Impfplan

NRW: Weitere Berufsgruppe kann gegen Corona geimpft werden

NRW-Gesundheitsminister Laumann (CDU) kündigte heute gegenüber dem WDR an, dass die vorgezogenen Impfungen von LehrerInnen und ErzieherInnen schon bald starten könnten – doch es gibt eine Kehrseite.

NRW – Der nächste Schritt in der Impfstrategie soll schon bald gegangen werden. Dahingehend hatte sich der Gesundheitsminister von NRW, Karl-Josef Laumann, am Dienstagmorgen (23. Februar) bei WDR2 geäußert. Das bedeutet, dass in dem Impfplan, den Jens Spahn nach dem letzen Bund-Länder-Treffen auf Wunsch von Angela Merkel angepasst hatte*, nun die Gruppe 2 an der Reihe ist. Grund für die Impfplan-Änderung war die verminderte Wirksamkeit des Astrazeneca-Impfstoffs in der ersten Impfgruppe.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohner17,93 Millionen
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)
GesundheitsministerKarl-Josef Laumann (CDU)

NRW: Impfung von Lehrkräften bereits ab März

Zur Impfgruppe 2 zählen neben den über 70-Jährigen nun auch Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen und Kitas. Diese wurden aus der Gruppe 3 hochpriorisiert. Schon bald kann es also mit den Corona-Impfungen in der neuen Gruppe losgehen. „Ich denke, dass wir damit in der ersten Märzhälfte beginnen“, sagte NRW-Gesundheitsminister Laumann.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich geeinigt, bestimmtes Lehrpersonal früher zu impfen. Dadurch hat sich die Gruppe 2 stark vergrößert, herunterpriorisiert wurde nämlich niemand. Dennoch warnte NRW-Gesundheitsminister Laumann, dass sich bei einer so großen Gruppe Verzögerungen nicht vermeiden lassen.

„Das ist natürlich eine große Personengruppe“: Laumann nennt Nachteile der neuen Priorisierung

Ein Nachteil des Auswahlverfahrens für die Corona-Impfung sei, dass die Priorisierung der einen immer einen Nachteil für die anderen bedeute. So könne es laut Laumann durchaus passieren, dass in NRW, sobald die Lehrkräfte geimpft würden, andere Gruppen wie PolizistInnen länger auf ihre Immunisierung warten müssen. Ursache dessen sei wie so oft der Mangel an Impfstoff, der solche Entscheidungen nötig mache.

NRW-Gesundheitsminister Laumann möchte bald mit den Corona-Impfungen für Lehrkräfte beginnen.

Doch zurzeit werden vermehrt Impftermine frei. Der Grund: Durch das Misstrauen in den Astrazeneca-Impfstoff wollen sich viele Menschen in NRW aktuell nicht damit impfen lassen. Und die beliebteren Impfstoffe wie Moderna oder Biontech seien für die über 65-Jährigen reserviert. Laumann wird dem WDR gegenüber deutlich:

„Der Impfstoff Astrazeneca ist ein vernünftiger Impfstoff. Er schützt vor allen Dingen vor schlimmen Verläufen. Die Sache ist ganz einfach. Ich habe zurzeit für Unter-65-Jährige keinen Impfstoff zur Verfügung wie Astrazeneca. Wer sich damit nicht impfen lassen will, muss eben warten, bis wir vielleicht in ein oder zwei Quartalen mehr Impfstoff zur Verfügung haben und vielleicht die Möglichkeit besteht, zu wechseln. Zurzeit brauche ich den Impfstoff von Biontech eben für die über 65-Jährigen.“

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU)

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Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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