: Die Schutzausrüstung in den Krankenhäusern wird langsam knapp. 

Coronavirus in Bielefeld: Welche Schutzkleidung wird im Detail benötigt? 

Zum Schutz vor dem Coronavirus werden in den Krankenhäusern in Bielefeld zahlreiche Gegenstände benötigt. Doch die Vorräte neigen sich dem Ende. Folgende Dinge werden daher dringend benötigt: 

Masken

  • Atemmaske FFP 3 mit Ausatemventil 
  • Atemmaske FFP 3 ohne Ausatemventil 
  • Atemmaske FFP 2 mit Ausatemventil 
  • Atemmaske FFP 2 ohne Ausatemventil 
  • Mund-Nasen-Schutz ("OP-Schutzmasken")

Schutzanzüge

  • Schutzoverall Kat.3 Typ 4b 
  • Schutzoverall Kat 3 Typ 5/6 
  • Schutzkittel, hinten schließend, mit langem Arm

Sonstiges:

  • Hand-Desinfektionsmittel mindestens mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid". 
  • Schutzbrillen als Bügel- oder Kopfbandbrille, Vollsicht mit seitlichem Augenschutz oder ähnlich.
  • Kopfhauben: Einwegschutzhauben/OP-Hauben.

Entgegengenommen werden nur ungeöffnete Ausrüstungsgegenstände in Originalverpackung bzw. ungeöffnete Gebinde mit Desinfektionsmittel. Insbesondere Handwerks- und Industrieunternehmen, aber auch Händler und Privatleute werden in Bielefeld um Hilfe gebeten. Auch die Stadt hatte wegen des Coronavirus bereits zu Spenden aufgerufen

In ganz NRW ist am Sonntag (22. März) eine neue Schutzmaßnahme ergriffen worden: Wegen des Coronavirus herrscht Kontaktverbot und was das für die Menschen in Bielefeld bedeutet, haben wir hier für Sie erklärt.  

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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