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Corona-Lockdown: Klopapier nicht mehr angesagt? Diese Produkte sind jetzt heiß begehrt

Im ersten Corona-Lockdown wurden in Deutschland Unmengen von Toilettenpapier gekauft. Derzeit stehen bei den Kunden jedoch andere Lebensmittel und Drogerieartikel ganz hoch im Kurs.

NRW – Das Coronavirus* hat die Welt weiterhin fest im Griff. Mindestens bis Anfang März 2021 gilt in Deutschland noch ein harter Lockdown. Zählt man den „Lockdown-Light“ im November 2020 mit, so befindet sich die Bundesrepublik bereits zum dritten Mal in einem Shutdown. Der Einzelhandel sowie sämtliche Freizeiteinrichtungen und andere Geschäfte, die nicht den täglichen Bedarf eines Menschen abdecken, sind geschlossen.

Trotz des Coronavirus sind jedoch auch einige Geschäfte in NRW geöffnet*, wie beispielsweise Supermärkte und Drogerien. In den Läden war es während des ersten und zweiten Lockdowns in Deutschland vermehrt zu sogenannten Hamsterkäufen gekommen. Die Regale wurden von so manchen Kunden restlos leergeräumt. Besonders angesagt war bei den Deutschen das Toilettenpapier. Doch offenbar sind aktuell ganz andere Lebensmittel und Drogerieartikel heiß begehrt.

Bundesland:NRW
Fläche:34.098 km²
Bevölkerung: 17,93 Millionen (2019)
Gründung: 23. August 1946
Hauptstadt: Düsseldorf
Ministerpräsident:Armin Laschet (CDU)

Corona-Lockdown in Deutschland: Haarfärbemittel und Tomatenmark lösen Klopapier ab

Bestimmt jeder von uns stand im Frühjahr 2020 während des ersten harten Lockdowns vor leeren Regalen in Supermärkten. Die Menschen in Deutschland kauften auf Vorrat ein und hamsterten vor allem Klopapier. Die Läden reagierten auf den Ansturm, allerdings waren die ergriffenen Maßnahmen nicht immer zielführend. So bot ein Real-Markt in Gütersloh das Toilettenpapier zu unverschämt hohen Preisen an, was wiederum auf das Gemüt vieler Kunden schlug.

Es dauerte eine ganze Weile, bis die Hamsterkäufe wegen des Coronavirus in Ostwestfalen langsam wieder abnahmen. In Deutschland stieg der Absatz für Klopapier in der 43. Kalenderwoche (19. bis 24. Oktober 2020) um etwa 139 Prozent an. Auch das Desinfektionsmittel sowie die Lebensmittel MehlHefe und Zucker landeten häufig in den Einkaufswagen der Kunden. Inzwischen scheint sich das Blatt jedoch gewendet zu haben. Im aktuellen Lockdown scheint Klopapier nicht mehr so Hoch im Kurs zu stehen, berichtet merkur.de*. Stattdessen sind Haarfärbemittel und Tomatenmark gefragter denn je.

Lockdown: Hamsterkäufe wegen Coronavirus – Viele Drogerieartikel sind in Deutschland betroffen

In Deutschland geben die Kunden aktuell vor allem für Drogerieartikel viel Geld aus. Bis die Friseure in NRW im März wieder öffnen, dürfte sich daran auch nicht viel ändern. Folgende Produkte bei Rossmann, DM und den Online-Händlern wie Amazon, wurden während des dritten Lockdowns bisher verstärkt gekauft:

  • Haarscheren
  • Haarschneidemaschinen
  • Haarfarben und -tönungen

Laut dem IRI (Information Resources GmbH) sollen die Umsätze für Haarfärbemittel im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 40 Prozent gestiegen sein. Frauen aber auch viele Männer in NRW haben derartige Artikel in den vergangenen Wochen und Monaten gekauft, weil ein Friseurbesuch aufgrund des Lockdowns nicht möglich war. Noch bis mindestens 7. März gelten in Deutschland verschärfte Corona-Regeln*.

Hamstern im Corona-Lockdown: Welche Lebensmittel sind in Deutschland besonders beliebt?

Der nächste Corona-Gipfel soll am 3. März stattfinden. Während es zu Weihnachten vor allem Mehl und Zucker waren, sind nun andere Lebensmittel im Lockdown bei den Kunden in den Supermärkten heiß begehrt. Das IRI verzeichnete vor allem bei zwei Produkten, die eine lange Haltbarkeit aufweisen, einen deutlichen Zuwachs. Tomatenmark und Energy-Drinks standen in den vergangenen Wochen häufig auf den Einkaufszettel der Deutschen.

Im ersten Corona-Lockdown hamsterten die Menschen in Deutschland verstärkt Toilettenpapier. Doch inzwischen scheinen andere Produkte angesagt zu sein.

Beim Tomatenmark verzeichneten die Händler ein Umsatzplus von über 30 Prozent, wie Chip.de berichtet. Das Produkt erfüllt besonders bei Nudel-Saucen und Pizza seinen Zweck. Für den hohen Absatz bei den Energy-Drinks könnten die aktuellen Witterungsbedingungen verantwortlich sein. Zuletzt bestimmten Schnee und Eis das Wetter in Deutschland*, das den Menschen einiges an Kraft abverlangte. Das Interesse am Toilettenpapier ist zwar insgesamt gesunken, doch dadurch, dass viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber wegen des Coronavirus weiterhin im Home-Office tätig sind, ist der erhöhte Bedarf noch immer da. (*Msl24.de, owl24.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Rene Traut/dpa

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